Krise bei KTM

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Uwe_MY
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Re: Krise bei KTM

#261 Beitrag von Uwe_MY »

Ne Sören,

Die Polizei muss er nicht rufen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, daß so ein Händler in ner Zwickmühle sitzt.

Da bietet KTM so nen Entdrosselungssatz an und der Kunde ist willig zu zahlen. Was machste da. Ist Dir das Geld so wichtig um dafür ein bisschen in die Illegalität abzutauchen? :think:

Wie SiRoBo schrieb, alle Beteiligten sind alt genug!

Nur muss sich niemand beschweren wenn es rauskommt und dann die Polizei auf dem Hof steht.

Und das ist das was mich an der ganzen Geschichte am meisten ärgert. Das Abwiegeln. Sind doch nur ein paar Mopeds; der Kunde hat das gewollt (sagt der Händler); der Händler hat‘s angeboten (sagt der Kunde), das waren nicht wir, sondern die (unsere!) Händler, sagt KTM. usw.

Wenn man sowas macht und erwischt wird dann sollte man auch Mann‘s genug sein das zuzugeben und dafür grade zu stehen.

Das vermisse ich ein wenig.

;)

snap-on
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Re: Krise bei KTM

#262 Beitrag von snap-on »

Jehova. Jehova, was für ein Drama!

Eine Wettbewerbsenduro ist nicht vollgasfest, nicht strassentauglich, die paar Meter, die die mal auf der Strasse rumrollen, wozu sich da aufregen?

Wir haben jedes Augenmaß für Probleme verloren.

E-Bikes, die de jure keine sind, die bei Unfällen Fahrer und Opfer versicherungsrechtlich bzw. finanziell in Teufels Küche bringen, werden zu tausenden gekauft und tatsächlich im öffentlichen Verkehrsraum benutzt.
Auch von Minderjährigen.

Aber paar Enduros sollen ein Problem sein?

Wem von Euch ist wann zuletzt eine Wettbewerbs-Zweitaktenduro auf der Strasse begegnet?

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blahwas
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Re: Krise bei KTM

#263 Beitrag von blahwas »

Der Fall liegt ähnlich:

https://www.reuters.com/article/usa-har ... KCN10T1O4/
Harley Davidson wurde in den USA zu 12 Mio Strafe verurteilt, weil der Hersteller den Händlern Mittel geliefert hat, um die Fahrzeuge illegal zu tunen.

@snap-on
Es geht auch um EXC-F, also Viertakter

snap-on
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Re: Krise bei KTM

#264 Beitrag von snap-on »

Wenn hier das große Enduro-Event ist, sind hunderte Wettbewerbsenduros da.

Alle meine KTM-Kunden haben komplett legale Motorräder.

Ist mir jemals im Strassenverkehr eine der Wettbewerbskisten begegnet?
Nein.
Das scheitert ja schon an den reifen, die auf Strasse unfahrbar sind.

Von was reden wir hier also?

Von 0,003 Promille der Jahresfahrleistung von getunten und damit unversicherten E-Bikes?

Uwe_MY
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Re: Krise bei KTM

#265 Beitrag von Uwe_MY »

Guten Morgen, snap-on!

Ich verstehe nicht, was Du dauernd mit Deinen e-bikes hast.

Es geht hier um mögliches Fehlverhalten im Umfeld Kunden, Händlern und KTM.

Um nichts anderes.

;)

juschka
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Re: Krise bei KTM

#266 Beitrag von juschka »

Dann nehmts doch mal den umgedrehten Fall:
Ein Enduro- Fahrer geht zu Händler X undd sagt ihm, ich möchte meine Maschine so umrüsten, dass ich Enduro fahren kann, nächste Woche ist Rennen...
Nach Eurer Meinung datf der Händler jetzt nicht umrüsten / entdrosseln, weil er ja mit dem vorher STVZOkonformen Bike auf der Strasse fahren KÖNNTE?
Weltfremd...
Vg juschka

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blahwas
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Re: Krise bei KTM

#267 Beitrag von blahwas »

juschka hat geschrieben: 1. Jun 2026 08:46 Dann nehmts doch mal den umgedrehten Fall:
Ein Enduro- Fahrer geht zu Händler X undd sagt ihm, ich möchte meine Maschine so umrüsten, dass ich Enduro fahren kann, nächste Woche ist Rennen...
Nach Eurer Meinung datf der Händler jetzt nicht umrüsten / entdrosseln, weil er ja mit dem vorher STVZOkonformen Bike auf der Strasse fahren KÖNNTE?
Weltfremd...
Vg juschka
Wenn der Kunde mit einer 690 Enduro ankommt, wird der Händler Tuning anbieten: 3 PS mehr, schärfere Reifen, Leichtbaru.

Wenn der Kunde mit einer EXC(-F) ankommt, war die Maschine garantiert schon vorher entdrosselt, weil sie im Auslieferungszustand mit 17 PS unfahrbar ist. Es geht hier um Sportenduros, die offen die dreifache Leistung haben, nicht um klassisches Tuning. Das kommt danach vielleicht noch, bei allem außer Motor.

snap-on
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Re: Krise bei KTM

#268 Beitrag von snap-on »

Uwe,

Du verstehst nicht, was ich mit den E-Bikes habe?

Die Gefahr, dass Dich ein getuntes E-Bike über den Haufen fährt ist ca. 10.000x größer, als die, von einer offenen Sportenduro abgeschossen zu werden.

Bei der Enduro zahlt die Haftpflicht und nimmt den Fahrer/Halter ggfs. mit bis zu 5000.- in Regreß, was Dir wurscht sein kann.

Beim getunten E-Bike besteht keine ans Fahrzeug gebundene Haftpflicht, eine Privathaftpflicht zahlt nicht.
Ist beim Fahrer nichts zu holen und Du z.B. Invalide oder nur "normal" verletzt, aber selbstständig, bist du ruiniert.

Das habe ich mit den E-Bikes.

Man kann Prinzipien diskutieren, bei der realen Fahrleistung solcher Sportgeräte im Strassenverkehr ein Sturm im Wasserglas, oder man kann sich über echte Risiken unterhalten.

Ein getuntes E-Bike ist für jeden Verkehrsteilnehmer eine reale, millionenfach vorhandene Gefahr.

Eine offene Sportenduro im öffentlichen Verkehrsraum ist ein in seinen Folgen deutlich harmloseres, betreffs seiner Häufigkeit zu vernachlässigendes Risiko.

snap-on
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Re: Krise bei KTM

#269 Beitrag von snap-on »

Wenn ein Hersteller eine für den Sporteinsatz gebaute Hardenduro versicherungsfähig macht, damit sie an Enduro-Wettbewerben teilnehmen kann, bei denen manchmal öffentliche Strassen gequert werden, ist das "Fehlverhalten".

Wenn Ducati Lücken im Gesetz so ausnützt, dass manche Panigale mit Klappenauspuff im Fahrbetrieb völlig offen und ungedämpft Leute mit Lärm terrorisieren, ist das kein "Fehlverhalten". Ist ja legal.

Wir haben wirklich jedes Augenmaß und als Gesellschaft ein Stück weit unseren Verstand verloren.

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blahwas
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Re: Krise bei KTM

#270 Beitrag von blahwas »

Die Gesellschaft regt sich schon deutlich genug über Motorradlärm auf. Ob der jetzt an legaler Klappenauspuffzauberei liegt, am mehrfahren Befahren eines Streckenabschnittes, weil die 125er-Dorfjugend sonst nichts zu tun hat, oder an Wettbewerbsfahrzeugen mit erloschener BE, das ist dem durchschnittlichen Anwohner reichlich egal.

Komischerweise darf man sich in Deutschland nicht über Autolärm beschweren, sonst ist man automatisch ein Spinner und soll halt nicht an 'ner Straße wohnen. Streckensperrungen wegen Autolärm sind mir auch nicht bekannt. Dass mehrfaches Auf- und Abfahren, innerorts durchaus ordnungswidrig, tatsächlich verfolgt wird, ist mir auch nicht bekannt.

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Re: Krise bei KTM

#271 Beitrag von nexiagsi16v »

Grundsätzlich sehe ich hier auch KTM zu unrecht am Pranger. Der Kunde hat es gewollt und gewußt. Die Werkstatt hat ihm das geliefert was er wollte. Der Fahrer der KTM trägt hier die volle Konsequenzen. KTM und dem Händler hier Beihilfe in die Schuhe zu schieben, halte ich für übertrieben. Es gab/gibt genug Tuner im Autobereich, die genau wie die Händler verfahren. Die werden aber auch nicht aufgehangen, weil sie sich das auch so schriftlich vom Kunden unterschreiben lassen.
Und wie schon hier gesagt wurde, dürfte das überschaubar sein, wenn man sich die Zahlen anschaut, die sowas machen. Am Ende wird aber wieder der Kunde fast garnicht in die Verantwortung geholt, wenn man sich die Artikel so anschaut. Verantwortung des Einzelnen wie immer kleiner geschrieben....leider.

Die Rallyautos haben Straßenzulassung, die bestehen auch eine Kontrolle. Aber die sind oft nicht in Deutschland zugelassen, weil es in anderen europäischen Ländern großzügigere Regelungen gibt. Alles an den Autos ist eingetragen, darum sind die Werksbuden auch so teuer....mal abgesehen von den Materialien die verwendet werden. Ich glaube nur die Feuerlöschanlage und der Not-Aus sind Sicherheitseinbauten, die man so nicht durch den TÜV bekommt. Der Tank im Innenraum kostet deutlich 4-stellig, hat aber eine ABE und FIA-Zulassung.
Tschau Norman :hello:

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Nordbiker
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Re: Krise bei KTM

#272 Beitrag von Nordbiker »

blahwas hat geschrieben: 1. Jun 2026 11:33 Die Gesellschaft regt sich schon deutlich genug über Motorradlärm auf. Ob der jetzt an legaler Klappenauspuffzauberei liegt, am mehrfahren Befahren eines Streckenabschnittes, weil die 125er-Dorfjugend sonst nichts zu tun hat, oder an Wettbewerbsfahrzeugen mit erloschener BE, das ist dem durchschnittlichen Anwohner reichlich egal.

Komischerweise darf man sich in Deutschland nicht über Autolärm beschweren, sonst ist man automatisch ein Spinner und soll halt nicht an 'ner Straße wohnen. Streckensperrungen wegen Autolärm sind mir auch nicht bekannt. Dass mehrfaches Auf- und Abfahren, innerorts durchaus ordnungswidrig, tatsächlich verfolgt wird, ist mir auch nicht bekannt.
Ich weiss aber, dass solche Spinner mit den Prolliautos sehrwohl z.B. in Berlin und Hamburg gestoppt werden. :D
Gruß Hans

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Re: Krise bei KTM

#273 Beitrag von Uwe_MY »

nexiagsi16v hat geschrieben: 1. Jun 2026 19:37 ..
Der Kunde hat es gewollt und gewußt. Die Werkstatt hat ihm das geliefert was er wollte. Der Fahrer der KTM trägt hier die volle Konsequenzen. KTM und dem Händler hier Beihilfe in die Schuhe zu schieben, halte ich für übertrieben.
..
Mal ganz provokativ gefragt.

Wenn ein Junkie sein Heroin beim Dealer abholt. Dann ist nur der Junkie verantwortlich, der Dealer geht straffrei aus da er ja nur geliefert hat was der Kunde wollte?

:think:

Selbstverständlich liegt die Verantwortung in erster Linie beim Käufer. Ich bin aber durchaus der Meinung, daß sich ein Händler der den Umbau macht, wissend, daß damit die Betriebserlaubnis erlischt, sich schon Fragen stellen lassen muß.

Mir fällt in dem Zusammenhang mein alter Ducati Händler in Basel positiv ein. Er hatte ein großes Schild am Werkstatteingang hängen auf dem stand das diese Werkstatt kein Motorrad verläßt deren Reifenprofile unter dem vorgeschriebenen Limit sind. Und das hat Peter auch gnadenlos umgesetzt. Wenn einem das nicht gefallen hat dessen Motorrad wurde nicht angenommen.

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blahwas
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Re: Krise bei KTM

#274 Beitrag von blahwas »

nexiagsi16v hat geschrieben: 1. Jun 2026 19:37 Grundsätzlich sehe ich hier auch KTM zu unrecht am Pranger. Der Kunde hat es gewollt und gewußt. Die Werkstatt hat ihm das geliefert was er wollte. Der Fahrer der KTM trägt hier die volle Konsequenzen. KTM und dem Händler hier Beihilfe in die Schuhe zu schieben, halte ich für übertrieben. Es gab/gibt genug Tuner im Autobereich, die genau wie die Händler verfahren. Die werden aber auch nicht aufgehangen, weil sie sich das auch so schriftlich vom Kunden unterschreiben lassen.
Ja, naja, nicht so ganz. Porsche liefert den GT3 RS mit 525 PS in den Papieren und im Motor zum Händler. Fertig. Porsche liefert den GT3 RS nicht mit 151 PS im Motor und in den Papieren zum Händler, mit einem kostenlosen serienmäßigen Paket auf dem Rücksitz, zum Entdrosseln auf 525 PS und einem augenzwinkernden "Aber nicht einbauen, gell! ;)"-Zettel dazu, plus einem augenzwinkernden "Aber nicht auf der Straße fahren, gell! ;)"-Zettel für den Kunden.

Bzgl Rallye habe ich Zweifel, z.B. hier sehe ich wenig amtliche vordere Kennzeichen oder konforme Rückspiegel, dafür aber Scheinwerferaufbauten ohne Fußgängerschutz: https://www.rallye-magazin.de/drm/artik ... ngen-2026/ - aber das ist Haarspalterei und juckt wirklich niemand.

Grundsätzlich bin ich aber auch bei snap-on, dass das Problem nicht sonderlich relevant ist. Es hat bisher niemanden wirklich interessiert außer spezialisierte Motorradkontroll-Trupps der Polizei, und das wird vermutlich auch so bleiben. In der Presse ist das Thema schon wieder tot. Vermutlich wird KTM in den USA irgendeine Millionenstrafe zahlen und danach ungefähr genauso weitermachen, z.B. das Entdrosselungskit nicht mehr serienmäßig und kostenlos beilegen, sondern als Zubehör verkaufen.

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Re: Krise bei KTM

#275 Beitrag von snap-on »

Ich habe mir gerade online ein italienisches Moped von 1978 gekauft.

Deutsche Auslieferung über eine kleine Firma, 27PS.

Mir schwant Übles.

Die Frau des Inhabers der kleinen Firma lebt noch, um die 90 Jahre alt, der habe ich vor paar Jahren eine nagelneue Grimeca-Trommelbremse für die Vitrine abgekauft.

Die ist sehr nett, aber ich werde sicherheitshalber schon mal von meinem Anwalt einen Klage vorbereiten lassen.

Was heißt hier "Das hat jetzt 48 Jahre keinen interessiert?".

Bei KTM sind es über 50 Jahre, aber es ist nie zu spät, ein ordentliches Fass aufzumachen.

Uwe_MY
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Re: Krise bei KTM

#276 Beitrag von Uwe_MY »

Ich weiss nicht, was Du uns mit Deiner Geschichte über eine alte Trommelbremse sagen willst.

Der Vorwurf gegen KTM stammt aus 2026 und ist nicht 50 Jahre alt.

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kautabbak
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Re: Krise bei KTM

#277 Beitrag von kautabbak »

Bin gerade irgendwie an der Sendung frontal hängen geblieben, Plug-In-Hybride sind der neue Abgasskandal.
Genaueres zusammengefasst z.B. hier https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... h-100.html
Die Bundesregierung ist gegen die Anpassung der Regularien, was wird die EU wohl machen :think:

Und die knatterM ist hier seit Tagen Thema - Sommerloch.
Besten Gruß
David


Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.

Man stirbt nur einmal, aber man lebt jeden Tag.

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Re: Krise bei KTM

#278 Beitrag von snap-on »

Was ich Dir sagen will?

Dass sich manche Leute aus Prinzip über etwas aufregen, das bei Sportenduros seit über 50 Jahren gängige Praxis ist und nie jemanden gestört hat.

Und dass mir jegliches Verständnis dafür fehlt, dass es in diesem Land eingerissen ist, dass immer irgendwer an etwas schuld sein muss.

Die Kunden sind erwachsene Menschen, nur wenn sie etwas wissentlich und willentlich falsch machen und in Schwierigkeiten geraten könnten, dann muss doch irgendwer verantwortlich gemacht werden können.

Der Hersteller, die Händler, das KBA, die Freimaurer - ganz egal, hauptsache jemand ist schuldig, Volljährige nicht vor sich selbst beschützt zu haben, als wären sie gerade mal 11 und nicht geschäftsfähig.

Der Vorwurf gegen die Kunden, die wollten diese Motorräder so, ist aus 2026 und so gravierend, dass niemand in diesem Forum in den vergangenen 50 Jahren, so lange wird das schon so gemacht, je etwas von einem Problem aufgrund dieser Praxis gehört hätte.

Niemand. In 50 Jahren.

Wer einen Diesel von VW gekauft hat, der konnte von den Tricksereien nichts wissen.

Aber keinem KTM-Kunden wurde von einem bösen Watz ein offenes Motorrad unwissentlich unter den Hintern geschoben. Die haben sich alle selber drauf gesetzt.

Ein Vorwurf an den Händler oder den Hersteller ist so absurd wie eine 90jährige zu belangen, die damals auch auf Wunsch offene Motorräder mit eingetragenen 27PS ausgeliefert hat, das wollte ich sagen!

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Re: Krise bei KTM

#279 Beitrag von snap-on »

Uwe,

frage den Ducati Händler, der Dir soo positiv aufgefallen ist, doch mal ob er auch, wie alle anderen Ducati-Händler, die ersten 916 zusammen mit einem Paar offenen Auspufftöpfen und einem anderen Steuergerät verkauft hat, was mitgeliefert wurde, weil die serienmäßig legal schlicht unfahrbar waren.

Und die waren für die Strasse bestimmt.

Was wollen wir wetten, dass er es nicht "gnadenlos umgesetzt" hat, diese Kisten serienmäßig auszuliefern oder Kunden wegzuschicken, wenn es die anders wollten?

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten dB-eater!

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Re: Krise bei KTM

#280 Beitrag von Uwe_MY »

snap-on hat geschrieben: 3. Jun 2026 00:40 Was ich Dir sagen will?

Ein Vorwurf an den Händler oder den Hersteller ist so absurd wie eine 90jährige zu belangen, die damals auch auf Wunsch offene Motorräder mit eingetragenen 27PS ausgeliefert hat, das wollte ich sagen!
Moin snap-on,

Jetzt hab ich es verstanden! ;)

Ich bin ja ganz bei Dir das die ein Großteil der Verantwortung beim Kunden liegt. Und auch, daß Eigenverantwortung bei uns, übrigens auch in anderen Ländern wie ich erfahren durfte, nicht groß geschrieben wird sondern die Schuld gerne bei anderen gesucht wird. Da bin ich absolut Deiner Meinung!

Gilt das aber nicht auch für den Händler und KTM?

Wenn ein Händler sich mal in einer ruhigen Minute mal hinsetzt und überlegt, ob es richtig (und legal war) den Kundenwunsch zu erfüllen.

Ein solches kritisches Auseinandersetzen mit dem Getanen bei Händlern / Hersteller und auch der Fachpresse passiert nicht, sondern reflexartig wird die Schuld auf andere (Kunden), oder auf die Marginalität des Geschehenen gelenkt wird.

Ich hab in meinem Berufsleben einige ähnliche Fälle mitabwickeln dürfen/müssen. Zum Teil einiges größer als das hier mit KTM. Der Ansatz mit allen Beteiligten war letztendlich immer der Gleiche:

Was genau ist passiert und was muß getan werden damit das nicht nochmal vorkommt.

Ich sehe hier bei keinem der Beteiligten (Kunden/Händler/Hersteller/Presse) den Willen zur sachlichen Aufarbeitung des Geschehenen und zur Lösungsfindung für die Zukunft.

Und das ärgert mich.

;)

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