Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

Alles um Motor, Getriebe, Antrieb, Kabel, Elektrik und Leistung der Kawasaki Versys 650
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kazawaki

 
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Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#1 Beitrag von kazawaki » 29. Jul 2017 19:05

Hi!
Bis jetzt hatte ich ein Motorrad mit Lichtschalter.
So. Nun das Problem.
Das nächste hat Zwangslichtschaltung.
Hat es schon jemand geschafft Tagfahrleuchten StvO-konforn zu installieren?
Weiß vielleicht jemand, ob es Module gibt die die Lichter richtig schalten?
Also Fahrtlicht an TFL aus, TFL an Standlicht an+Hechkstandlicht (weil Motorrad hat Lichtpflicht).
Das ALLES bei Zwangslichtschaltung.
Muß noch erwähnen das ich ein relativer "Elektriot" bin.
Danke
Tchüß. Jens
Zuletzt geändert von kazawaki am 29. Jul 2017 19:07, insgesamt 3-mal geändert.
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bakerman23
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#2 Beitrag von bakerman23 » 29. Jul 2017 19:47

Soweit ich weiß, gibt es für die Versys kein "Ersatz tagfahrlicht". D.h. das Licht was dran ist, muss immer leuchten. Du kannst maximal noch led Nebelscheinwerfer oder Positionslicht anbringen. Das Licht an der Versys muss trotzdem immer an sein.
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madbow
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#3 Beitrag von madbow » 29. Jul 2017 23:16

Ich habe an meiner kV STVO- und ECE-konformes Tagfahrlicht installiert.
Über eine zusätzliche selbst aufgebaute Steuerschaltung wird über zwei Taster entweder Tagfahr- oder Abblendlicht eingeschaltet. Beim ersten Motorstart nach dem Zündung einschalten ist automatisch das Abblendlicht aktiviert. Alles weitere findest Du hier
@bakerman23
Deine Angabe ist schlichtweg nicht korrekt.
Ein korrekt installiertes Tagfahrlicht nach ECE R87 darf auch an der Versys tagsüber anstelle des Abblendlichts benutzt werden.

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kazawaki

 
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#4 Beitrag von kazawaki » 30. Jul 2017 07:10

@bakerman23
Deine Angabe ist schlichtweg nicht korrekt.
Ein korrekt installiertes Tagfahrlicht nach ECE R87 darf auch an der Versys tagsüber anstelle des Abblendlichts benutzt werden.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hi!
Danke für Deinen Tip mit der Schaltung. Muß ich mich mal reinpusseln.
Zur o.g. Aussage, was bedeudet dann mein
"TFL an, Standlicht an+Hechkstandlicht"
Muß! das nicht sogar anstelle des Fahrtlichtes benutzt werden. Beide zusammen dürfen doch garnicht an sein.
Falls ich etwas falsch verstehe, weiß mich bitte darauf hin.
Danke
Tchüß. Jens
Zuletzt geändert von Luzifear am 30. Jul 2017 08:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Walter
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#5 Beitrag von Walter » 30. Jul 2017 07:26

Sorry das ich nicht wirklich darüber Bescheid weis und mich trotzdem hier einbringe.
Aber bitte was soll das bringen wenn man ein extra Tagfahrlicht montiert?
Das Originale ist doch schon hell genug. :think:

Lg Walter
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#6 Beitrag von kazawaki » 30. Jul 2017 07:38

Walter hat geschrieben:Sorry das ich nicht wirklich darüber Bescheid weis und mich trotzdem hier einbringe.
Aber bitte was soll das bringen wenn man ein extra Tagfahrlicht montiert?
Das Originale ist doch schon hell genug. :think:

Lg Walter
Hi!
Es geht nicht um SEHEN, sondern um GESEHEN werden.
Mittlerweile gehen wir (nur Fahrtlicht) in der Masse der TFL-Autos unter.
Seit ich TFL fahre habe ich mehrfach sicher bemerkt, das man mich über größere Entfernungen als früher, gesehen hat.
Ich bin mal Sonntags sehr früh im Hunsrück gewesen. Es war noch ganz leicht grau/dämmerig. Mir kamen aus dem Wald einige Motorräder entgegen. Die einzige die ich SOFORT und SICHER erkannt habe, war eine BMW mit TFL. Die anderen hatte ich erst garnicht bemerkt. Deren Scheinwerfer wirkten dagegen wie Tranfunzeln.
Das war für mich ein Schlüsselerlebnis. Dazu (TFL) gibt es im Forum eine Menge.
Tchüß. Jens
Zuletzt geändert von kazawaki am 30. Jul 2017 07:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#7 Beitrag von Walter » 30. Jul 2017 09:30

Das ist natürlich ein gutes Argument und sicher richtig so und vor allem besser als wenn man Fernlicht anmacht.
Das ständige fahren mit Fernlicht wird zumindest hier in meiner Gegend zum zunehmenden Problem da man als entgegenkommender ja massiv geblendet wird.

Bin schon auf Deine Lösung gespannt! :top:

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mischa
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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#8 Beitrag von mischa » 30. Jul 2017 11:02

Ein Tagfahrlicht gesetzeskonform zu installieren dürfte mit einem Umschaltrelais und einen zusätzlichen Schalter machbar sein. Leitung hinter Sicherung fürs Licht kappen -> das Ende was von der Sicherung vom Licht kommt verzweigen einmal zu einem neuen Schalter am Lenker und einmal zu Kontakt 30 des Umschaltrelais führen. Neue Leitung vom Schalter zu Kontakt 85 des Umschaltrelais und Kontakt 86 des Umschaltrelais mit Masse verbinden. Das Tagfahrlicht an Kontakt 87a des Umschaltrelais anschließen. An Kontakt 87 kommt das andere gekappte Ende der Leitung die zum Licht führt -> Tagfahrlicht noch mit Masse verbinden, fertig. Wenn die Lichthupe bei der Schaltung nicht funktionieren sollte, müsste man vom Eingang neuen Schalter (also von der Leitung die von der Sicherung Licht kommt) zum Drücker der Lichthupe noch ein Kabel verlegen und das alte Kabel was zum Drücker geht, kappen.
Man sollte bedenken das viele japanische Motorräder (und da dürfte die Versys dazu gehören) eine permanent erregte Lichtmaschine verbaut haben (Rotor sind Dauermagnete verbaut). Regelung erfolgt über die Drehzahl des Motors. Gleichrichtung und Regelung der Boardnetz-Spannung über einen Regler. Der verbaute Regler (Querregler) vernichtet zuviel anstehende Energie über die Wicklungen des Stators der Lichtmaschine. Dabei entsteht Wärme die die Wicklungen des Stators zusätzlich belastet. Wenn man also die 55 Watt des Abblendlichts durch 10 Watt des Tagfahrlichtes ersetzt, müssen zusätzlich 45 Watt "vernichtet" d.h. im Stator in Wärme umgewandelt werden. Was das für die Lebensdauer des Stators zu bedeuten hat, kann sich jeder denken. Neue Maschinen wie die Suzuki V-Strom 1000 ABS haben einen sogenannten Längsregler verbaut. Der regelt die Gleichspannung indem er die Stromzufuhr von der Lichtmaschine ein- und ausschaltet. Da ist das kein Problem mit dem Tagfahrlicht. Sinn macht das Ganze bei vielen japanischen Maschinen nur wenn man zusätzlich zur Schaltung oben den alten Querregler durch einen Längsregler ersetzt (z.B. Compu-Fire 55402, Shindengen SH 775 und SH 847).
Man kann natürlich das Umschaltrelais weglassen. Dann Leitung nach Sicherung Licht kappen -> zum Eingang eines Umschalters am Lenker führen (Schalter mit einem Eingang und zwei Ausgängen)-> ein Ausgang vom Umschalter mit gekappter Leitung zum Licht verbinden -> zweiten Ausgang vom Umschalter mit dem Tagfahrlicht verbinden -> Tagfahrlicht noch mit Masse verbinden (Lichthupe dann wie oben). Sowas mache ich nicht gern da bei Abblendlicht gut 8 Ampere über den Schalter gehen würde. Jetzt habe ich das Ganze 10 mal geändert...ich denke das reicht. :D
Zuletzt geändert von mischa am 30. Jul 2017 11:39, insgesamt 10-mal geändert.

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#9 Beitrag von madbow » 30. Jul 2017 17:10

Querregler?!? Ein Regler, der das zuviel an erzeugter Leistung wieder in die Lichtmaschine zurück speist. Also ein Regler, der die Lichtmaschinenwicklungen zur Spannungsregelung getaktet kurzschließt?
Sorry, aber das ist totaler Quatsch!

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#10 Beitrag von Walter » 30. Jul 2017 17:55

So hat er es ja auch nicht gemeint.
Sondern nur was der Regler nicht schafft dafür muß der Stator her halten und das liegt durchaus im Bereich des möglichen.

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#11 Beitrag von Skalar-Fan » 30. Jul 2017 19:39

Die Frage ist auch, ob man es wirklich Gesetzeskonform anschließen will.
Geht es einem um das Gesetz, oder um gesehen zu werden - sorry, werfe das mal so ein.

Seit ich Motorrad fahre, achte ich mehr als früher darauf, wie gut ich eine Maschine sehe. Egal, ob ich selber Motorrad fahre oder mit dem Auto unterwegs bin.
Ich persönlich - ACHTUNG: Meine eigene Meinung !! - würde ein TFL oder Positionslichter eher zusätzlich anbringen, heißt für mich, das sowohl das Abblendlicht als auch die zusätzlichen Leuchten brennen. Grund: ICH WILL GESEHEN WERDEN!

Ganz klar von mir: Sicher nicht richtig im Sinne des Gesetzes. Aber lieber habe ich eventuell mal Ärger mit der Polizei, da nicht wirklich ganz regelkonform, aber ich werde gesehen. Auf dem Motorrad ist man leider schlechter zu sehen, erst recht, von vorne. Also würde ich persönlich ein zusätzliches Licht immer parallel zum Abblendlicht leuchten lassen - ohne jemand zu überreden.

Natürlich würde ich ein Schalter einbauen, damit alles "einigermaßen" richtig funktioniert, aber manchmal muss einem die eigene Sicherheit etwas wert sein. Wir kaufen uns Klamotten mit Protektoren, die auch noch hell sind und eventuell Reflektoren besitzen. Wir geben viel Geld aus, damit wir gut "aussehen". Aber wir sollten auch gesehen werden !

Dies soll kein Aufruf sein, damit jeder hier soviel Lichter, Lampen und Leuchten wie möglich an sein Motorrad macht, aber manchmal muss man auch mal eine 5 grade sein lassen......

Wie gesagt, meine persönliche Meinung und kein Aufruf um gegen irgendwelche Gesetze zu verstoßen.

Viele Grüße
Jürgen


P.S. Sorry, falls in manchen Augen Offtopic !!!!
Zuletzt geändert von Skalar-Fan am 30. Jul 2017 19:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#12 Beitrag von madbow » 30. Jul 2017 21:36

mischa hat geschrieben:Regelung erfolgt über die Drehzahl des Motors. Gleichrichtung und Regelung der Boardnetz-Spannung über einen Regler. Der verbaute Regler (Querregler) vernichtet zuviel anstehende Energie über die Wicklungen des Stators der Lichtmaschine. Dabei entsteht Wärme die die Wicklungen des Stators zusätzlich belastet. Wenn man also die 55 Watt des Abblendlichts durch 10 Watt des Tagfahrlichtes ersetzt, müssen zusätzlich 45 Watt "vernichtet" d.h. im Stator in Wärme umgewandelt werden.
mischa will mit seinem "Querregler" zuviel vorhandene Energie in den Wicklungen des Stators "vernichten.
Wenn diese Energie nicht außerhalb der Lichtmaschine "vernichtet" werden soll, dann muss, damit trotzdem ein entsprechender Strom fließt, eben durch getaktetes Kurzschließen.

Eine Lichtmaschine nach diesem Prinzip kann nur eine gewisse maximale Leistung abgeben und hat einen bestimmten Wirkungsgrad. Da eine konstante Ausgangsspannung gefordert ist, kann bei dieser Spannung auch nur ein bestimmter maximaler Strom fließen. Durch einen Regler mit der entsprechenden Funktion würde die Lichtmaschine permanent bis zu einer maximal möglichen Leistung belastet. Dabei ist es egal, ob nun die Leistung über externe Verbraucher abgenommen wird oder nicht, denn die von der Lichtmaschine zu "vernichtende" Leistung bleibt immer gleich, die durch ihren Wirkungsgrad bestimmt ist, in der Realität durch ihren Innenwiderstand. Der Innenwiderstand ist annähernd konstant, der maximale Strom ist begrenzt, da die Lichtmaschine bei einer bestimmten konstanten Spannung nur einen maximalen Strom abgeben kann. Damit ist die maximal zu vernichtende Leistung durch die Lichtmaschine (P=Imax^2*Ri) konstant.
Also ist es einfach scheißegal, durch wie viel externe Verbraucher die Lichtmaschine belastet würde, so lange eine funktionsfähige Batterie dazu korrekt angeschlossen ist. Ansonsten besteht wirklich die Gefahr, dass die Lichtmaschine überlastet wird, denn dann ist die konstante Spannung nicht mehr vorgegeben.
Manche würden nun aber anmerken, dass mit steigender Drehzahl ja die Leistung der Lichtmaschine auch ansteigen müsste. Leider ist die Realität aber anders, Schuld ist die Physik. Mit steigender Drehzahl, d. h. mit steigender Frequenz nimmt die Magnetisierbarkeit der Eisenkerne des Stators ab, der Fachbegriff ist die magnetische Sättigung. Also wird auch nicht mehr elektrische Leistung erzeugt.

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#13 Beitrag von madbow » 30. Jul 2017 22:09

Mal abgesehen von wegen gesetzeskonform oder auch nicht.
Für mich hat so ein LED-TFL einen großen Vorteil, wenn das Abblendlicht nicht dazu mit aktiviert ist - Das H7-Leuchtmittel für das Abblendlicht lebt wesentlich länger. Bevor ich die gesetzeskonforme TFL-Schaltung realisiert habe, hat unsre kV regelmäßig alle 4Monate ein H7-Leuchtmittel verbraucht. Seitdem ich das LED-TFL entsprechend installiert habe, habe ich kein neues H7-Leuchtmittel mehr gebraucht. Wer nachts an einer geschlossenen Tanke schon einmal die halbe Tupperware an seiner kV abgebaut hat, um das Leuchtmittel vom Abblendlicht auszutauschen, der wird verstehen, dass dies schon ein weiterer deutlicher Vorteil ist.
Außerdem gibt es weder mit der Rennleitung noch bei der HU Probleme deswegen.
Neben einer guten TFL fällt ein H7-LM eh nur noch kaum auf.

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#14 Beitrag von nexiagsi16v » 31. Jul 2017 09:51

Moin,

auch wenn es bissel OT ist:
Das mit den defekten Leuchtmitteln kann man durch Spannungsspitzenkillern einigermaßen in den Griff bekommen. Beim Ford Focus meiner Eltern mußte man früher alle 6 Monate die Hälfte der Leuchtmittel erneuern. Seit das Teil für ~10€ drin war, ging so ein Leuchtobst nach normaler Lebensdauer kaputt. Man mußte praktisch 2 Jahre nix erneuern. Es wurde auch nie billige Chinabirnen oder 10000% mehr Lichtausbeutesonnen verbaut. Ähnliches kann ich auch im Freundeskreis beobachten. Es geht hier nicht um eine gefühlte Verbesserung der Lebensdauer, sondern wirklich um zählbares.
Das Teil ist kein Wunderwerk der Technik und für 1€ wahrscheinlich selber zubauen, aber die 10€ hat man schnell wieder raus. Dazu spart man sich das fummelige Wechseln. Die Leuchtmittel leiden vorallem beim ein-/ausschalten (wenn man Lichtautomatik hat und bei Fahrzeug mit Lichtsensor in der Nacht bei jedem Startvorgang) und der immer höheren Boardspannung. Beim Ford Focus auch gerne mal 16V an der Batterie gemessen.

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Re: Zwangslichschaltung+Tagfahrlicht

#15 Beitrag von Walter » 31. Jul 2017 18:06

Spannungsspitzenkiller! :think:
Von so etwas habe ich noch gar nicht gehört.
Danke für den Tip,werde dann mal demnächst ne Suchmaschine damit bemühen! :top:

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