Qualität Abblend- und Fernlicht

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Tornanti
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Qualität Abblend- und Fernlicht

#1 Beitrag von Tornanti » 20. Aug 2018 07:54

Bin gestern das 1. Mal bei Dunkelheit gefahren. Leute war das gruselig. Die Scheinwerfer verteilen das Licht irgendwie nach vorn. Die Scheinwerfer waren vom Werk viel zu hoch eingestellt. Habe es dann korrigiert. Trotzdem:
-keine klare Hell/Dunkel-Grenze, wie vorgeschrieben.
-keine kurze Ausleuchtung der Fahrbahnmitte und lange Ausleuchtung des rechten Straßenrands, wie vorgeschrieben.
-Ausleuchtung des linken und rechten Straßengrabens besser als die der Straße selbst.
-Farbtemperatur zu gering
-Gefahr der Blendung des Gegenverkehrs
-Durch weiche Federung taucht die Front beim Bremsen stark ein und der Lichtkegel verkürzt sich.

Da müssen jetzt Philips Extreme Vision H7 Moto mit 130% rein.
Bin heilfroh, dass ich mir die Nebelscheinwerfer gegönnt habe. Diese helfen, die Ausleutung zu verbessern.
Hatte damit sehr gute Erfahrungen bei meiner alten XJ900S. Deren Einfachreflektor mit Streuscheibe war zwar nicht perfekt, aber wenigstens machte er eine klare Lichtkegelkontur.

Die Höheneinstellung kann man gut mit einem 12er Maulschlüssel machen. Für die Seite benötigt man einen Kreuzschlitzschraubendreher mit langer Klinge. Welcher Typ (Pozidrive oder Philips, Größe 2 oder 3) passt da am besten? Ich habe es mit einem Schraubendreher versucht, der in der Garage rumlag. Der Kreuzschlitz griff nicht richtig in das "Zahnrad" ein. Es besteht die Gefahr, dass man beim Drehen des relativ schwergängigen Mechanismus das Zahnrad beschädigt.
Zuletzt geändert von Tornanti am 20. Aug 2018 07:59, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#2 Beitrag von versyfft » 20. Aug 2018 08:30

Ja - und fahr 'mal mit Sozius im Dunkeln. Das erhöht den Dunkelfaktor noch zusätzlich. Die Schilder sind dann allerdings gut ausgeleuchtet.
Wenn man 'mal gesehen hat, dass die Höheneinstellung bei mancher BMW mit einem einfachen Hebel funktioniert, könnte man für Kawa schreien.
Ich spreche natürlich für mein 2012er Baujahr. Dass sich in 6 Jahren und einigen Designänderungen der Front da nicht getan hat, ist schon ernüchternd.
Einige hier im Forum fordern LED Scheinwerfer - wahrscheinlich um nicht mehr Fingerbruch beim Birnchenwechseln zu erleiden.
Ob die Ausleuchtung der Fahrbahn dann aber besser wird oder gar die Höheneinstellung humaner wird (gar automatisch wie in meinem Skoda ?), hängt leider stark von Kawa ab. Möglich wäre es natürlich... Aber es war auch schon vor LED möglich, einen funktionierenden Scheinwerfer zu bauen.
Zuletzt geändert von versyfft am 20. Aug 2018 08:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#3 Beitrag von Tornanti » 20. Aug 2018 08:37

Bei der Versys hängt die Ausleuchtung allein von der Gestaltung des Reflektors im Scheinwerfer ab, da der Scheinwerfer ein moderner ohne Streuscheibe ist. Man benötigt deshalb einen Freiformreflektor. Das bedeutet Entwicklungsaufwand, den man sich bei Kawa scheinbar gespart hat.
PS: Das Anpassen der Federvorspannung hinten bei Soziusbetrieb sollte selbstverständlich sein. Dann passt es auch mit dem Licht.
Zuletzt geändert von Tornanti am 20. Aug 2018 08:48, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#4 Beitrag von Bayoumi » 20. Aug 2018 09:01

Ist es wirklich so schlimm oder jammern auf hohem Niveau?
Ich habe meine Zweiradkarriere mit einer 45 Jahre alten 6V-Funzel auf einer Jawa 50 Typ 20 begonnen. Da müsstest du eine Taschenlampe dabei haben um Schilder zu sehen. Kein Witz, habe ich schon gemacht. Danach dann eine 20 Jahre alte 12V Funzel aif einer Yamaha DT50- besser, aber dunkel.
Ich habe erst zwei Fahrten mit Licht hinter mir auf der Versys, ich fand das Licht super! Alleine und mit Sozia, egal ob Autobahn oder Landstraße. Allerdings habe ich bisher auch keine anderen Motorräder nachts bewegt und auch kein Auto mit LED. Deshalb frage ich mich ob das noch so einen großen Unterschied ausmacht.
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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#5 Beitrag von Hoinzi » 20. Aug 2018 09:10

Der Unterschied zwischen einer 2011er Versys 650 und einer 2018 Tracer 900 mit LED ist massiv, in Reichweite und Helligkeit.

Noch dazu lassen sich die Scheinwerfer der Tracer getrennt für Abblend- und Fernlicht jeweils mit einem kleinen Handrädchen einstellen.

Lichttechnisch ist die Versys leider vorsintflutlich, das sollte zumindest in der Preisklasse der Kiloversys nicht mehr passieren. Das war für mich mit ein Grund, über eine Kiloversys als Nachfolger meiner 650er gar nicht ernsthaft nachzudenken.

Und das es früher noch schlechter ging, macht es jetzt irgendwie auch nicht besser... ;)

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#6 Beitrag von versyfft » 20. Aug 2018 09:28

@Tornanti: Natürlich war die Federvorspannung richtig eingestellt.

@Bayoumi: Ja ein Auto mit LED Licht lohnt sich ! Ich hatte vorher einen Golf Variant mit Nightracer H7 Birnchen drin. Beim ersten Einschalten des LED Licht im Skoda Karoq ist mir jedoch fast die Kinnlade heruntergefallen und das obwohl ich gelegentlich schon mit XENON ausgerüsteten Autos gefahren bin. Leider bin ich noch nie ein Motorrad mit LED gefahren.
Zuletzt geändert von versyfft am 20. Aug 2018 09:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#7 Beitrag von Tornanti » 20. Aug 2018 09:46

Wenn das Licht solo passt und bei Soziusbetrieb die Federvorspannung angepasst wird, kann der Scheinwerfer nicht in den Himmel scheinen. Es sein denn, der Souius wiegt 150kg und eine maximale Vorspannung kann das nicht mehr ausgleichen.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#8 Beitrag von Hoinzi » 20. Aug 2018 09:51

Tornanti hat geschrieben:Wenn das Licht solo passt und bei Soziusbetrieb die Federvorspannung angepasst wird, kann der Scheinwerfer nicht in den Himmel scheinen. Es sein denn, der Souius wiegt 150kg und eine maximale Vorspannung kann das nicht mehr ausgleichen.
Zumindest bei der 650er Versys von 2011 ist die Stufe 5 (von 7) für Fahrer von 68 kg ohne Gepäck und Sozius gedacht. Da ist nicht mehr viel Luft bei der Vorspannung, um das Gewicht eines Sozius und des Gepäcks auszugleichen...

Wie es bei der Kiloversys ist, weiß ich nun nicht.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#9 Beitrag von versyfft » 20. Aug 2018 10:18

Ich sage es ja nicht theoretisch, sondern berichte aus praktischer Erfahrung:
Bei meiner 2012er KV reicht der Vorspannungsbereich nicht aus, um das Licht mit Sozia (deutlich unter 150 kg) in der richtigen Lage zu halten.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#10 Beitrag von Tornanti » 20. Aug 2018 11:45

Hoinzi hat geschrieben:
Tornanti hat geschrieben:Wenn das Licht solo passt und bei Soziusbetrieb die Federvorspannung angepasst wird, kann der Scheinwerfer nicht in den Himmel scheinen. Es sein denn, der Souius wiegt 150kg und eine maximale Vorspannung kann das nicht mehr ausgleichen.
Zumindest bei der 650er Versys von 2011 ist die Stufe 5 (von 7) für Fahrer von 68 kg ohne Gepäck und Sozius gedacht. Da ist nicht mehr viel Luft bei der Vorspannung, um das Gewicht eines Sozius und des Gepäcks auszugleichen...

Wie es bei der Kiloversys ist, weiß ich nun nicht.
Die 1000'er hat 24 Stufen einer hydraulischen Federvorspannung. Solo fahre ich auf der 10, mit Sozia ohne großes Gepäck auf der 17. Mit Gepäck Stufe 24. Dann habe ich gemessen immer 1/3 Negativfederweg.
Allerdings bin ich bisher nachts nur solo gefahren.
Zuletzt geändert von Tornanti am 20. Aug 2018 12:37, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#11 Beitrag von Elfe trifft Kawa » 20. Aug 2018 17:36

Bei meiner 2017KV GT wurde das unmögliche Werkssetup nebst Lampeneinstellung für Soziusbetrieb vom freundlichen korrigiert. Ausleuchtung mittels Standardlampe und Zusatzlamperl geht voll i.O.
Zuletzt geändert von Elfe trifft Kawa am 20. Aug 2018 17:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#12 Beitrag von tom-ohv » 23. Aug 2018 10:39

Das Licht bei meinem Moped vor der Versys (MT-09) war nun wirklich deutlich besser und auch beim Moped von meinem Bruder (1000SX) zeigt Kawa das sie es können. Hab meine Versys ja noch so lange und dementsprechend auch noch nicht viel Erfahrung mit Fahrten bei Dunkelheit.
Bei z.B. den Leuchtmitteln von Philips soll die Haltbarkeit nicht so dolle sein oder hat sich das mittlerweile geändert?
Ansonsten denke ich auch über eine Nachrüstung der LED-Zusatzscheinwerfer von Kawa nach.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#13 Beitrag von Tornanti » 23. Aug 2018 13:45

Im Datenblatt der Philips X-Treme Vision 130% H7 steht etwas von 450h. Ich hatte diese Glühlampe in meinem alten Motorrad mindestens 3 Jahre drin, bis ich es verkauft habe.
In meinem alten Audi A4 haben diese Birnen manchmal nur 6 Monate gehalten. Die unterschiedliche Lebensdauer ist auch abhängig davon, ob Spannungsspitzen im Bordnetz auftreten.
Bei Kawasaki gibt es kein wahrnehmbaren Helligkeitsunterschiede, ob die Maschine im Leerlauf läuft oder mit deutlich höhrere Drehzahlen.
Lieber gute Sicht und 1x mehr die Lampe wechseln, als ein kaputtes Knie, wenn man man bei Nacht nichts gesehen hat.

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Re: Qualität Abblend- und Fernlicht

#14 Beitrag von Hoinzi » 23. Aug 2018 14:31

Tornanti hat geschrieben: Lieber gute Sicht und 1x mehr die Lampe wechseln, als ein kaputtes Knie, wenn man man bei Nacht nichts gesehen hat.
Grundsätzlich natürlich völlig richtig. Ist halt blöd, wenn Leuchtmittel nicht so einfach gewechselt werden können. Da steht man vermutlich gerade im Dunkeln mit defektem Abblendlicht. Den Fernscheinwerfer runterdrehen geht auch nur dann, wenn man das passende Werkzeug dabei hat.

Bei meiner Versys war der Wechsel zwar grundsätzlich ohne Werkzeug möglich, aber auch extrem fummelig, zum einen weil da einfach sehr wenig Platz war, zum anderen weil der Stecker derart fest auf den Birnen saß, dass man den ohne Werkzeug fast nicht abgezogen bekam...

Im Stockfinsteren praktisch nicht zu machen.
Zuletzt geändert von Hoinzi am 23. Aug 2018 14:31, insgesamt 1-mal geändert.

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