Ventilspiel

Alles um Motor, Getriebe, Antrieb, Kabel, Elektrik und Leistung der Kawasaki Versys 1000
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kautabbak

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Ventilspiel

#1 Beitrag von kautabbak » 18. Feb 2021 20:40

Moin,
ich habe Anfang März meine ca. 80tKm Inspektion, da bekommt das Schätzchen mal wieder ein rundum sorglos Paket vom Fachmann.

Dabei wir dann auch der 2. Ventilservice gemacht.
Jetzt gibt es Meinungen, dass wenn der 2. Ventilservice gemacht ist, sich an den Ventilen eigentlich nix mehr tut.

Ist das so?

Ich kann mir das kaum vorstellen, da die ja weiter in ihrer Funktion beansprucht werden und damit der Verschleiß, meinem Verständnis nach, weiter voranschreitet.
Oder geben die irgendwann nicht mehr nach?

Fachleute vor ;)

Danke
Besten Gruß
David


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awv99
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Re: Ventilspiel

#2 Beitrag von awv99 » 18. Feb 2021 22:00

Ohne dass ich es jetzt " wissenschaftlich" begründen könnte.....
oder mich gar Fachmann nennen dürfte ....

Das Ventilspiel bei den gängigen Mopeds
wird durch das "einschlagen" / sich setzen der Ventile in den Ventilsitz geringer.

Das ist natürlich ab einem Grenzwert ziemlich doof, da man es ja nicht hört ,
und besonders das Auslassventil durch die zu geringe Öffnungszeit extrem heiss wird, bis zum drohenden Exitus....

Aber ...
Es ist die Frage ob dieser Prozess des "sich setzens" kontinuierlich voran schreitet...??????

Ich meine eher nicht.... :think:

Bei einem Motor mit hohem KM Stand dürfte sich da imho nicht mehr viel verändern.

Normale Nutzung vorausgesetzt.

Zumindest ist das meine
Erfahrung/Meinung / Methode mit der ich mir einbilde in den letzten paar Dekaden etwS Geld für Wartung gespart zu haben.

Meine Griso
(als altehrwürdige luftgekühlte 2 Ventilerin mit nicht obenliegender Nockenwelle und Kipphebeln )
hat jetzt nach ca. 15.000 km seit der letzten Kontrolle
aufgrund eines Schrauberlust- Anfalls :-) von mir
mal eine grosse Inspektion bekommen
Ergebnis:
Keins der Ventilspiele war zu stramm.
Gesamtlaufleistung ca. 30.000 km.
Vorgabe von moto guzzi : alle 10.000 km kontrollieren.

Meine altehrwürdige Fireblade
(Honda Vorgaben alle 24.000 km) hat bisher einmal bei knapp 30.000 km eine Kontrolle u. Einstellung des Ventilspiels bekommen. Jetzt hat sie ca. 80.000 km drauf. Ich gebe zu, dass ich schonmal darüber nachdenke Geld in die Hand zu nehmen... und es machen zu lassen....



Kawasaki schreibt imho bei der Kiloversys ein Intervall von gut 40.000 im vor.

Da kann man bei 80.000 sicher drüber nachdenken, ob man es nochmal kontrollieren lässt...
Die Frage ist ja auch..
Wielange willst Du sie noch fahren was willst Du "noch" investieren.

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Re: Ventilspiel

#3 Beitrag von Roxin » 18. Feb 2021 22:33

Hallo,
kurze Ergänzung.
Das setzen / einschlagen des Ventilsitz führt zu größeren Ventilspiel.
Die Abnutzung an Ventilstößel führt zu kleineren Ventilspiel.
Bei zu großen Ventilspiel verbrennen die Ventile, bei zu kleinem hast du weniger Leistung.

Die Abnutzung kann man heutzutage praktisch vernachlässigen.
Interessant finde ich, das unser neues Auto mit zu kleinem Ventilspiel ausgeliefert wurde. Man hat vermutlich das Setzen der Ventile damit berücksichtigt.

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Re: Ventilspiel

#4 Beitrag von Sorein » 18. Feb 2021 22:58

Roxin hat geschrieben:
18. Feb 2021 22:33
Hallo,
kurze Ergänzung.
Das setzen / einschlagen des Ventilsitz führt zu größeren Ventilspiel.
Die Abnutzung an Ventilstößel führt zu kleineren Ventilspiel.
Bei zu großen Ventilspiel verbrennen die Ventile, bei zu kleinem hast du weniger Leistung.

Die Abnutzung kann man heutzutage praktisch vernachlässigen.
Interessant finde ich, das unser neues Auto mit zu kleinem Ventilspiel ausgeliefert wurde. Man hat vermutlich das Setzen der Ventile damit berücksichtigt.
Sorry :think: Da bin ich etwas anderer Meinung! :pfeif:
So hab ich das mal gelernt:
das Ventilspiel verstellt sich im allgemeinen nicht durch Verschleiß am Tassenstößel / Nocke sondern durch Einschlagen der Ventile / Ventilsitz. ... Und das Wichtigste: das Ventil wandert durch das Einschlagen auf die Nocke zu, d.h. das Spiel wird kleiner (dort wo du es einstellst!) Die Ventilöffnung im Brennraum wird grösser (der Spalt)!
Moderne Motoren mit gehärteten Ventilsitzen und Ventiltellern, schlagen sich aber so gut wie nicht mehr ein. Das Ventilspiel verändert sich daher kaum noch, vor Allem bei DOHC Motoren.

Reiner
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Re: Ventilspiel

#5 Beitrag von awv99 » 18. Feb 2021 23:28

Roxin hat geschrieben:
18. Feb 2021 22:33
Hallo,
kurze Ergänzung.
Das setzen / einschlagen des Ventilsitz führt zu größeren Ventilspiel.
Die Abnutzung an Ventilstößel führt zu kleineren Ventilspiel.
Bei zu großen Ventilspiel verbrennen die Ventile, bei zu kleinem hast du weniger Leistung.

Das ist imho 3mal falsch.

Durch das "einschlagen" verringert sich das Ventilspiel.

Die Ventile "verbrennen" bei zu geringem Spiel.

Bei zu grossen Ventilspiel verringert sich die Leistung.

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Re: Ventilspiel

#6 Beitrag von Luzifear » 19. Feb 2021 06:34

Tach,
awv99 hat geschrieben:
18. Feb 2021 23:28
Durch das "einschlagen" verringert sich das Ventilspiel.
Stößel und Nocke nähern sich an. :]
awv99 hat geschrieben:
18. Feb 2021 23:28
Die Ventile "verbrennen" bei zu geringem Spiel.
Das Ventil steht dauerhaft offen, auch wenn nur minimal, der Teller kann die Energie nicht mehr am Sitz abgeben,
wird zu heiß und stirbt den Hitzetod. :]
awv99 hat geschrieben:
18. Feb 2021 23:28
Bei zu grossen Ventilspiel verringert sich die Leistung.
Das Ventil steht nicht lang genug offen, um den Brennraum mit ausreichend Gemisch zu füllen. :]

Servus, die Luzi
Ich bin der, vor dem dich deine Eltern immer gewarnt haben. :lol:

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kautabbak

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Re: Ventilspiel

#7 Beitrag von kautabbak » 19. Feb 2021 15:29

Okay, nachdem das grds. geklärt ist (dafür erstmal vielen Dank! :thx: ):

1. Ich werde den 80tkm-Ventilservice machen lassen ✔️
2. Ich könnte mir vorstellen, dass ich die KV auch noch bei 120tkm habe ✔️
3. Zurück zu meiner Ausgangsfrage, die ja spätestens bei erreichen zu 2. wieder auftaucht ‼️

-> ist ein weiteres "einschlagen" der Ventile (wenn es "einschlagen" überhaupt noch gibt) zu erwarten oder kann ich mir das in ca. 2 Jahren bei 120tkm sparen❓

Zusatzfrage:
Wenn ich künftig gebrauchte Mopeds kaufe;
es war mir bis jetzt immer wichtig, ob die Ventile bei entsprechender km Leistung kontrolliert wurden, da das ja eine teure oder motorschädigende und noch teurere Angelegenheit sein kann.
Ist das überhaupt noch notwendig? :?
Besten Gruß
David


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Re: Ventilspiel

#8 Beitrag von je0605 » 19. Feb 2021 16:04

Dann bin ich einmal gespannt, ob sich etwas verändert hat.
In zwei/drei Jahren ist es dann bei mir soweit....
Gruß Bonsai
_______________________

Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen 8-)

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Re: Ventilspiel

#9 Beitrag von frieda » 19. Feb 2021 16:13

Verschleiß ist normalerweise abhängig von Betriebsstunden und von der Höhe der Belastung in der Betriebszeit ,

also nicht fix !!!!! Dauerhaft, oder im Kalten oft hohe Drehzahl fördern den Verschleiß, das Ventilspiel wird kleiner !! :eek:

Deshalb geben die Hersteller die Empfehlung " VENTILSPIEL PRÜFEN;........ GEGEBENENFALLS EINSTELLEN " !!!!!

Heiß auf deutsch : " Es kann sich verstellen, muß aber nicht "

Zu kleines Ventielspiel am Auslassventil kann das AUS für einen Motor bedeuten. PRÜFEN nach Vorgabe macht als also Sinn !!!

Ist das Spiel beim Prüfen i.O., ist das aufwendige Einstellen beim DOHC- Motor ( Nockenwellen müßen evt. raus ) überflüssig.

Ich mußte bis jetzt fast immer bei Kipphebel gesteuerten Motoren den Auslassventilen mehr Spiel geben,

weil der Vorbesitzer zu geizig war und das Motorleben riskiert hat. :wall:
:pfeif:

Werkstätten die Prüfen, feststellen Ventilspiel i.O., deshalb auch nicht die Nockenwellen gleich rausreißen,

aber volle Einstellarbeiten berechnen,..... soll es auch geben. :pfeif:

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Re: Ventilspiel

#10 Beitrag von awv99 » 20. Feb 2021 10:13

Die interessante Frage ist ja

Nimmt das sich eventuelle "Setzen" der Ventile
und damit die Veringerung des Ventilspiels

mit zunehmender und hoher Laufleistung des Motors ab..???

Ich glaube ... "ja"

Wie sind die anderen Meinungen..??

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Re: Ventilspiel

#11 Beitrag von frieda » 20. Feb 2021 10:50

@ awv99

Meine Erfahrung, ja :] Die Materialien der Ventilsitze sind bei modernen Motoren gegenüber früher schon fantastisch. :roll:

Beispiel BMW 2-Ventiler , alle 10000km Kontrolle und einstellen, bei hohem Autobahnanteil öfter, später mit

Erfahrungswerten und mehr Laufleistung nur noch alle 20000km. Auf 240000 km fast ohne Ölverbrauch

2x Kopf überholt sprich Ventilsitze und Führungen erneuert.

Dagegen war der Versysmotor wie Weihnachten, auf 104000 km 2x einstellen, allerdings Kawa Werkstatt,

ob es wirklich nötig war steht in den Sternen, siehe letzter Beitrag : Werkstätten. :devil:

Nur ma eben schnell selbermachen is nich, aber Kontrolle geht und sollte alle 40000km

auch gemacht werden, meine Meinung.

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Re: Ventilspiel

#12 Beitrag von tanni60 » 20. Feb 2021 15:59

spannende Frage .....

wenn du die je wieder verkaufen möchtest, mußt du es machen. Aber will man das ?

Wie lange willst du diesen Motor noch fahren ?

Ich kann mir nicht vorstellen, daß da noch viel passiert (meine persönliche "Experten" Meinung ), und gegen einen kapitalen Ventilbruch hilft das auch nicht.
NSU Quickly, Heinkel Tourist, BMW 75/5, Yamaha TDM, BMW F800R, Kilo Versys , Yamaha XSR900

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Re: Ventilspiel

#13 Beitrag von snap-on » 20. Feb 2021 18:48

Wenn man einen 2V-Boxer zwei Stunden auf der BAB richtig tritt, tendiert das Ventilspiel gegen null.

Die Kisten sind das Beispiel für Ventilsitze die sich in die Köpfe einschlagen (nicht Ventile, die sich in die Sitze einschlagen).



Ventile, bei denen der Teller nach unten klappt waren früher eine Spezialität von Kawasaki, hat man gemerkt, wenn mit den dünnsten lieferbaren Shims das Spiel immer noch zu klein war.
GPZs, ZXR 750 etc. waren betroffen.


Ein Auslaßventil ist im Betrieb glühend, bei absolut harter Fahrweise kann diese Form des Verschleißes immer noch möglich sein.

Die SP-1 mit Rennstreckenkilometern, die ich herrichte, hatte z.B. bei 18.000km zu kleines Ventilspiel. Die wurde halt hergenommen.



Man kann Ventilspielkontrollen nicht durch noch so lange Diskussionen in Foren ersetzen.


Man kann es lassen, wenn man zu geizig ist, und hoffen, dass es gut geht - oder man kann es machen (lassen).

Nach meinen Erfahrungen gibt es immer wieder Überraschungen.

Zum Beispiel eine vierzylindrige CB-1 von Honda.

Beste Werkstoffe, beste Verarbeitung, extrem leichte Bauteile, der Stammtisch würde zustimmen, dass da Verschleiß extrem unwahrscheinlich ist.
Tatsächlich waren bei 24tkm 15 von 16 Ventilen zu eng - was mich sehr überrascht hat.

Aber ich war davor schon der Meinung, eher auf Wartungspläne der Hersteller als auf Kaffeesatzleser am Biertisch zu vertrauen.

Theoretische Überlegungen sind also kein Ersatz für Nachschauen.

Die Praxis zeigt immer wieder, dass es nicht vorhersehbar ist, ob Einstellbedaf besteht.

Zuweilen findet man sogar einen wilden Mix von zu eng und zu locker.

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Re: Ventilspiel

#14 Beitrag von awv99 » 20. Feb 2021 21:21

Man kann natürlich dabei überlegen ,
um welchen Motor und
um welche Nutzung es geht.... :think:

Die gute (damals geniale )NC27 (CB1) hat mit ihren offen 55 bis 60 Ps aus 400 cm 4 zylindern unglaublich Spass gemacht, ==> wenn man Feuer gab !!! 8-)

D.h. der Drehzahlbegrenzer bei 14.000 kam des öfteren zum Einsatz ! :-)
(Hatte Ende der 90er mal eine und hab das phantastische Geheule ab ca. 10.000 rpm noch in sehr guter Erinnerung)

D.h. engagiert gefahren ( für knapp 60 Ps) ist der kleine 4 Zylinder mit seinem Zahnradgesteuertem Nockenwellen eigentlich immer jenseits der 10.000 rpm bewegt worden und da fühlte er sich auch völlig unangestrent sehr wohl und bedankte sich mit etwas
;) Grand Prix Feeling für Arme und einem genialem Sound

Er lief/läuft oft ( bis permanent ) mit hohen bis höchsten Drehzahlen.
( Auser in Fahrschulen und in Drosselversion für Einsteiger)

Eine Honda sc45 (VTR 1000SP1) im häufigem Renntraingsbetrieb bekommt natürlich auch immer ordentlich Feuer.

Ein alter bmw 2ventil Boxer (r75/80/90/100) aus den 70er und 80er Jahren kommt gefühlt dagegen noch aus der Zeit als alles aus Holz war.... :-)
Da wurden die Ventile auf dem Campingplatz bei einer Flasche Bier abends vor Zelt eingestellt.
Das war normal und gehörte dazu... :-)


Will sagen imho unterliegt
ein (relativ) Drehmomentstarker nicht auf hohe Drehzahlen abgestimmter moderner wassergekühlter Motor wie der Z1000 Motor in der Kiloversys ganz anderen Belastungen als auf Höchstdrehzahlen abgestimmte Aggregate oder im Rennstrecken Betrieb bewegte.

Und er ist technisch und materialmässig auch nicht mit alten luftgekühlten 2 Ventil Boxern oder den alten luftgekühlten 2 Ventilern aus den seligen grünen z900/1000/1100 Eddie Lawson :respekt: Gedächnis- Zeiten vergleichbar....


Das man das Ventilspiel anfangs ( also beim ersten vom Hersteller angegebenen Intervall ) mal kontrolliert ist selbstverständlich.

Die Frage ist,
ob man es später noch so häufig kontrolliert / kontrollieren lässt...??

Also bei Honda i. d. Regel alle 24.000 km
Bei Kawasaki früherer Generationen ( z.B. wassergekühlte zrx ) alle 12 000
Bei modernen Kawasak 4 Zyl ( wie z1050 ) alle 40.000 km.
Bei BMW wcBoxern alle 20.000 km
Bei Guzzi alle 10.000 ..
usw....

Natürlich ist alle Theorie grau,
aber ich finde es trotzdem interessant mal
Erfahrungen/Meinungen dazu zu hören...

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