Motor einfahren bei der Versys1000

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JanL

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Re: Motor einfahren bei der Versys1000

#21 Beitrag von JanL » 24. Apr 2019 21:47

Sicher ist die Endgeschwindigkeit bei fast allen gleich. Allerdings sind 2-3 km/h bei einer Simme schon viel Holz. Richtig gut eingefahrene Simmen liefen schon mal locker 80 auf der Geraden. Die meisten brachten es auf nur 75. Wobei die Endgeschwindigkeit nicht das eigentliche Ding ist. Interessant wird es wenn man dem Maschinchen eine hohe Dauerleistung abverlangt. Dann scheiden sich die Geister und das hieß zu Ostzeiten bis an die Ostsee kommen oder nicht. Einen MZ-Motor habe ich streng nach Vorschrift eingefahren. Der war nach nur 3000 km mit Kolbenklemmer und kaputten Nadellager im Eimer - übrigens auf dem Weg zur Ostsee. Den neuen Motor habe ich schön mit wechselnden Drehzahlen und immer schön ausgedreht eingefahren. Den habe ich bis zum Ende des Motorrades (Rahmenriss) gefahren. Der hatte da 40000 km runter und lief wie eine Eins. Meine eigenen Erfahrungen sagen mir - wechselnde Drehzahlen und die Gänge gelegentlich ausfahren solange der Motor willig hoch dreht. Dabei nicht übertreiben. Meine jetzige x300 machte am Anfang so max. 8000 U/min. Drüber wollte sie nicht so recht. Nach 1500 km waren dann schon 10000 drin. Jetzt nach 3000 km dreht sie einfach mal so bis zum Drehzahlbegrenzer hoch ohne zu meckern. Der Verbrauch ist von 4,2 auf 3,6 l gesunken. Bei der KV wird das Einfahren eine nicht so enorme Rolle spielen. Diese Motoren werden kaum über längere Zeit an der Leistungsgrenze betrieben. Von daher ist alles im grünen Bereich.
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Re: Motor einfahren bei der Versys1000

#22 Beitrag von Hoinzi » 25. Apr 2019 00:06

Ich glaube nach wie vor, dass das Èinfahren heutzutage deutlich überbewertet wird. Warmfahren ist deutlich wichtiger.

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Re: Motor einfahren bei der Versys1000

#23 Beitrag von Tornanti » 25. Apr 2019 06:22

Hoinzi hat geschrieben:
25. Apr 2019 00:06
Ich glaube nach wie vor, dass das Èinfahren heutzutage deutlich überbewertet wird. Warmfahren ist deutlich wichtiger.
Volle Zustimmung. JanL hat nicht den technischen Voodoo-Faktor verraten, der angeblich zu einem besseren Hochdrehen des Motors und höherer Motorleistung bei scharfem Einfahren führen soll. Am Ende ging es nur um bekannte Qualitätsprobleme der ostdeutschen Zweitakter. Hat man Gemisch 1:33 statt 1:50 getankt oder ist nicht bei 40°C bergauf zu zweit mit Vollgas in einem niedrigen Gang hochgefahren hat sich nichts festgefressen.
80km/h ist keine Simson mit 50cm³ auf der Geraden gefahren. Nur bergab mit Rückenwind, Schiebesonne und/oder Tuning. Oder die Simson S70.
Um echte 80km/h (nicht Tacho-Anzeige) zu erreichen, hätte man ca. 1PS mehr am Hinterrad benötigt. Wie soll das gehen? Es gäbe nur 4 Möglichkeiten: Mehr Hubraum, mehr Drehzahl, bessere Füllung (polierte Kanäle, Vergaser, Luftfilter, Auspuff leerräumen), signifikant weniger innere Reibung.

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Re: Motor einfahren bei der Versys1000

#24 Beitrag von Suitemeister » 30. Apr 2019 11:31

Hoinzi hat geschrieben:
25. Apr 2019 00:06
Ich glaube nach wie vor, dass das Èinfahren heutzutage deutlich überbewertet wird. Warmfahren ist deutlich wichtiger.
Das denke ich auch.
Ich halte mich zwar auch (fast) relativ genau an die Einfahrvorschriften. Aber ich denke, das ist gerade bei einer KV kein Thema, über das man sich wochenlang den Kopf zerbrechen sollte.
Oder hat schonmal jemand was von einem kapitalen Motorschaden bei einer KV gehört...?

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Re: Motor einfahren bei der Versys1000

#25 Beitrag von Tornanti » 30. Apr 2019 16:08

Nein, wir fahren doch keine BMW. Der musste jetzt sein :D

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