schwer schalten.....

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catweazel
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Re: schwer schalten.....

#21 Beitrag von catweazel » 19. Sep 2014 20:59

Jetzt nach Excaliburs Posting bin ich endlich auf denTrichter gekommen, warum mein Schalthebel meine Stiefel frisst... Der scheuert mir oben drauf richtig fette Löcher ins Leder. Kein Wunder, denn mein Hebel hat wohl so viel Spiel, dass sich da drin nicht mal Dreck ablagert. Beim Fahren krieg ich das ja iwie nicht mit, so wie die Mopete brüllt und vibriert... Dann werde ich da auch mal n Blech reinlegen. Schmiernippel hätte ich ja auch noch rumliegen... Loch bohren, Gewinde reinschneiden, einschrauben und die Nut mit lecker Fett fluten. Die Kosten der Stiefel rechtfertigen den Aufwand locker.

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Re: schwer schalten.....

#22 Beitrag von Luzifear » 20. Sep 2014 14:10

Tach,
excalibur hat geschrieben:Der Grund für das Wackeln war, dass der Schalthebel auf dem Fußrastenbolzen 50µ Spiel hatte.
Der Schalthebel hat nun so gut wie kein Spiel mehr - jeder mm Fußbewegung wird nun direkt zum Getriebe weitergeleitet!
kannst du mir bitte sagen welche Innen- bzw. Aussendurchmesser du ermittelt hast?
Ich bin aktuell am grübeln, ob da nicht gleich ein Kunstoffgleitlager zum Einsatz kommt. :pfeif:

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Re: schwer schalten.....

#23 Beitrag von blahwas » 20. Sep 2014 17:42

@catweazel
Bei mir frisst die Versys auch Siefel und vor allem den unteren Abschluss der Hose, Innenseite. Hätte nie gedacht, dass das vom Spiel im Schalthebel kommt. Ich dachte, das liegt daran, dass ich einfach viel schalte. So kann man sich irren.

Ganz klar Konstruktionsfehler - gut, dass man bei Kawa sonst kaum Sorgen hat :)

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Re: schwer schalten.....

#24 Beitrag von DerDuke » 20. Sep 2014 19:13

Na dann seid mal froh, dass ihr keine Enduro fahrt... :D

Mir hat die KLR 600 durch die groben Zacken der Fußrasten die Sohlen richtig angeknabbert und dem rechten Stiefel mit dem Kickstarter irgendwann den Garaus gemacht.

Aber für was gibts die Gilde der (echten) Schuhmacher? Die machen das so professionell wieder heile, dass man nachher bessere Stiefel als vorher hat. Und das zu nem Spottpreis! :lol:

Aber zurück zum Thema: Ich hatte wegen dem Schalthebelspiel vor, die Bohrung im Schalthebel ein wenig aufspindeln zu lassen, um eine dünne Messing- oder Rotgussbuchse einzupressen und auf Maß aufzureiben. Das sollte dann prima funktionieren.Kunststoff geht natürlich genauso.

Und die Idee mit dem Schmiernippel anbringen find ich auch gut!
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Re: schwer schalten.....

#25 Beitrag von Gelöschtes Mitglied » 20. Sep 2014 19:22

Moin,

habe auch gerade mal den Hebel demontiert, gereinigt und neu geschmiert. Was halten die Herren von einem Nadellager / Nadellagerring? hat das schon mal jemand gemacht??

Gruß
Jens

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Re: schwer schalten.....

#26 Beitrag von Luzifear » 20. Sep 2014 19:41

Tach,
aktuell ist das Kunststoffgleitlager mein Favorit, sehr günstig in der Anschaffung, wartungsfrei
und auch der Aufwand für das Einbringen hält im überschaubaren Rahmen.
Bronze, Rotguss oder Nadellager sind deutlich teurer und eigentlich überdimensioniert,
ausserdem braucht ein Nadellager regelmässige Pflege bzw. ein Schmiernippel. ;)

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Re: schwer schalten.....

#27 Beitrag von madbow » 20. Sep 2014 20:00

Kunststoffbuchsen haben aber zu wenig Tragfähigkeit, vor allem bei der beim Schalthebel auftretenden Belastung.
Ich als Maschinenbauer würde den Einsatz von einer DU-Buchse empfehlen, diese ist durch den speziellen Verbundwerkstoff wartungsfrei, d. h. sie braucht nicht geschmiert werden, hat wesentlich höhere Tragzahlen und ist unempfindlich gegenüber Kantenpressung. Nadellager sind für diesen Anwendungsfall völlig ungeeignet, zudem ist die Wandstärke eines Nadellagers zu groß für den vorhandenen Bauraum, von dem Wellenzapfen wird man kaum etwas abdrehen können, ansonsten wird er wohl kaum alle Belastungsfälle als Fussrastenträger aushalten.

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Re: schwer schalten.....

#28 Beitrag von Gelöschtes Mitglied » 20. Sep 2014 21:05

madbow hat geschrieben:Kunststoffbuchsen haben aber zu wenig Tragfähigkeit, vor allem bei der beim Schalthebel auftretenden Belastung.
Ich als Maschinenbauer würde den Einsatz von einer DU-Buchse empfehlen, diese ist durch den speziellen Verbundwerkstoff wartungsfrei, d. h. sie braucht nicht geschmiert werden, hat wesentlich höhere Tragzahlen und ist unempfindlich gegenüber Kantenpressung. Nadellager sind für diesen Anwendungsfall völlig ungeeignet, zudem ist die Wandstärke eines Nadellagers zu groß für den vorhandenen Bauraum, von dem Wellenzapfen wird man kaum etwas abdrehen können, ansonsten wird er wohl kaum alle Belastungsfälle als Fussrastenträger aushalten.
Moin,

Interessant zu Lesen. Aber für eine DU Buchse, müsste doch auch Material abgenommen werden? Ich dachte da an Nadelringe (kein ganzes Nadellager), die haben ca. 1mm Wandstärke (je nach Baugröße) meinst du das wäre schon zuviel?

Ich habe sowas an einer alten Gpz von mir verbaut und keinerlei Probleme gehabt, so groß sind die Kräfte ja eigentlich nicht?

Gruß
Jens

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Re: schwer schalten.....

#29 Beitrag von madbow » 20. Sep 2014 22:59

@Jensemann
Du denkst vermutlich an eine Nadelhülse wie eine HK von INA.
Die hat alleine schon mehr Wandstärke wie eine DU-Buchse.
Zudem braucht ein Nadellager immer eine gehärtete Gegenlauffläche, d. h. nochmal mehr Wandstärke auf Grund der Innenhülse.
Ohne Innenhülse bekommt die weiche Welle in kurzer Zeit Abdrücke von den Wälzkörpern, schon allein von den Vibrationen, bei Nadelringen (nur die Wälzkörper in einem Führungsring) zusätzlich noch das Gehäuse.
Außerdem sollte man kein Wälzkörperlager statisch unter Vibrationen einsetzen, selbst bei guter Schmierung überlebt das kein Lager dieser Bauart sehr lange.
Ich kenne jetzt nicht aktuell den Außen-Ø des Fussrastenträgers, auf dem der Schalthebel gelagert ist, ich vermute mal über den Daumen um die 20mm, in diesem Bereich hat eine DU-Buchse eine Wandstärke von 1,5mm. Da bekommt man in keinem Fall ein Nadellager.
Wenn der Schalthebel meiner kV noch mehr Spiel bekommt, werde ich ihn jedenfalls so umbauen.

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Re: schwer schalten.....

#30 Beitrag von Luzifear » 21. Sep 2014 09:03

Tach,
madbow hat geschrieben:Kunststoffbuchsen haben aber zu wenig Tragfähigkeit, vor allem bei der beim Schalthebel auftretenden Belastung.
wenn ich da an eine COM-KU/D 400 von LHG denke, dann mache ich mir wenig Sorgen,
dyn. Belastbarkeit 100N/mm², zum Vergleich dazu hat ein Stahl/PTFE ähnlich dem DU-Verbundwerkstoff 140N/mm².

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Re: schwer schalten.....

#31 Beitrag von madbow » 21. Sep 2014 10:20

Wie ich aus den Daten aber entnehmen kann, haben diese Buchsen 3,5mm Wandstärke, dies könnte etwas zu groß sein.

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Re: schwer schalten.....

#32 Beitrag von Luzifear » 21. Sep 2014 13:54

Tach,
madbow hat geschrieben:...haben diese Buchsen 3,5mm Wandstärke, dies könnte etwas zu groß sein.
mhhh, ausserdem wird erst ab einem Innendurchmesser von 20mm hergestellt, das könnte auch schon zu gross sein. :think:
Vielleicht tut's auch ein COM-KU/S das hat allerdings "nur" 40N/mm².

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Re: schwer schalten.....

#33 Beitrag von DerDuke » 25. Sep 2014 14:07

Servus miteinander!

Was haltet ihr alle denn davon, das "Auge" des Schalthebels bzw. den kompletten Schalthebel in silber mit Pulver zu beschichten? Durch den Materialauftrag würde das Spiel zwischen Schalthebelauge und Fußrastenbolzen auch minimiert?!

Alternativ könnte man auch verchromen oder vernickeln lassen, aber das passt wohl eher nicht zur sonstigen Optik...

@excalibur: Hast du eine Quelle für dein verwendetes Edelstahlblech? Ich find z.B. bei ebay eins ab 0,01 mm in einem 100mm langen Streifen für 7,59€.

Ich hab auch schon überlegt, einen passenden Streifen Weissblech aus einer Getränkedose oder einem Teelichtbehälter zu schneiden und den mal einzukleben. Das wär die Billig-Lösung für den Bastler. :lol:
Zuletzt geändert von DerDuke am 25. Sep 2014 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: schwer schalten.....

#34 Beitrag von ruesa » 25. Sep 2014 14:41

Hallo DerDuke,

die Pulverbeschichtung ist im Prinzip ein Lackauftrag. Der ist schnell weg.
Ebenso beim Weisblech ist im nu die Zinnschicht dahin und Alu wird vermutlich
auch nicht gut funktionieren.
Auf Grund dieser Diskussion habe ich an meiner die Sache zerlegt, gereinigt und mit extrem zähem Fett
gefüllt ( Dichtungen und Nut so gut es ging ) und das Schalten flutscht super. Obwohl kein sichtbarer Schmutz
in der Lagerstelle zu sehen war, sind Verschleissspuren erkennbar. D.h. für mich, die Stelle ist höher belastet.
Weichere Materialien wie Stahl werden nicht lange halten. Das Spiel in dem System ist meiner Meinung
nicht besonders relevant, Schaltweg ist halt 10mm länger.

Gruss Rüdiger

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Re: schwer schalten.....

#35 Beitrag von DerDuke » 25. Sep 2014 14:48

@ruesa:

Danke für dein Input, Rüdiger!

Hast du zufällig mal nachgemessen wie stark das Material am Auge des Schalthebels ist?

Sprechen wir da von 2-3mm, oder ist das sogar dünner?
Da ich immer noch nicht zum Zerlegen und Vermessen gekommen bin, würds mich interessieren ob man das überhaupt so weit aufspindeln könnte, dass eine Buchse eingezogen werden kann und dennoch genug "Fleisch" am Schalthebelauge übrig bleiben würde.

Solange 1 mm Wandstärke bleiben würde, wäre das für mich ausreichend...
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Re: schwer schalten.....

#36 Beitrag von ruesa » 25. Sep 2014 20:26

Hallo DerDuke,

ich habe es leider nicht nachgemessen, aber aus der Erinnerung >3mm Fleisch. Den Bolzen könne man auch noch etwas abdrehen, mindesten 1mm im Durchmesser.
Aber wozu den Aufwand betreiben? Geht mit dem zähen Fett echt gut.

Gruß Rüdiger

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Re: schwer schalten.....

#37 Beitrag von DerDuke » 25. Sep 2014 20:51

@ ruesa:
Naja, der Aufwand wegen dem lommeligen Schalthebel...nicht nur um des Frickelns wegen. ;)

Naja, gut..bestimmt auch ein wenig weils im Winter wie immer so in den Fingern jucken wird, was am Mopped zu verbessern.
Außerdem hat man so wenigstens nen guten Grund in der Garage rumzuschleichen und dort ein Bastelbier mit den Spezln zu zischen. :cheers:

Mich nervt einfach so wackeliges Glump und Wurfpassungen, wenn man´s selbst recht einfach und günstig besser machen kann.

Zähes Fett hab ich leider nicht, nur normales Hochtemperatur-Wälzlagerfett und das für Antriebswellengelenke.

Ich würd ja doch ganz gern mal die Pulverbeschichtung ausprobieren - einfach weil das Zeug so hart und schlagzäh wird. Und dann mal sehen, was passiert.

Nicht, weil ich dir und anderen nicht glaube, dass das nicht die richtige Lösung ist. Manchmal muss man Dinge auch wider besseres Wissen probieren, oder? ;)
Kaputt kann dabei nix gehen und die Buchsen-Lösung inkl. Aufbohren kann ich dann immer noch angehen.

Mal schaun, was am Ende der Saison passiert...
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Re: schwer schalten.....

#38 Beitrag von excalibur » 5. Okt 2014 17:25

Sorry erstmal, für urlaubsbedintes Nichtanworten...

ZITAT: kannst du mir bitte sagen welche Innen- bzw. Aussendurchmesser du ermittelt hast?
Ich bin aktuell am grübeln, ob da nicht gleich ein Kunstoffgleitlager zum Einsatz kommt.

...nochmal sorry! Weiß ich nicht leider nicht mehr. (Das muss abba ohnehin jeder bei seiner V messen, zum Basteln) :?

Zum Thema Kunststoffbuchse: der Maschinenbauer meines Vertrauens hat gemeint, "zu wenig Fleisch zum ausdrehen der Schalthebelhülse", "Kanonen auf Spatzen" usw.

Zum Thema Beschichten: der Fußrastenbolzen (aus Stahl!) war bei mir schon gut angeschliffen, diese Schleif-Kräfte verträgt Kunststoff nicht!

Und da ist ja noch die einfache Geschichte mit dem Blech ;) !
Zum Bestellen einfach z.B. nach "Edelstahlblech 0,02mm" goggeln.

ZITAT: Mich nervt einfach so wackeliges Glump und Wurfpassungen" :top: :top: :top:

Allen viel Spaß beim Basteln!
nicht wackelnder Ständer + Schalthebel; Brembo Sinterbeläge; Heck gekürzt; LED-KZ-Beleuchtung; 2 LED-Begrenzungsleuchten Front;
2 Nebelscheinwerfer; Griffheizung; Übersetzung 16:43; genauer Tacho (Speedohealer); Lenker 84cm; Gaswegverkürzung

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Re: schwer schalten.....

#39 Beitrag von DerDuke » 13. Feb 2015 20:13

Servus liebe Bastelgemeinde,

ich will euch mal kurz meine neueste Frickelei an der Versys zeigen:

Auch wenn ich bisher keinen schwergängigen Schalthebel zu beklagen hatte - eher das genaue Gegenteil war der Fall...der lommelte für mich viel zu lose auf seiner Lagerung umher und nervte damit schon etwas länger.
Dennoch hoffe ich, ihr könnt hier in diesem Thread was damit anfangen?!

Hier einige Bilder nach dem Zerlegen der Fußraste:

Bild

Bild

Man kann schon erkennen, dass der Bolzen der Fußraste, auf welcher der Schalthebel gelagert ist einige Einlaufspuren hat:

Bild

Ganz genau messen konnte man das Spiel zwischen Lagerbolzen und Auge des Schalthebels nicht, da die Bohrung im Schalthebel nicht ganz rund war. Aber zwischen 5-6 Hunderstel mm lag der Unterschied zwischen beiden Bauteilen. Klingt eigentlich nicht nach viel. Sollte man meinen...

Zum Glück hab ich einen guten Spezl, der als Meister in der Ausbildungswerkstatt der Feinmechaniker eines Industriebetriebes arbeitet...die haben für mich das Auge des Schalthebels aufgebohrt, eine 1mm starke Buchse aus Messing gedreht und eingeklebt.
Die Buchse schließlich noch auf Maß aufgerieben und nun haben wir ein Spiel von 1 Hunderstel mm. Das fühlt sich schon ganz anders an.
Besonders, wenn man die Lagerbuchse schön mit Fett zusammenbaut ist kein wirkliches Spiel mehr spürbar und die Sache läuft schön geschmeidig...

Hier ein Bild mit der eingeklebten Buchse (die Dichtringe hab ich hier noch weggelassen, damit man noch freie Sicht auf die Buchse hat):

Bild

Nun sind 5-6 Hunderstel Spiel wirklich nicht die Welt...aber wenn man schon mal am frickeln und verbessern ist, kann man da auch eben mal dran gehen
Nötig war diese Umbaumaßnahme daher nicht, aber es vertreibt mir ein wenig die Zeit bis die Saison für mich wieder anfängt und so kann ich mich wenigstens ein bisschen bei der Versys in der Garage rumtreiben und von den nächsten Ausfahrten träumen. :D

Bin schon gespannt auf die erste Probefahrt damit. 8-)
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Re: schwer schalten.....

#40 Beitrag von Luzifear » 13. Feb 2015 21:03

Tach,
DerDuke hat geschrieben:Zum Glück hab ich einen guten Spezl, der als Meister in der Ausbildungswerkstatt der Feinmechaniker eines Industriebetriebes arbeitet...
schon schön, so ein Spezl. Dann mach mal bitte ein Termin für mich klar.

Servus, die Luzi
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