Serienreifen Dunlop Sportsmart D221 Versys 650 2006-2014

Welche Marke? Touren- oder Sportreifen? Welcher passt optimal zur Kawasaki Versys 650?
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andre

 
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Re: Dunlop D221 wirklich sooo schlecht...

#321 Beitrag von andre » 29. Jul 2015 20:40

Mal ein anderer Aspekt:

Ein D221 Hinterreifen dürfte um einiges teurer sein, als die hier üblichen verdächtigen Tourenreifen. Zumindest war das beim letzen Mal so, als ich den Reifen überhaupt bei www.mopedreifen.de gelistet gesehen habe. Aktuell ist er nicht mal mehr aufgelistet.

Ein Satz BT023, ein meiner Meinung nach sehr ordentlicher absolut anfängergeigneter Tourensportreifen kostet dort um die 190,-Euro.

Und es soll hier im Forum Leute geben, die mit einem BT023 unten herum ordentlich angasen ;)
...die einen kennen mich, die anderen können mich...

aktuelle Motorräder:

Suzuki GSR 750, Ez. 03/15, 13026 KM
und Kawasaki Versys 650 Grandtourer Special Edition, Ez. 06/17, 2611 KM


....und ca. 230 TKM mit allen bisherigen Motorrädern...

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blahwas
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Re: Dunlop D221 wirklich sooo schlecht...

#322 Beitrag von blahwas » 1. Aug 2015 08:46

Runter mit dem Gerumpel! Du musst den Vorderreifen ja nicht wegwerfen, lass ihn dir einfach mitgeben und biete ihn zum Verkauf an (mit Angabe von Restprofiltiefe und Herstellungsdatum). Es soll ja Leute geben, die damit klarkommen. Hier oder bei ebay.

BT023 kann man auch fahren - siehe Avatar :) Es gibt inzwischen schon zwei Nachfolger (T30 und T30 Evo), darum ist der eher günstig. Außer Nassgrip scheint nichts verbessert worden zu sein und T30 Evo hält weniger lang. Der Nassgrip des BT023 übertrifft den Trockengrip des D221 und reicht, um auf der Großglocknerhochalpenstraße bei Regen und 3° einen Porsche 911 zu überholen :) Ja, ich mag den BT023.

D221 ist eine Sonderanfertigung zur Erstausrüstung und im Einzelhandel völlig unüblich, darum sogar teurer als Z8, Angel, Pilot Road oder T30 & Co. Und einen Vergleichstest wird es mit diesem Reifen auch nie geben. Um es klipp und klar zu sagen: Kawa hat diesen Reifen neu montiert, weil er für sie billig ist. Die gehen mit einer Preisvorstellung zu den Reifenwerken und gucken, wer irgendwas liefern kann.

Einen schlechten Vorderreifen und einen guten Hinterreifen würde ich nicht mischen, eher andersrum. Hinterradrutscher sind ungleich leichter wieder einzufangen als Vorderradrutscher. Selbst ein sehr erfahrener Kollege von mir ist im Winter stumpf an einer Autobahnabfahrt bei Allerweltstempo gestürzt, weil er hinten Pilot Road und vorne Pilot Power montiert hatte - im Sommer ist das eine super Kombination, aber bei 0° und Geradeausfahrt war es dem Pilot Power halt leider zu kalt.

Vertrauen in die Gripverhältnisse zu haben ist wichtig, gerade wenn man Fahranfänger ist oder ein Fahrzeug neu hat. Man gewöhnt sich sonst einiges falsch an und behält die Unsicherheit bei, auch wenn man die technische Ursache der Unsicherheit später abstellt.

Kleiner Schwenk aus meiner Jugend:
Ich habe 2006 mein erstes Motorrad gekauft, mit ziemlich eckig gefahrenen Reifen. Ich war Student und echt geizig und bin damit ein Jahr rumgeeiert, da war jede Schräglage ein Kampf. Der Vorbesitzer hatte keine Ahnung von Lenkimpuls und dachte, mit Gewichtsverlagerung zu lenken. Hat dann auch bis zu 10° Schräglage erreicht (bin mal mitgefahren). 2007 kam der Nachfolger, und auch da war wieder Metzeler Lasertec drauf, obwohl damals schon jedem klar war, dass Bridgestone BT45 alles besser kann (außer ewig zu halten). Auch da wollte ich den Reifen noch runter fahren. Dieser Vorbesitzer war besser unterwegs und Schräglage macht eher Laune, ich musste aber immernoch gegen meine Unsicherheit ankämpfen.

Nach 6 Monaten bin ich beim Umlegen in einer S-Kurve gestürzt, habe mir das Kreuzband am Knie gerissen, das Schlüsselbein gebrochen und zwei die Knöchel innen und außen an einem Fuß. Außerdem bin ich Rücken voraus mit ca Tempo 50 in die Leitplanke eingeschlagen und habe (vermutlich dank des unbequemen, aber auch sehr steifen Lidl Rückenprotektors) dabei keine Verletzungen erlitten. Trotzdem werde ich nie den Moment vergessen, wo der Rücken bereits 0 km/h hatte, die Brust aber noch 50 km/h. Das werde ich nie vergessen. Da bleibt einem erstmal der Atem weg.
Ob der Unfall mit den besseren Reifen nicht passiert wäre, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass er mit den schlechteren Reifen passiert ist, und dass die Kosten einen Satz Reifen bei weitem überstiegen haben (und zwar um Faktor 20). Motorrad war auch platt, habe ich aber wieder irgendwie hingedengelt und fahre ich heute noch - und ich habe neue Reifen montiert.

Als ich wieder halbwegs fit war bin ich dann weiter damit gefahren und kam besser zurecht, aber nicht richtig gut. Der Knoten ist erst mit der Versys geplatzt. Das alte Motorrad habe ich behalten, und seit ich die Versys habe, komme ich auch dort besser zurecht als jemals vor der Versys. Da habe ich die Unsicherheiten endlich abgelegt. Inzwischen ist auch BT023 für das alte Motorrad freigegeben, sogar in einer vom Original abweichenden Dimension :clap: So kann ich auf bei Moppeds den gleichen Reifen fahren :]

Mein persönlich Tipp ist also: Wechseln :)

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Re: Dunlop D221 wirklich sooo schlecht...

#323 Beitrag von mw416 » 1. Aug 2015 09:19

hast du dir eigentlich schon einmal das Herstellungsdatum des VR angesehen? Oft sind auf wenig gefahrenen Maschinen uralte Reifen mit viel Profil drauf, und auch wenn der Reifen erst kürzlich aufgezogen wurde heisst das nicht, dass er davor nicht Jahrelang im Regal gelegen hat, gerade bei weniger beliebten Modellen kann das vorkommen. Wenn er älter als 3 Jahre ist: weg damit.
Meine Meinung ist: man kann bei ein paar Sachen sparen, zB. fahre ich Nolan Helme statt Shoei, und verwende das 10W40 Öl von Hein Gericke statt einem " Markenöl" aber bei Reifen spart man am falschen Ende, da geht es nicht nur um Sicherheit sondern auch um das Subjektive Vertrauen in das Bike, und auch ums Fahrverhalten des Motorrades allgemein, das ja stark von den Reifen vorgegeben wird und damit auch um die Fahrfreude.

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Re: Dunlop D221 wirklich sooo schlecht...

#324 Beitrag von Michael_1969 » 1. Aug 2015 11:27

Jaaaa, schon gut, Ihr habt mich ja bereits überzeugt :)

Habe mir soeben 2x Michelin Pilot Road 4 bestellt.

Meine Sicherheit ist es mir wert...

Grüße
Michael

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Re: Dunlop D221 wirklich sooo schlecht...

#325 Beitrag von Pitimsch » 1. Aug 2015 11:57

Michael,

Richtige Entscheidung :clap:
Mit dem Reifen wirst du viel Spaß haben und bei Nässe geht der auch noch richtig gut. :top:
Du wirst die Entscheidung nicht bereuen.
Die Linke zum Gruß

Bernd

Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann.

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Re: Dunlop D221 wirklich sooo schlecht...

#326 Beitrag von Michael_1969 » 1. Aug 2015 17:21

Hoffe bloß, dass ich einen Reifenfuzzi finden werde, der mir mitgebrachte Reifen ummontiert und wuchtet...

Beide Räder sind schon ausgebaut und frisch geputzt. Damit die Kawa nächstes WE auch startklar ist, sollte ich am Freitag meinen Lappen bestehen ;)

Grüße
Michael

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Re: Kilometerleistung Serienreifen Versys 2017

#327 Beitrag von Silver Surfer » 15. Mär 2018 00:06

Nach 12.000 waren sie - Dunflop, Dünnsch*ß D221 - endlich fertig. *Puh!* Spaß machte es danach umso mehr.

Bis auf den ähnlich haltbaren, genialen MPR4, der mir 1001% besser taugte, hielten alle Anderen nur 9000 - 11000km. Dafür aber mit Grip (ausser Angel ST front).
Gerade Dienstag im pladdernden Regen ein Berliner Stadtautobahnkreuz im dezentem Wheelspin bespielt. Goil! Sicherheitsgefühl auch auf Brückendehnungsstreifen aus blank poliertem Stahl, bei einstelligen °C, in harmloser Schräge!, dafür fahr ich moderne Pellen - CRA3 aktuell.
Mö­gest Du im­mer das Dop­pel­te des­sen be­kom­men, was Du mir wünschst. Bild

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