Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die Alpen

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blahwas
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Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die Alpen

#1 Beitrag von blahwas » 30. Okt 2012 21:07

Wie der eine oder andere von euch schon weiß, fahre ich ja eine Kawasaki Versys 650 ;) Das Modell vor 2010 hat wegen seiner schrulligen Frontdesigns auch den Spitznamen "Nasenbär". Damit war ich im Juni sehr erfolgreich in den Alpen - mit viel Spaß und ohne Schrott oder unerwünschte Fotos. Das Design der Versys 1000 ist auch nicht unumstritten, naja, mal ehrlich: Es gilt als misslungen. Die eckigen Seitenverkleidungsteile haben ihr den Spitznamen „Hamsterbacke“ eingebracht. Doch dazu später mehr.

Durch meinen Beruf sitze ich manchmal eine Woche an fremden Orten. Letzte Woche war das Venedig - gar nicht mal schlecht. Außer, wenn man ich ist. Meine Hobbies sind nämlich: Motorrad fahren (es gibt keine Straßen in Venedig), gut essen (Extreme Touriausnehming: "Die kommen ja eh nicht wieder, und die nächsten Trottel stehen auch schon Schlange, wo sollen sie auch sonst hin..."), Heavy Metal (*zirp* *zirp* *Strohbüschel rollt durchs Bild*). Was macht man also mit einem freien Tag zwischendurch? Rüüchtichh, man schaut
-auf die Karte: 50 km nördlich fangen die Alpen an!
-auf den Wetterbericht: trocken, und je nach Tageszeit, Sonne und Höhe zwischen 6 und 18 Grad.
-in Google nach einer Motorradvermietung, gibt kurz darauf wegen akuter „search engine optimization“-Verseuchung auf und schaut stattdessen
-ins schlaue Motorrad Wiki, nach einer Motorradvermietung (Artikel "Mieten", und vielleicht noch "Ausland"), schreibt ein paar englische Mails und reserviert sich ein Motorrad für einen Tag ^^
-bei motoplaner.de schnell eine schöne Route zusammenklicken

Mein Motorradvermieter war Moto Spacio in Mestre, rund 10 km von Venedig und per Bus erreichbar. Zum Preis von 90 Euro am Tag + 10 Cent pro km bekommt man wahlweise eine Kawasaki ER6n, Z750R oder Versys 1000, oder eine Suzuki V-Strom 650, alle mit Vollkasko (1300 eu Selbstbeteiligung). Die Motorräder sind alles 2012er Modelle und gut gepflegt, wie ich vor Ort sehen konnte. Die Motorradauswahl fiel mir schwer. Die ER6n wäre gut weil siie ein Naked Bike ist und ich daher Ruhe am Helm habe - Ich hasse Windgeräusche!, Die ER6n ist aber arg klein. Da täten mir schnell die Knie weh, und für die Autobahnetappe zu den Alpen wäre etwas Windschutz auch nicht schlecht. Insbesondere, weil ich meine echten Motorradsachen nicht dabei hatte, sondern statt Textilkombi nur Motorradjeans und oldschool-Lederjacke - man will ja nicht zuviel im Flieger schleppen, da lohnen sich Mehrwecksachen, die man auch auf der Straße tragen kann. Bei Stiefeln, Helm, Rückenprotektor und Handschuhen gab es aber keinen Kompromiss!

Naja, also wäre etwas Windschutz doch gut, daher ER6n raus. Z750R hat etwas Windschutz, ist aber ein Vierzylinder und auch sonst nicht sehr spannend, also raus. Versys 1000 kenne ich schon von einer Probefahrt und würde ich mir so bald wohl eh nicht kaufen, also doch lieber die V-Strom? Die ältere davon käme für mich schon als Kauffahrzeug in Frage, wenn ich von der Versys 650 mal die Schnauze voll habe und mehr mit Sozia, weniger sportlich, und mehr Langstrecken fahren würde. Und wenn man sie auf Naked umbaut, könnte sie sogar aussehen... Andererseits hat die Versys 1000 Traktionskontrolle, was schon ein Sicherheitsvorteil ist. Man will ja nicht auf einer Dienstreise einen Motorradunfall haben. Eigentlich will man ja überhaupt keinen Motorradunfall haben, und dann in Oldschool-Klamotten? Ich entscheide mich für die Versys 1000. Kostet ja auch nicht mehr.

Mit der etwas chaotischen Wegbeschreibung per Mail im Handy machte ich mich auf den Weg und fand den Laden dann auch nach 10 Minuten. Motospacio ist ein großer Motorradhändler für Suzuki, Kawasaki, und noch irgendwas. Bimotas und eine Benelli schmücken Schaufenster und Eingangsbereich, dann kommen erstmal die in Italien sehr beliebten Großroller, und dahinter all die schönen Moppeds ^^ Außerdem zwei Versys 1000 in weiß und braun. Der aufmerksame Leser hat es schon gemerkt: Nein, schöne finde ich die nicht, aber hey, ist ja nur für einen Tag, und nur wegen der Optik sage ich nicht nein. (Außerdem sieht die neue V-Strom in echt auch kacke aus! Zwar anders als die alte V-Strom, aber halt nur "anders kacke"...) Die Kiloversys misst 239 kg, 118 PS, der Z1000-Motor ist optimiert auf Durchzug, lang übersetzt, gute Bremse, gutes ABS, Traktionskontrolle. Die Scheibe ist höhenverstellbar, für mich mal wieder zwischen unten ("zu laut weil nicht tief genug") und oben ("zu laut weil nicht hoch genug").

Ein Navi hat das Ding nicht, eine Bordsteckdose auch nicht, aber ich habe mein Handy mit offline-Navi drauf (Nokia N8, auch noch brauchbarer Kamera), eine flugs ans Motorrad gepfuschte Navitasche, und neuerdings sogar so ein Solar-Lade-Akkupack mit 1 Ah, falls der Handyakku mal platt geht. Die Route habe ich am Abend vorher geplant, Zwischenziele und Abbiegehinweise auf Papier notiert und im Handy sinnige Wegpunkte als Ziele ("Favoriten") gespeichert, an denen ich mich entlang hangeln kann, wenn es mit dem "Roadbook" mal nicht so klappt.

Die Übergabe verläuft glatt. Der Chef spricht kein englisch, aber seine beiden Angestellten leidlich. Einer davon benutzt live Google Translate: Er tippt, ich gucke. Gute Idee! Meine Versys ist heute die braune, und sie hat ein großes Topcase (wie ca 90% aller Motorräder in Italien). Das freut mich, so muss ich meinen Rucksack nicht schleppen (darin schlummern Regenkombi, Wasser, und Snacks). Meine Frage, ob statt 9 bis 19 Uhr auch 9 bis 9 Uhr (24 Stunden) geht, wird bejaht. Super, so habe ich weniger Stress bei der Rückreise. Der Zustand ist geputzt, gepflegt, und nur mit minimalen Schrammen, vermutlich mal neben einem Fahrradständer geparkt. Zwei Kratzer im Tank werden zur Kenntnis genommen, der Rest belächelt. Isse Italien, da mache ich kein Fass auf wegen 1 mm Lackschäden, und ich denke, Motospacio bei der Rückgabe auch nicht. Es gibt noch eine kurze Einweisung in die Bedienung des Topcase, das Multifuntionscockpit der "Versys Mille", Traktionskontrolle wird auf Stufe 2 "normal" gelassen, Leistung auf „Full“ und gut.

Die Reifen sind BT021 - naja, darüber gefreut habe ich mich nicht. Der ist eine Generation älter als meine BT023, und galt damals nicht gerade als der Beste. Einige Fahrer sind sogar ziemlich schlecht auf diesen Reifen zu sprechen, weil er wohl schon mal abrupt den Grip verliert. Tja, heute ist Urlaub, da muss ich doch keine Rekorde brechen. Kurios ist, dass der BT021 eigentlich gar nicht mehr produziert wird. Eine DOT-Nummer finde ich nicht, oder sollte es etwa dieses "T0603" sein? omg. Na, immerhin sieht der Reifen gut angefahren aus, schön rau und nicht speckig glänzend. Nicht optimal, aber wird schon gehen.

Also das „Roadbook“ montiert…

Bild

… und los geht’s also per Wegschreibung über 50 km Autobahn zu einer schönen Gegend. Zuerst will ein Weg aus dem Industriegebiet zur Schnellstraße direkt vor dem Laden gefunden werden. Ich folge meiner Orientierung finde schnell ein Loch im Zaun - die Schnellstraße hier ist nicht mautpflichtig, sonst wäre das nicht so einfach ;) Noch vor der ersten Autobahnauffahrt finde ich eine Tankstelle, an der man sogar tanken kann, bevor man bezahlt. Leider muss man den Betrag trotzdem vorher wählen – ich nehme 20eu, da die Tankanzeige nur noch einen Balken anzeigt. Und dann finde ich nicht so recht raus, wo ich bezahlen muss und irre etwas umher, bis mir der Schalter auffällt, bevor ich den rumstehenden Polizisten auffalle. Also flugs wieder aufgesattelt, Gehörschutz rein (Scheibe!), und ab auf die Autostrada.

Ich fädle schön ein, 15 über Limit auf der mittleren von 3 Spuren, und falle vor Schreck fast vom Bock als vor mir jemand sauknapp von links auf meine Spur zieht. Immerhin war er schneller, insofern geht das hier wohl als normales Manöver durch. Ich wähle am nächsten Kreuz die Autobahn nach Norden, und bald kommt eine Mautstation, wo man ein Ticket ziehen muss. Und dann muss man das Ticket verstauen. Also Handschuhe aus, Innenhandschuhe aus, irgendeine Jackentasche öffnen, Ticket reinfummeln ohne es zu zerknittern, Tasche zu, Innenhandschuhe an, Handschuhe an. Den Driss kenne ich schon von der Tour im Juni, daher fahre ich mit dem Ticket am Lenkergriff erstmal 20 Meter weiter, damit der Hintermann schon sein Ticket ziehen kann. So geht es dann weiter, flugs ordentlich beschleunigt, das macht Laune mit der Hamsterbacke, und dann mit Reisetempo 130 (was war noch gleich das Limit?) irgendein Auto suchen, dem man hinterherfahren kann, um nix ortsunübliches anzustellen. Ereignislos geht es weiter, bis der Ortsname auf einem Schild dem auf meinem „Roadbook“ entspricht: Vittorio Sud. An der Mautstation bezahlen, rechts ranfahren, wieder alles anziehen, tief durchatmen, und in den Stadtverkehr eintauchen.

Ich navigiere gekonnt und gelassen aber auch leicht verunsichert durch die Hauptstraßen nach meinem Aufschrieb. An einem Punkt bin ich mir unsicher, und gucke doch lieber ins Navi: Passt alles, also weiter. Zwei Abbiegungen später steht nur noch „PASS“ auf dem Roadbook, also Augen auf, Laune ganz noch oben regeln, immer schön den Berg rauf durch die Dörfchen und immer schön gucken, dass man den Autos vor sich nicht zu nahe kommt. Die meisten biegen ab bevor es kurvig wird, und die letzten zwei verheizt man auf einer Versys 1000 lässigst, nein, lässigstestens. Es beginnt die wahre Freude am Motorradfahren, das Kurvensurfen über einsame Bergstraßen bergauf und bergab mitten durch die Natur mit beeindruckenden Ausblicken und atemberaubenden Farbspielen. Teilweise ist schon Herbst, teilweise auch nicht. Je nach Baumsorte, Höhenmeter, und Ausrichtung am Hang (Nord/Süd usw). Dafür alleine hat es sich schon gelohnt! Für die schönsten Stellen anzuhalten wäre aber Verschwendung gewesen, also stellt es euch einfach bildlich vor ;)

Es geht weiter über eine Hochebene, eine Bergstraße wieder den Berg runter, an einem See entlang, und dann erstmal ein paar km Bundesstraße. Dort noch mal orientiert, ein paar Kekse genascht, und ab auf den Passo St. Baldo. Dabei fand ich folgendes Schild, das Italienreisende sicher kennen und wissen, dass es zu spontanem Freudentaumel führt:

Bild

„Jetzt geht’s loooooooos!“


Der Passo St. Baldo hat einen Abschnitt mit Ampel-gesteuerter Einbahnstraßenregelung, ich habe Glück, freie Fahrt und eine grüne Ampel. Der einspurige Abschnitt ist nicht wirklich Freude spendend, weil einfach zu eng und unübersichtlich, aber danach wird’s richtig lecker: Verschiedene Radien, Steigungen und Bogenmaße wollen gemeistert werden. Unten angekommen, beschließe ich, zu versuchen, ob das bergauf auch funktioniert. Es funktioniert ;) Wieder an der Ampel angekommen, war diese natürlich rot, also musste ich umdrehen. Es funktioniert schon wieder! Und ich wollte ja eh in diese Richtung.

Laut Google Maps gibt es eine Passstraße von Valmaerno nach Mel, laut Nokia Maps nicht. Mein Handy kann mir hier also nicht helfen. Der Pass ist nicht ausgeschildert und ich verfranse mich etwas, fahre zwei Straßen bis halb den Berg rauf, die zu Privatstraßen werden und später irgendwo enden. Immerhin, dabei findet man auch schon mal so was am Straßenrand:

Bild

Eine Königswellen-Ducati, einfach so am Straßenrand ohne besondere Sicherung. Vor meiner Haustür würde die vermutlich nicht eine Nacht stehen. Ein paar Minuten später finde ich doch noch die richtige Straße – zu erkennen am Gegenverkehr, und zwar im Bereich von einem Auto pro 10 Minuten. So lässt sich die Strecke genießen, es hält mich auch niemand auf.

Bild

Später gibt es dann auch schönere Aussichten:

Bild

Dafür nervt jetzt die Tankanzeige, die mittlerweile wieder blinkt. Egal, bis zur Passhöhe wird es wohl reichen, und runter kommen sie immer. An der Versys 650 blinkt es auch SEHR lange, bis der Sprit tatsächlich mal knapp wird, sicher 40-60 km. Noch auf der Bergabstrecke finde ich einen Wegweiser zu einem Castello, und folge ihm. Die Straße wird nach der ersten Biegung zum Schotterweg und dann zum steinigen Traktorpfad, aber ich fahre schließlich eine Reiseenduro ;) Nur an den leeren Tank denke ich jetzt mal lieber nicht. Weitere Schilder zum Castello tauchen nicht auf, auch kein Castello, dafür lande ich über Umwege im Tal in Villa di Villa (!), wo ich eh hinwollte. Sich so zu verfahren, dass man trotzdem schöne Wege hat, ist doch eigentlich gar kein Problem.

Die nächsten Bergstrecken hinter Padevana waren da schon schwerer zu finden. Ich bin wieder diverse Privatstraßen gefahren, die früher oder später zu Sackgassen werden, so dass man teilweise auf engem Raum und abschüssigen, schlüpfrigem Untergrund wenden muss. Da macht die Versys 650 ehrlich gesagt schon mehr Spaß als die Versys 1000. Die 30 kg mehr machen es nicht leichter, und der längere Radstand sorgt für einen größeren Wendekreis, der aber noch weit unter Sportlerniveau ist. Dafür kann man auch hier schöne Aussichten genießen.

Bild

Irgendwann finde ich mit Navi doch die Straße zum Passo Croce D'aune und fliege fröhlich Autos aufschnupfend den Pass hoch. Ein Schild droht mit einer Sperrung irgendwo zu irgendwelchen Uhrzeiten. Ich schaue nicht auf die Uhr, ich habe schließlich Urlaub, und „gesperrt“ und „für Motorräder unpassierbar“ sind bekanntlich auch zwei verschiedene Dinge.

Aber dann zeigt es sich: Die Ortsdurchfahrt von Auel war dicht. Das Hindernis waren Bauarbeiten an einer engen Ortsdurchfahrt, die wohl nur möglich sind, wenn der LKW in der engen Gasse steht. Rechts 10 cm, links 65 cm. Der Profi merkt: Links wäre machbar, wenn man die Spiegel einklappt, mit den Lenkerenden unter der Ladefläche des LKW bleibt und Gleitmittel auf die Seitenverkleidung aufträgt. Aber in diesem Fall liegt vor dem zugehörigen Stück Fußweg noch ein 50 cm tiefer Graben, und dahinter ein mürrisch guckender Bauarbeiter, der keine Anstalten machte, mich zum Durchfahren einzuladen. Spielverderber... Nun gut, das ist ein Ort, da wird es doch noch einen anderen Weg durch geben? 6 Wendemanövern auf fremden Gründstücken und Terrassen später stelle ich fest: nein, gibt es nicht. Außer man traut sich, 12 Treppenstufen runter zu fahren, und unten direkt auf engstem Raum 90° rechts zu fahren. Da wäre eine 250er Enduro sicher angebrachter als eine 1000er Hamsterbacke. Naja, fährt man halt zurück, und die ganze schöne einsame Kurvenstrecke noch mal, so ein Ärger :).

Sich zu verfahren ist ärgerlich. Sich in den Dolomiten zu verfahren macht auch nicht weniger Spaß, als "so" in den Dolomiten zu fahren. Und wenn eine Strecke erst kurz zuvor gefahren ist und ihren Zustand kennt, ja dann... macht das noch mehr Spaß *flöt*

4 km weiter an der ersten realen Abbiegemöglichkeit stehen 6 Motorräder rum und 6 gesetzte Herren beratschlagen sich, wie mit dem Schild umzugehen ist. Ich werde auf Italienisch gefragt, und antworte auf Englisch, dass das wirklich nicht geht. Ich wähle an der Kreuzung die eine Richtung, in der ich heute noch nicht war, und ab dafür. Drei Kurven später war es dann das einzige mal an diesem Tag doch etwas haarig: In mäßiger Schräglage wieder mal mächtig am Kabel gezogen, da versetzt das Hinterrad ca. 30 cm und der Motor wird kurz leiser: Da hat mich die Traktionskontrolle wohl vor einem Sturz bewahrt. Wobei ich nicht mal gesehen habe, was der Auslöser war. Vielleicht war dieses mal wirklich der Reifen Schuld. Noch einmal habe ich mich kurz verfahren im schönsten Kurvenland, dann doch wieder wie geplant im Tal gelandet. Dort ging es eine Weile flüssig voran durch spektakuläre Berge.

Es folgte der Passo di Rolle, der auch wunderschön zu fahren ist. Leider bin ich dann in Ponte Alto rechts statt links und habe so die SP347 über Gavaz nach Forno di Zoldo und Longarone ausgelassen. Das merke ich leider erst viel zu spät, als ich fast schon wieder in Belluno und damit in der Nähe der Autobahn bin. Dort konnte ich immerhin tanken, denn die V1000 war schon wieder durstig. Da noch Tageslicht übrig war, habe ich mich nicht direkt auf den Rückweg gemacht, sondern bin einfach den ersten Pass des Tages noch mal gefahren. Dort sehe ich schon recht weit oben einen Wegweiser zu einem Aussichtspunkt (eindeutiges Piktogramm) und entscheide spontan, das noch mitzunehmen. Ich werde belohnt mit einer bestens asphaltierten Bergstrecke Auf dem Weg nach oben fahre ich teilweise direkt in die Sonne und muss mit einer Hand die Sonne abdecken, während ich mich Schrittgeschwindigkeit am äußerst rechten Rand vorwärts taste. Aber nur bis zur nächsten Kurve, natürlich. ;)

Oben am Berg genieße ich den Sonnenuntergang fast bis zum Ende. und natürlich die überragende Aussicht über das Tal, das leider schon im Nebel lag. So mache mich in der Gewissheit an den Abstieg, das Tageslicht komplett ausgenutzt zu haben. Tatsächlich komme ich noch im Hellen den Berg runter und kann die Dämmerung dann auf der leeren Autobahn seelenruhig genießen. Das hat mal echt gut geklappt! Den Weg zum Hotel weist mir ab der Mautstation dann mein Handy, wobei massiv Autoschlangen rückwärts an mir vorbeifahrenden… Das scheint hier Sitte zu sein, anderen Zweiradfahrern erging es ähnlich. Sie wirkten dabei nicht unzufrieden.

Abends stelle ich das Motorrad auf den Hotelparkplatz. Der Rezeption verspricht, dafür nicht die üblichen 12.- pro Tag zu berechnen, weil ich ja keinem Auto den Platz wegnehme. Danke dafür! Und dann kann ich das Ding sogar von meinem Hotelzimmer aus sehen.

Bild

Am nächsten Morgen war die Versys Mille noch da, nur etwas nass, aber man hat als Hotelgast ja ja diverse Handtücher. Meine Motorradjeans ist schließlich nicht wasserdicht. Mein Handynavi führt mich zügig zum Vermieter. Der Zustand wird grob gecheckt, 498 km werden zu Protokoll gegeben, aber nur 400 km berechnet (40.-) – da sagt man „Gracie!“.
Nebenbei sehe ich die Preistabelle auf dem Schreibtisch des Vermieters stehen, die war mir vorher nicht aufgefallen: 9-19 Uhr 90.-, 24 Stunden 110.- Oops! Es blieb aber bei 90.-. Da sagt man: Danke! Nach dem bezahlen flugs in den Bus gesetzt, der auch direkt losfährt (alle 30 Minuten – Glück muss man haben) und den Rest des Tages mit frisch aufgeladenen Batterien und richtig guter Laune mein Tageswerk verrichtet.

Fazit Straßenverkehr in Italien
Man fährt eng, aber kooperativ. Wer Regeln verletzt, dem macht man halt Platz. Wenn man sich _unangemessen_ aufgehalten fühlt, hupt man. Nicht wie in Deutschland, wo hupen statt „Vorsicht!“ oder „Aufwachen!“ eher "Stirb, du Arschloch!" zu bedeuten scheint :( Zweiradfahrer quetschen sich immer und überall durch. Radfahrer fahren auch schon mal am linken Straßenrand wenn Platz ist, oder mit Tempo 30 auf 1,20m breiten Fußwegen - und es stört keinen. Hierzulande bekommt man mancherorts Knöllchen, wenn man mit dem Fahrrad auf dem Radweg der linken Straßenseite fährt.

Einmal trete ich selbst ins Fettnäpfchen und biege von der mittleren Spur rechts ab, weil auf der rechten Spur eine Schlange war. Es stellt sich dabei heraus, dass die rechte keine Rechtsabbiegerspur war, denn das Auto neben/knapp hinter mir fährt doch gerade aus. Huch! Er war aber so nett, eine Sekunde zu warten. In Deutschland Hupkonzert garantiert, ggfs. wild fuchtelndes Hinterherfahren, Anzeige, oder gezieltes Abschießen ohne Rücksicht auf Verletzungen des Unfallgegners, damit man ein neues Blinkerglas bezahlt bekommt, weil das alte ja manchmal beschlägt…

Ein anderes mal gerate ich einen Viehtrieb. Zwei Leute machen die Straße dicht, und scheuchen dann gefühlt 1000 Schafe nicht über die Straße, sondern die Straße entlang. Auf der gesamten Straßenbreite. Als Motorradfahrer parkt man rechts an einer Wand und zappelt etwas mit dem linken Bein, dann wird das Motorrad auch nicht wollpoliert… und nach drei Minuten war der Spuk vorbei.

Ich hatte bei der Ausfahrt zweimal Polizeikontakt:
Das erste Mal habe ich innerorts knapp vor einer Kreuzung zwei besonders schleichende Autos überholt, als ein Streifenwagen im Gegenverkehr war. Der Polizist guckt sauer und macht Lichthupe. Ich hebe die linke Hand ein wenig, guckte zerknirscht, und fahre mit 50,00 km/h weiter. Es erfolgte keine weitere Reaktion der Polizei - Glück muss der Mensch haben. Auch wenn ich nicht weiß, welche Regel ich da verletzt habe soll.

Und dann war noch das eine Mal, wo ich knapp vor Ende der einzig elend langen Ortsdurchfahrt rechts abbog und auf einmal 800 Meter freie Bahn vor mir hatte – und nur einen LKW 200 Meter vor mir. Da könnte man doch? Ne, Moment, das ist bestimmt 'ne Falle! War's auch: Links am Parkplatz, 100 Meter vor dem Ortsschild, waren schon zwei Polizisten ausgestiegen in ihren komischen (irgendwie kaiserlichen) Uniformen. Also mit 50,00 km/h vorbeifahren, nicht grinsen, und am besten nicht hingucken...


Fazit Kosten
Miete Grundpreis 90.- (eigentlich 110.- weil 24h statt 9-19 Uhr)
Aufpreis Zusatz-km 40.- (eigentlich 50.-, aber sie mochte mich wohl ^^)
Autobahnmaut 10.- (je 5.- hin und zurück)
Sprit 20+25+10 (1,78 bis 1,88 pro Liter)
Essen 1,20 ;)
Summe 196,20 – autsch :(

Fazit Material
Der BT021 liefert kaum Feedback und wurde wohl zu Recht abgelöst, aber mit Traktionskontrolle und ABS war es erträglich. Das Risiko hält sich in Grenzen. Ob der eine Rutscher auf das Konto der Reifen oder des Untergrunds geht kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Und was die Schräglage angeht, haben die Fußrasten wohl noch mal Glück gehabt ;) Ob der Vermieter gezielt Altbestände seiner Reifen die keiner mehr kaufen mag auf Mietfahrzeugen runternudeln lässt weiß ich nicht, ich mag da nichts unterstellen.

Die Versys 1000 „Hamsterbacke“ war für diesen Zweck nahezu ideal. Angeblich ist sie 30 kg schwerer als meine V650, fühlt sich aber höchstens 20 kg schwerer an. Das könnte daran liegen, dass an meiner V650 viel Zubehör verbaut ist und daran, dass der Tank der V1000 meistens leer war ;)

Die Tankanzeige ist nervig ungenau, denn sie zeigt bei konstanter Fahrt im Zeitraffer an: voll, voll, voll, voll, voll, 5/6, 5/6, 5/6, 4/6, 3/6, 2/6, 1/6, blinken, blinken, blinken, blinken, blinken, blinken, blinken, blinken, blinken, Motor geht aus. Insofern eine echte Versys, denn die V650 hat auch diese Krankheit. Die V1000 hat noch eine Restreichweitenanzeige, diese habe ich aber nicht ausprobiert (vergessen), und mich einfach drauf verlassen, dass ich den jeweiligen Pass noch schaffe (bis oben, denn rollen kann man ja immer), und dann bei nächster Gelegenheit getankt. Da man in Italien nicht wirklich volltanken kann (sondern immer nur was man gerade passend an Scheinen hat - bitte vorher festlegen, gewechselt wird nicht) kann ich keine Aussage über die Reichweite der V1000 treffen.

Die Traktionskontolle ist sehr nett, so was will ich jetzt auch. Erster Gang, innerorts, gerade erst eingefädelt, nächstes Auto kommt schon? Gaaaaas auf, irgendwas flackert kurz orange im Cockpit, falls man zufällig hinguckt, 50 erreicht, einige male hoch schalten. Spitzkehre gefahren, Straßenzustand wegen Wechselschatten unklar? Welcher Gang ist eigentlich drin? Egal, Gaaaaaaas! Man gewöhnt sich schnell dran. Mein nächstes Motorrad wird das auch haben. An der V650 habe ich die Traktionskontrolle schon mehrmals vermisst, und zwar nicht nur im Nassen. An der V1000 führt der zweite Gang mit ordentlich Gas zwischen zwei Spitzkehren zu Schuuuuuuub, minimaler Gedenkpause durch Traktionskontrolle (die man eher akustisch wahrnimmt), kurz danach ein Power-Wheelie, und dann ist auch schon wieder Zeit zum Bremsen. Mit weniger als Vollgas oder im dritten Gang geht das natürlich auch gemächlicher ;) Auf Dauer gewöhnt man sich an die akustische Abweichung während Vollgasfahrten, wenn der Steuerung das Gas zurücknimmt – man freut sich regelrecht auf dieses „Keuchen“ :)

Idiotisch fand ich dagegen die kleine "eco"-Anzeige. Das ist eine stilisierte Blume im Display, die aufleuchtet, wenn man das Gas weniger als 1/3 aufdreht. Was soll das denn? Man kann auch im vierten statt fünften Gang Autobahn fahren, sie leuchtet. Man kann gleichzeitig Gas geben und bremsen, sie leuchtet. Mich irritiert das Ding, weil es beim Fahren dauernd an und aus geht. Es ist zwar kein "echtes" Leuchten sondern nur ein Symbol im LCD-Display, aber wenn die V1000 meine wäre, würde ich das Ding irgendwie stilllegen.

Insgesamt ist man mit der V1000 nicht wirklich schneller unterwegs als mit der V650, aber bei gleichem Tempo wesentlich entspannter: Weniger schalten, Traktionskontrolle, bessere Bremse, besseres ABS. Der Motor ist so was von rund abgestimmt, dass ich erst zu hause beim Lesen des Datenblatts gemerkt habe, dass er fünf und nicht wie vermutet sechs Gänge hat. Huch! Das erging einigen Presseschreibern aber auch schon nicht anders, in mindestens einer Zeitschrift steht „6 Gänge“.

Mittels der Datenblätter und einiger Rechnungen kann ich sogar nachweisen, dass die V1000 übersetzungs- und gewichtsbereinigt trotz 84% Mehrleistung im Landstraßeneinsatz gar nicht wesentlich schneller als die V650 sein kann, aber das ist ein anderes Thema für einen eigenen Thread.

Fazit Fahrspaß
Diese Mietaktion hat sich auf jeden Fall gelohnt! Wenn man eh schon vor Ort ist, kann man sich für einige Euros mehr einen richtig schönen Tag machen. Billig ist das zwar nicht, aber die Dolomiten sind einmalig, und wenn die Sonne scheint und sonst kein Mensch unterwegs ist – Mitte/Ende Oktober! – dann kann man sie in Ruhe genießen. Wenn man extra dafür einfliegt macht man das natürlich sinnigerweise mehrere Tage. Ich bin mir sicher, dass ich auf einer alten Mühle (z.B. eine Honda NTV ;) ) auch viel Spaß gehabt hätte. Aber ein topmodernes Fahrzeug hilft beim entspannten Genießen großer Strecken. Denn besser eine Traktionskontrolle bringt den Motor zum keuchen, als ein wild umherzappelndes Fahrzeug den Fahrer

Hiermit endet mein kleiner Reisebericht Das Schreiben hat gerade noch kürzer als das fahren gedauert...
Zuletzt geändert von blahwas am 30. Okt 2012 21:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#2 Beitrag von uwe » 30. Okt 2012 21:37

:top: Klasse Reisebericht:

Gruss Uwe
Freu Dich des Lebens, denn es ist später als Du denkst. Bild

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Pandur

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#3 Beitrag von Pandur » 30. Okt 2012 21:39

Danke blahwas für den tollen Bericht. :clap:

Gruß Pandur
Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich.
Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.

A. Einstein

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#4 Beitrag von no tree-hugger » 30. Okt 2012 23:37

hallo blahwas - SUPER BERICHT!!!

so liebe ich ein Forum, das zaubert einem auch ohne den eigenen Töff ein breites Grinsen auf das Gesicht.

...vielleicht sollte ich meinen Helm auch mal auf Dienstreisn mitnehmen :sabber:
hinfallen, aufstehen --> Krone richten, weiterfahren

vulcanmaster

Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#5 Beitrag von vulcanmaster » 31. Okt 2012 07:06

Sehr schön geschrieben. :respekt:


Gruß Uwe :cheers:

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#6 Beitrag von baeumken » 31. Okt 2012 08:20

sehr schöner Bericht, hat sich wie ein Roman gesesen, toll :)

Gruß
Michael

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blahwas
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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#7 Beitrag von blahwas » 31. Okt 2012 08:54

Huch, da fehlt noch ein Bild vom Quasi-Tagesabschluss oben am Berg:

Bild

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#8 Beitrag von Greenpower » 31. Okt 2012 09:00

1a super Bericht,so macht das Forum spass

bis denne,woll

Greenpower
Der Hirntod bleibt ja bei vielen jahrelang unbemerkt .

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Luzifear
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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#9 Beitrag von Luzifear » 31. Okt 2012 09:36

Tach,
da kann ich meinen "Vorschreibern" nur zustimmen, ein schöner Artikel. :top:
Wenn man das Gefühl hat, als wäre man dabeigewesen oder man will sofort raus
und paar Kilometer unter die Räder nehmen, dann hast du mit deinen Zeilen
mitten ins Moppedfahrerherz getroffen. :respekt:

Servus, die Luzi
Ich bin der, vor dem dich deine Eltern immer gewarnt haben. :lol:

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aru
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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#10 Beitrag von aru » 31. Okt 2012 18:36

...also meine hat 6 Gänge...
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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#11 Beitrag von Umsteiger » 31. Okt 2012 23:24

Als wär ich selbst dabei gewesen :top:

Danke für die schöne Pause

Georg

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#12 Beitrag von chili » 1. Nov 2012 01:15

sehr schön, danke dir. :top:


Einen Teil dieser Lockerheit in Italien oder Spanien könnte man ruhig nach DE importieren. Da würde es sich wesentlich entspannter Fahren und Leben...sogar die "Dauernörgler" hätten auch was davon.
Bah Weep Graaagnah Wheep Ni Ni Bong!

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#13 Beitrag von blahwas » 1. Nov 2012 10:30

aru hat geschrieben:...also meine hat 6 Gänge...
Laut Kawa Webseite sind es nur 5. :? Oder das Übersetzungsverhältnis des sechsten Gangs ist geheim...

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#14 Beitrag von je0605 » 1. Nov 2012 10:33

Kawa Original:

ANTRIEB
Getriebe
Sechsganggetriebe

:pfeif: :] :wink:


Gruß Jürgen
Gruß Bonsai
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Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen 8-)

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#15 Beitrag von blahwas » 1. Nov 2012 10:36

Also sind es doch 6. Hatte ich mir ja ursprünglich auch so gedacht. Thema durch.

Ich war nur verwirrt, weil im Datenblatt bei Kawa: http://www.kawasaki.de/Versys1000/PDF keine Übersetzung für den 6. Gang angegeben ist. Ist der 1:1?
Zuletzt geändert von blahwas am 1. Nov 2012 10:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#16 Beitrag von everyday » 1. Nov 2012 12:08

:respekt:
Da lacht das Motorradfahrerherz. 8-)
Toller Schreibstil, es fühlte sich beim Lesen so an, als wär man zusammen mit den Vorschreibern, Teil eines Convoys. :jubel:
:thanks:
:thx:
für die Mitnahme nach Italien :top:
Zuletzt geändert von everyday am 1. Nov 2012 12:38, insgesamt 1-mal geändert.
fahr so als ob Du sie geklaut hättest

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Re: Hamsterbacke statt Nasenbär - V1000 keuchend durch die A

#17 Beitrag von Handyman » 1. Nov 2012 12:14

:clap: Ja ein toller Bericht Johannes :jubel: :(
:lol: Ein Mann mit Zeit, Bild das will ich auch.
Nur wenn ich in Italien Bild bin habe immer Zeitdruck.Bild

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