Kawasaki Versys 1000 vs Honda Africa Twin 1000 Schalter

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karokoenig
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Kawasaki Versys 1000 vs Honda Africa Twin 1000 Schalter

#1 Beitrag von karokoenig » 13. Okt 2021 14:22

Hallo zusammen,

nach 3 Jahren Honda Africa Twin 1000 Schalter (damals neu gekauft) habe ich im Juli diese verkauft und mir eine gebrauchte Kawasaki Versys 1000 Baujahr 2017 mit 11.000 km zugelegt. Ich habe bisher den Tausch nicht bereut, und schilde Euch gerne mal meine Eindrücke dieser beiden Mopeds, die doch in der gleichen Preisklasse angesiedelt sind. Diese Eindrücke sind zum größten Teil rein emotional, aber nach 3 Jahren und 15.000 km mit der Honda im Alltag bestätigt, bei der Kawa bin ich noch am herantasten. Außerdem gibt es über beide Motorräder sehr viel Testberichte von Testern, die bedeutend besser fahren bzw. Erfahrungen haben als ich. Trotzdem gleich zu Beginn: Die Honda Africa Twin 1000 hat damals nicht um-sonst sehr viele Test gewonnen bzw. war unter den ersten zwei im Ranking. Das Motorrad ist sehr gut, jedoch für meine Einsatzzwecke nicht das richtige Konzept. Somit meinerseits ein klassischer Fehlkauf. Tolles Moped, aber nix für mich. Ich fahre 99,5 % aller km auf befestigten Straßen / Wege. Ins Gelände fahre ich nie, und ehrlicherweise kann ich das auch nicht. Außerdem gäbe es für Gelände viel bessere Mopeds, Honda hatte damals eine wunderschöne 250er raus gebracht. Deshalb habe ich mich entschlossen, die Honda 1000 wieder zu verkaufen. Da ich mittlerweile sehr viel km zu zweit fahre (ca. 80 %), keine Kurzstrecken mehr fahre (nur noch längere Tagestouren bzw. Urlaubstouren) und ich das Vorhandensein von 1.000 ccm sehr genieße, habe ich mich mal für eine Versys 1000 entschieden.
Bei der nachfolgenden Bewertung möchte ich in Summe immer 100 Punkte vergebe, d.h. sind beide Motorräder gleich oder sehr ähnlich, dann 50:50. Ist ein Motorrad merklich besser als das andere Motorrad, dann z.B. 70:30 oder 80:20. In Summe also immer 100 Punkte. Ich finde das besser als die Bewertungstabelle von „Motorrad“, da fehlt mir oft die ehrliche Unterscheidung / Bewertung der beiden Modelle.
Optik / Moped anschauen, noch nicht fahren: Bewertung Kawa 50 : Honda 50
Beide Motorräder sehen auf den ersten Blick sauber verarbeitet aus, Edelstahlauspuff, Schwinge und andere Details sind sauber gelöst. Bei der Honda machen selbstverständlich die goldenen Speichenfelgen und die Trikolore Lackierung mächtig was her. Außerdem ist der Motorschutz der Honda aus Alu, kein so ein Plastikteile wie bei der Versys. Dafür kann man bei der Versys die Scheibe in der Höhe verstellen, bei der Honda ging das nicht. Die Ladebuchse der Versys links vom Tacho gefällt mir auch sehr gut. Einfache aber sehr saubere Lösung.
Aufsitzen: Bewertung Kawa 50 : Honda 50
Die Honda ist schon recht hoch. Ich bin 180 cm groß und schlank. Bei mittlerer Höhe der Sitzbank komme ich bei der Honda gut mit beiden Füßen auf den Boden. Allerdings ist es mit einige Male passiert, dass ich in den Alpen in Serpentinen bzw. abschüssigen Wegen auf einer Seite keinen „Boden unter den Füßen“ gehabt habe. War echt brenzlig. Moped, Frau, Gepäck und ich selbst sind gleich mal 420 kg. Die Sitzbank in niedriger Ausführung zu bestellen macht bei einer Reisemaschine wenig Sinn, der Kniewinkel wird zu eng. Die niedrige Sitzfläche ist außerdem quasi ungepolstert und extrem hart. Der Sitzkomfort der Kawa ist schon toll, rein optisch erinnert die Sitzbank an die alten Tourer der 90 er Jahre. Sitzhöhe bei Kawa für mich genau richtig. Höhe der Sitzbank / Schnittbogen / Kniewinkel wie extra für mich ver-messen. Die Honda ist ca. 20 kg leichter, aber die Kawa lässt sich um Welten leichter auf den Hauptständer aufbocken. Die Honda hatte aber auch eine extreme Bodenfreiheit und dadurch einen sehr langen Hauptständer. Der lange Hauptständer der Honda bedingt einen ungünstigen Hebel. Ich kenne kein Motorrad, dass 250 kg wiegt und sich so leicht aufbocken lässt wie die Versys 1000. Das haben die super hinbekommen. Höhe und Breite des Lenkers bei beiden top gelöst.
Bremsen: Bewertung Kawa 40 : Honda 60
Die Leistung der Bremse vorne ist bei beiden Motorrädern meiner Meinung nach sehr gut. Allerdings bin ich mit der Hinterradbremse der Kawa überhaupt nicht zufrieden. Ich konnte mit der Honda bergab mit der Hinterradbremse bei zwei Personen locker die Geschwindigkeit verringern. Mit der Kawa habe ich die gleiche Bremsleistung lediglich auf der Geraden wenn ich solo fahre. Die hinteren Bremsbeläge und die Scheibe habe ich schon entfettet, allerdings ohne den erhofften Erfolg. Werde mich mal im Winter der Sache annehmen. Über die Funktion des ABS kann ich nichts / wenig aussagen, für solche Test sind die Profis von „Motorrad“ o.a. gefragt (Stichwort: Reibsprung / Zebrastreifen). Beide Maschinen haben schon bei sehr kaltem Wetter und nassem Straßenbelag „hinten“ geöffnet, „vorne“ hatte ich noch kein be-wusstes Öffnen der Bremse. Ich fahre regelmäßig in den Alpen, da ist es morgens im Schatten oft nur so um die 5-6 Grad und noch feucht von der Nacht / Nebel.
Reifenauswahl / Felgengröße: ohne Bewertung
Da die Kawa ein Standartfahrwerk mit 17 / 17 Zoll Räder hat, ist die Auswahl bei Kawa extrem vielfältig. Da findet jeder was er braucht oder will (Tests werden jährlich in Fachzeitschriften und im Netz veröffentlicht). Die Honda hatte ein 21 / 18 Fahrwerk. Alleine das 18 Zoll Hinterrad schränkt die Auswahl vor Ort sehr ein. Da muss man rechtzeitig planen. Im Pannenfall wird halt montiert, was vorrätig ist. Die Honda hat noch Schläuche, was die Sache unter Um-ständen erleichtert oder erschwert, je nach dem. Auf jeden Fall wird der Reifenwechsel teurer, da Honda den Wechsel der Schläuche empfiehlt. Ich hatte auf der Honda zuletzt den Pirelli Scorpion Trail 2 drauf und war sehr zufrieden. Mein Nachbar hatte auf der KTM (eben-falls 21 / 18 Zoll) ebenfalls den Pirelli drauf und war sehr enttäuscht. Er fährt jetzt den Conti Trail Attac und jetzt passt es für ihn wieder. Seltsam, zwei sehr ähnliche Mopeds, zwei unter-schiedliche Meinungen, ich denke es liegt an den Fahrern. Ich bewege mich eigentlich nie in dem Bereich, in dem die heutigen modernen Reifen an ihre Grenzen kommen. Da ich aber viel zu zweit und mit Gepäck fahre, lege ich Wert auf eine stabile Karkasse hinten.
Fahrwerk: Bewertung Kawa 50 : Honda 50
Beide Fahrwerke lassen sich leicht und bequem einstellen, bei beiden Federbeinen würde ich mir ab eine ca. 10-15 % härte Feder wünschen. Ich fahre mit Frau und Gepäck mit zu viel negativem Federweg. Dadurch liegt das Moped hinten sehr tief, vorne bekomme ich dadurch eine Geometrie in Richtung Chopper. Ich den Bergen sehr unangenehm. Vor allem in engen und sehr langsamen Serpentinen wird das Fahrverhalten unangenehm. Vielleicht kaufe ich mir für die Kawa ein angepasstes Wilbers-Federbein. Kostet nicht viel, und man hört eigentlich nur gutes darüber. Das Fahrwerk der Honda wurde in den Tests immer sehr gelobt, allerdings sind über 200 mm Federweg vorne anfänglich schon gewöhnungsbedürftig. Im Gelände bestimmt super, beim Anbremsen in den Bergen aber eher unangenehm. Da gefällt mir die Kawa schon besser. Aber ich will nicht ungerecht sein, die Honda ist eine super Reiseenduro, die Kawa ein super Reisetourer. Bei Solofahrten war ich mit beiden Mopeds sehr zufrieden. In langen schnellen Kurven liegt die Kawa aber klar besser. Da ich nie über 180 km/h fahre, ist Pendeln bei beiden Maschinen kein Thema bisher gewesen. Wichtig immer bei allen Motorrädern: Luftdruck und Federbein sauber einstellen.
Motor: Bewertung Kawa 60 : Honda 40
Ich habe zuletzt 3 mal Zweizylinder gefahren. Mit jeweils 85, 90 und zuletzt 95 PS. Am besten hat mir meine Yamaha TDM 850 (Achtung: TX 4 Modell) gefallen. Sicherlich nicht die kräftigste, aber sehr harmonisch, einfach was fürs Herz und die Seele, und ihrer Zeit um 20 Jahre voraus. Den Honda Reihenmotor haben die jap. Ingenieure mittels 270 Grad Kurbelwelle auf V-Motor getrimmt. Warum nur ??? Wenn ich einen V-Motor mit 1000 ccm will, kaufe ich mir eine Suzi V-Strom 1000. Die ist der Honda in Preis, Leistung, Gewicht und Einsatzbestimmung sehr ähnlich. Ich fand den Honda Motor soweit ok, aber bei Bergauffahrten um die 5.000 U/min doch sehr rau. Leistung bergauf mit zwei Personen bei Honda ab 3.000 U/min genug vorhanden. Der Kawa Motor ist aber einfach der Hammer. Schon der Klang, egal ob 3.000 oder 5.000 bzw. 7.000 U/min. Faszinierend, 4 Zylinder eben. Und erst die Laufkultur. Bergauf ab 3.000 U/min immer satt Leistung, ab 4.000 U/min die reine Freude. Leise und oh-ne Anstrengung durch die Berge. So soll es sein. Absolut stressfrei. Die Mehrleistung der Ka-a von 25 PS „oben herum“ benötige ich eigentlich nicht, da ich sehr selten in diesem Drehzahlbereich unterwegs bin. Ich fahre viel in Österreich und Italien in den Bergen, da braucht es eher Drehmoment in der „Mitte“ als Leistung „Oben“. Der Benzinverbrauch liegt bei Auslastung mit zwei Personen und Gepäck im Schnitt jeweils 5-5 ½ Liter je 100 km, allerdings nach Anzeige, nicht exakt nachgemessen. Meine Yamaha TDM 850 mit 85 PS lag auch bei 5 Liter, meine BMW F 800 mit 90 PS knapp darunter (ca. ½ Liter weniger). Der Rotax Motor der BMW 800 Serie ist bekannterweise der sparsamste Motor in dieser Klasse.
Alltag: Ohne Bewertung, da teilweise auch Ansichtssache bzw. unterschiedliche Gewichtung
Besser gemacht bei Honda: Kettenspannung mit Hauptständer war total gut zugänglich und einfach zu machen. Bei der Kawa verdeckt der Auspuff die Hinterradschraube und Kettenspanner. Die Bordcomputer Bedienung war besser. Das Licht war hervorragend (LED). Die Betriebstemperaturanzeige war logischer programmiert bzw. Fühler besser platziert. Die Tankanzeige war bei der Honda sehr genau, bei der Kawa geht die ersten 50 % gar nix, zum Ende hin verschwinden die Balken schneller als einem lieb ist.
Besser gemacht bei Kawa: Schauglas fürs Motoröl (Honda hat Peilstab plus Trockensumpf, Ölstandprüfung eine mittlere Katastrophe). Die Batterie direkt unter der Sitzbank ist sehr gut zugänglich (bei Honda hinter dem Motor in einem Batteriekasten sehr schwer zugänglich verbaut). Das H4 Licht ist zwar schlechter als das LED Licht der Honda, bei Honda kostet allerdings der LED Scheinwerfer über 1.000 Euro (falls dieser mal kaputt geht),
Gleich gut gemacht: So Dinge wie Spiegel, Schalter etc. sind jeweils guter jap. Standard und aufgrund der gleichen Preisklasse ähnlich wertig.
Zubehörkoffer: Bewertung Kawa 40 : Honda 60 (ich hatte beide Werks-Koffersysteme)
Beide Koffersysteme werden ohne externe Kofferhalter am Moped befestigt. Das spart 3 kg Gewicht und sieht gut aus wenn man ohne Koffer fährt. Beide Koffersysteme finde ich persönlich zu teuer. Für knapp 1.000 Euro bekomme ich auf dem Markt bessere Lösungen, selbst wenn ich noch den Kofferträger hinzuaddiere. Bei meiner BMW und der Yamaha hatte ich Hepco Becker bzw. Givi Koffer. Die beiden Fremdanbieter bieten bessere Qualität zum günstigeren Preis. Vor allem die Scharniere finde ich bei Honda und Kawa unterdimensioniert. Meine Hepco Becker Koffer konnte ich auch mal als Sitz verwenden, die Werkskoffer würde ich niemals für derartiges einsetzen. Die Honda Koffer hatten 30 / 40 Liter (asymmetrisch) und waren recht gut zu nutzen, allerdings standen sie nicht, man musste sie legen. Die Kawa Koffer sind mit jeweils 30 Liter recht klein für ein derartig großes Moped. Die Form der Kawa Koffer finde ich optisch super, zum Beladen / Nutzung aber eher unpraktisch. Beide serien-mäßigen Heckgepäckträger eignen sich hervorragend zur Montage eines Topcases bzw. einer wasserdichten Tasche / Rolle.

Abschließend nochmals: Die Honda Africa Twin 1000 hat nicht umsonst so gute Testergebnisse eingefahren. Für Motorradfahrer, die eine gute Reiseenduro in der 100 PS-Klasse suchen, sicherlich die erste Wahl, vor allem, wenn regelmäßig Schotterweg unter den Reifen sind. Für mich, der aber einen reinen Reisetourer benötigt, war die Honda ein Fehlkauf, der mir zwar viel Freude bereitet hat, aber letztlich doch wieder weg musste. Zu mir und meinen Bedürfnissen passt die Kawa einfach besser. Vielleicht ist ja auch einer unter Euch, der es genau umgekehrt erlebt hat. Der mit der Versys 1000 nicht richtig zufrieden war, getauscht hat und jetzt ebenfalls total happy ist. Haut rein in die Tasten.

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Re: Kawasaki Versys 1000 vs Honda Africa Twin 1000 Schalter

#2 Beitrag von klausi1965 » 13. Okt 2021 15:48

:clap: super Erfahrungsbericht. Kann dem im wesentlichen nur zustimmen. In Summe bekommt Mann/Frau bei der Kawa meiner Meinung mehr fürs Geld. Habe dieses Jahr nach 30 Jahren Moped fahren gesundheitlich aussetzen müssen und im Frühjahr meine K1600GT Sport verkauft und stehe deshalb nächstes Jahr wieder vorm Neukauf. Das nächste Moped muss leichter werden, die BMW war mit 6 Zylinden und 348kg leer schon ein Brocken :-) Die Honda habe ich schon probegefahren als DCT, die Kawa steht noch aus. Ich denke aber rein nach den Werten schlägt das Pendel zur Versys 1000SE. Fahre immer zu zweit, da zählt Laufruhe und Drehmoment und Sitzkomfort für beide. Da wir beide in Summe über 220KG auf die Waage bringen, ist auch Zuladung ein Thema:-).

Bin auf Probefahrt nächstes Jahr gespannt.

Beste Grüße

Klaus

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Re: Kawasaki Versys 1000 vs Honda Africa Twin 1000 Schalter

#3 Beitrag von Tornanti » 13. Okt 2021 17:49

Kleine Anmerkungen meinerseits:
Viele Leute rüsten die Kawa hinten auf Brembo- oder EBC-Bremsbeläge um, um mehr Bremswirkung zu erzielen.
Die Kawa hat H7-Lampen, nicht H4.
Die Kawa-Originalkoffer haben sogar nur jeweils 28l Volumen. 40l wäre locker drin gewesen, wenn die Koffen weiter nach innen zum Reifen hin reinreichen würden. Auch der konkave Knick hinten kostet Volumen, freut nur den Designer.
Das Handrad für die Verstellung der hinteren Federvorspannung ist bei der Kawa ungünstig platziert. Ich verletzte mir immer die Handknöchel am Rahmen, wenn man dran drehen muss. Mit dünnen Handschuhen geht es unfallfrei. Das hat Suzuki an der V-Strom 650 besser gelöst. Bei den neuen Kawa's alles auf Knopfdruck. Ist natürlich das Non plus ultra.
Zuletzt geändert von Tornanti am 13. Okt 2021 17:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kawasaki Versys 1000 vs Honda Africa Twin 1000 Schalter

#4 Beitrag von klausi1965 » 13. Okt 2021 17:51

Die aktuelle Kawa hat zum Glück jetzt auch LED 👍. Die Koffer sind für mich auch nen Witz. Bekomme mit Mühe nen Schubert Jethelm rein. Da überlege ich schon, dann auf Zubehör Koffer von Hepco Becker zu gehen 🤔

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Bügelfrei
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Re: Kawasaki Versys 1000 vs Honda Africa Twin 1000 Schalter

#5 Beitrag von Bügelfrei » 13. Okt 2021 18:47

klausi1965 hat geschrieben:
13. Okt 2021 17:51
Die aktuelle Kawa hat zum Glück jetzt auch LED 👍. Die Koffer sind für mich auch nen Witz. Bekomme mit Mühe nen Schubert Jethelm rein. Da überlege ich schon, dann auf Zubehör Koffer von Hepco Becker zu gehen 🤔
Ich HABE die Hepco-Koffer, liebe sie und sie sind eigentlich auch immer montiert. Stabil, sehen gut aus und Toplader - man kann sie also bis Anschlag vollrümpeln ohne daß einem die Hälfte rausfliegt wenn man sie auch mal öffnet :D.
ABER in meine 30l-Version paßt kein Helm rein. Und selbst mit denen ist das Heck schon breiter als der Lenker (was mir auch gleich den ersten Kratzer beschert hat...). Für den Helm müßte es dann schon die 40l-Variante sein - aber damit ist das Heck bald so breit wie ein Auto. Von demher muß ich sagen daß Kawa das schon ganz gut hinbekommen hat Platz für einen Helm in den winzigen Seitenkoffern zu schaffen. Überlege mir daher ob ich für die Alltagsfahrten nicht lieber auf die Kawa-Koffer umsteigen sollte.

@karokoenig
Erstmal danke für den ausführlichen Bericht. Ein paar Dinge hätte ich noch anzumerken. Daß die Versys inzwischen auch auf LED umgestellt wurde (und damit zumindest mal ein gutes Abblendlicht erzeugt wird) ist ja schon gesagt worden.

Was das Aussehen betrifft: Natürlich finde ich die Versys geil, sonst hätte ich ja keine gekauft. Aber die aktuelle AT ist für meinen Geschmack das schönste Motorrad weit und breit, da kommt keine ran.

Die Hinterradbremse der Versys fand ich zu Anfang auch sehr enttäuschend. Habe aber den Eindruck daß sich diese im Laufe der paar tausend km deutlich verbessert hat. Oder eher im Laufe der Betätigungs-km? Weiß nicht...

Jetzt noch ein Wort zu den Felgen. Und ich muß dabei ausholen zu unserer Benutzungsabsicht, die wohl ziemlich gegensätzlich ist. Du hattest Dir mit der AT eine Enduro zugelegt ohne jemals "Gelände" betreten zu wollen. Ich habe mir mit der Versys eine Nicht-Enduro gekauft obwohl ich gerne mal *leichteres* Gelände fahre. Und habe das auch nicht bereut. Sprich Schotterpisten, egal wie schlecht, und neulich auf Sardinien habe ich damit problemlos auch 2 Bachläufe durchquert. Zu diesem Zweck bin ich auf 90/10er Reifen umgestiegen, den Metzeler Karoo Street - von dem ich im Prinzip auch wirklich begeistert bin.
Aber hier kommen die Felgen ins Spiel. Durch seinen Negativprofil-Anteil heult er eben auf der Straße. Fängt bei 70 an, steigert sich bis 90 auf sein Maximum und hört bei 110..120 wieder auf. Dadurch daß aber nun, dank gleicher Felgengröße, beide Reifen synchron heulen ist das Konzert im Maximum manchmal schwer zu ertragen. Beispielsweise wenn man in der Schweiz durch einen 80er-Autobahntunnel fährt :D.
Ich denke das Ganze wäre wesentlich entspannter mit unterschiedlich großen Felgen. 17/19 oder so...
Aber schon klar - was kauft man sich auch eine Versys wenn man gelegentlich mal durchs "Gelände" will...
NIE WIEDER KAWASAKI-DEUTSCHLAND

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