Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

Allgemeine Themen und Antworten auf immer wieder gestellte Fragen zur Kawasaki Versys 650
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blahwas
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Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#1 Beitrag von blahwas » 22. Aug 2016 19:23

Angeregt durch die Frage in einer Neuvorstellung:
Gibt es denn einen Thread mit Infos über Eigenheiten der Versys und was man als Neuling auf der Versys beachten oder wissen sollte? Oder mag mir das jemand mal kurz auflisten? Ich meine so Erfahrungen, die zB nicht in der Bedienungsanleitung stehen. ;)
Die Eigenheit der Tankanzeige habe ich schon kennen gelernt: Habe am Samstag die Anzeige auf leer gehabt mit knapp 330 km auf dem Tageszähler. In den Tank sind aber nicht ganz 12l rein gegangen (habe einige cm unter der Öffnung aufgehört, ein paar Liter gehen evtl noch. Aber die 21l mache ich damit wohl nicht voll... ;)
Was fällt euch da so ein an Sonderbarkeiten der Versys 650?

Sonderbarkeiten:
-Die Tankanzeige jammert viel zu früh.
-Der Tacho zeigt bei Modell 2008 exakt 7,2% zuviel an. Der Kilometerzähler geht dafür genau.
-Die Erstbereifung ist nicht so toll, Fahrverhalten und Grip werden mit jedem anderen Reifen besser.
-Typisch Kawa: Man kann im Stand nicht von neutral in den zweiten Gang schalten.
-Das deutliche Klacken aus dem Getriebe beim Schalten ist normal.
-Bei Modellen vor Baujahr 2017 steht eine Bindung an einen bestimmten Dunlop-Reifen in den Papieren, die aber seit 2020 nicht mehr rechtlich bindend ist: viewtopic.php?f=60&t=17957

Qualitätsverbesserungspotential:
-Die Verkleidung dröhnt bei manchem, lässt sich aber mit Schaumstoff oder Dichtband beruhigen.
-Der Seitenständer rückt nach, und das ist normal, da er viel Spiel in der Aufnahme hat, das man mit Distanzscheiben abstellen kann
-Die Sitzbank scheuert auf dem Rahmen und rubbelt den Lack ab.
-Die Handbremse fühlt sich bis 2014 teigig an, der Druckpunkt kommt erst recht spät (vor 2009 noch stärker). Abhilfe schaffen eine modernere Bremspumpe, gründliches Entlüften oder sogar zusätzlich andere Bremszangen. Thread zur Verbesserung. Sinter-Beläge reduzieren die Handkraft deutlich.
-Der Laderegler sitzt im Spritzbereich des Hinterrads, und sein Stecker entwickelt daher bei manchen Exemplaren Kontaktprobleme. Abhilfe schaft eine Abschirmung oder andere Maßnahmen.
-Bis 2014: Das ABS vorne öffnet die Bremse gerne, wenn man auf sehr holpriger Strecke stark verzögern möchte. Beim engagierten Pässeblasen bergab daher besser vor Schlaglochfeldern die Bremsung durchführen, und ggfs. Bremse lösen und wieder zugreifen. Änderungen an den Einstellungen der Gabel bringen leichte Verbesserung in dieser Hinsicht, verschlechtern aber das restliche Fahrverhalten. Außerdem öffnet das ABS vorne wenn gleichzeitig vorne und hinten stark gebremst und beim Runterschalten unsanft eingekuppelt wird. Daher bei sehr sportlichen Bremsungen entweder nur vorne bremsen beim Einkuppeln oder sanfter einkuppeln.

Tipps zur Wartung:
-Radausbau: Man braucht einen 14 mm Inbus, um das Vorderrad auszubauen, am besten eine 1/2 -Zoll Nuss. Gewöhnliche Hinterradheber funktionieren nicht, weil die Schwingenunterseiten nicht parallel sind. Es sind aber Gewinde an der Schwingen vorhanden, wo man Bobbins ("Prismabuchsen") einschrauben kann, die man dann mit einem Heber mit Klauen nutzen kann.
-Die Kettenspannung wird oft zu stramm eingestellt und ist auch im Handbuch zu stramm angegeben.
-Das Tankschloss und seine Schließbolzen freuen sich über ein paar Tropfen Schmierung (z.B. nach langen Fahrtpausen). Vor Fahrtantritt das öffnen des Tanks zu probieren schadet nicht.
-Ein Ruckeln bei niedrigen Drehzahlen und ruckartige Gasannahme beim Öffnen des Hahnes aus dem Schiebebetrieb (z.B. am Kurvenscheitelpunkt) deuten auf ein schlecht eingestelltes Drosselklappenpoti hin, und die einfachste Abhilfe ist ein o2 Dummy (ein elektrischer Stecker für unter 30 Euro, der anstelle der Lamdasonde angeschlossen wird - ohne ABE).
-Ölwechsel alle 12000 km sind völlig ausreichend.
-Die Leuchtmittel von Abblendlicht und Fernlicht sind identisch, können also im Notfall getauscht werden. Die Leuchtmittel lassen sich ohne Demontage wechseln (mit Geduld und Geschick). Für Abblendlicht von oben rein greifen, für Fernlicht von unten (bis 2014).
-Der Deckel des Kühlerwasserausgleichsbehälters öffnet bei manchen Modellen nach einiger Zeit zu früh oder gar nicht mehr. Ergebnis ist ein Blubbern wie von einer Kaffeemaschine nach scharfer Fahrt. Viele montieren ersatzweise den Deckel der ER6 - dieser öffnet bei 1,3 statt 1,1 Bar.
-Der Schalthebel sitzt ohne Lager auf seinem Bolzen, daher ist die Stelle schwer zu schmieren und entwickelt zunehmend Spiel. Thread zur Wartung mit Beitrag #7 zur Verbesserung

Werkszubehör:
-Die Bordsteckdose von Kawasaki und Griffschalen mögen sich nicht besonders, überstehende Stecker sind den Griffschalen im Weg wenn eng gelenkt wird. Es gibt aber auch flache 12V-USB-Wandler und USB-Kabel mit Winkelsteckern.
-Der Hauptständer von SW-Motech passt für jedes Baujahr. Dieser verringert die Schräglagenfreiheit etwas.
-Die Ganganzeige vor Baujahr 2017 geht nur wenn eingekuppelt ist, und es gibt eine schönere als von Kawa: Siehe unten

Zubehör auf dem freien Markt:
-Sehr schöne Ganganzeige INS Cockpit Quelle hier im Forum (Alle Baujahre)
-Für Modelle ab 2015 gibt es ein Doppellichtmodul im Zubehör, damit beide Scheinwerfer leuchten (ohne ABE). Quelle hier im Forum
-Es lassen sich auch für Modelle bis 2014 Koffer und Topcase kombinieren, auch mit Werksteilen. Teilweise ist weiteres Zubehör nötig oder Änderungen am Originalzubehör (Ggfs. Gesamtzuladung im Auge behalten)

Was passt?
-Alle Sitzbänke passen auf alle Baujahre. Die angeschraubten Haken auf der Unterseite entfielen ab Baujahr 2015 und erfüllen keinen Zweck: viewtopic.php?f=45&t=12741
-Welche Teile von welchem Versys-Baujahr passen? viewtopic.php?f=9&t=16051
-Welche Teile von der ER6 passen? viewtopic.php?f=9&t=15514&p=10582

Ergänzungen und Links auf Detail-Threads werden gerne genommen. Diese werden dann hier nachgetragen.
Zuletzt geändert von blahwas am 1. Sep 2016 15:07, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#2 Beitrag von nikobin » 22. Aug 2016 22:50

Super, vielen Dank dafür! :)

Gibts denn ein brauchbares Handbuch? Habe bisher das hier gefunden, kennt das schon jemand?

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#3 Beitrag von Candela » 22. Aug 2016 23:25

Hallo blahwas,

danke für die Übersicht. Schön zu sehen das nicht nur ich Zweifel an der Tankanzeige habe.

Wo hast du denn das Doppellichtmodul gefunden? War auch schon auf der Suche nach sowas, konnte aber bisher nichts finden.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#4 Beitrag von Candela » 22. Aug 2016 23:34

Hat sich erledigt. Habs gerade im Forum über die Suche gefunden.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#5 Beitrag von Nitram » 23. Aug 2016 00:47

nikobin hat geschrieben:Super, vielen Dank dafür! :)

Gibts denn ein brauchbares Handbuch? Habe bisher das hier gefunden, kennt das schon jemand?
Dieses Handbuch habe ich mir auch gleich als erstes besorgt. Bin recht zufrieden damit. Ist ordentlich bebildert, u.a. auch teilweise mit hilfreichen Explosionszeichnungen. Auch gut: alle Drehmomentvorgaben finden sich zum Einen tabellarisch zusammengefasst sowie meist auch im Text des entsprechenden Kapitels.

Größere, komplizierte Eingriffe (Motor, Getriebe, etc.) musste ich bisher nicht machen.

Gruß,
Martin

edit blahwas: englischsprachige, umfangreichere Service Manual entfernt
Zuletzt geändert von blahwas am 23. Aug 2016 08:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#6 Beitrag von Eroth » 23. Aug 2016 02:08

nikobin hat geschrieben:Super, vielen Dank dafür! :)

Gibts denn ein brauchbares Handbuch? Habe bisher das hier gefunden, kennt das schon jemand?

http://www.werkstatt-handbuch-archiv.de/

Da gibt es das Werkstatt Handbuch, ist ein ~3kg Buch wo allllllles drin steht kostet aber auch 97€ incl versand aber sehr hilfreiches Buch finde ich :)
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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#7 Beitrag von blahwas » 23. Aug 2016 08:04

Nitram hat geschrieben:
nikobin hat geschrieben:Super, vielen Dank dafür! :)

Gibts denn ein brauchbares Handbuch? Habe bisher das hier gefunden, kennt das schon jemand?
Dieses Handbuch habe ich mir auch gleich als erstes besorgt. Bin recht zufrieden damit. Ist ordentlich bebildert, u.a. auch teilweise mit hilfreichen Explosionszeichnungen. Auch gut: alle Drehmomentvorgaben finden sich zum Einen tabellarisch zusammengefasst sowie meist auch im Text des entsprechenden Kapitels.

Größere, komplizierte Eingriffe (Motor, Getriebe, etc.) musste ich bisher nicht machen.

Gruß,
Martin

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#8 Beitrag von blahwas » 23. Aug 2016 08:05

In mehr oder weniger seriösen Ecken des Netzes gibt es auch eine englischsprachige, umfangreichere Service Manual zum Download. Die gehört eigentlich jemandem, daher gibt es sie nicht hier im Forum. Bitte auch keine Links drauf posten.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#9 Beitrag von nikobin » 29. Aug 2016 15:37

Bei mir sind noch ein paar Fragen aufgetaucht, ist es ok, wenn ich die Anfängerfragen gleich hier stelle? ;-)
Sonst einfach sagen, dann schiebe ich die woanders hin :-)

Bin am Freitag mit der Maschine etwa 60km gefahren, habe ca. 10km vorm Ziel den Tank voll gemacht. Samstag stand sie dann (ziemlich sonnig) und gestern bin ich die 60km wieder zurück. Vor der Abfahrt ist mir aber ein neuer, recht ansehnlicher Fleck unter der Maschine aufgefallen. Unterhalb von diesem Schlauch neben dem Schalthebel. Ist das einfach nur der Benzinüberlauf oder was macht der Schlauch? :oops:
Wollte nicht daran riechen, da fremder Münchner Teer, kein heimischer aus dem Chiemgau :D ;)

Habe gerade in einem anderen Thread was wegen der Wasserkühlung gelesen. Was gibt es denn da zu beachten? Sowas hatte meine alte noch nicht, habe in dem Bereich also gar keine Ahnung. Weiß nur von der Honda einer Bekannten, dass ihr Mechaniker mal nur Wasser rein hat und ihr dann im Winter der Motorblock gerissen ist :shocked:
Ist die Wasserkühlung generell ein Thema wo man vorsichtig sein sollte oder braucht man sich keine Sorgen machen, so lange die richtigen Mittelchen drin sind?
Ist denn eine zusätzliche Schutzabdeckung der Kühlung sinnvoll oder rausgeschmissenes Geld?

Mir ist schon länger ein Geräusch beim Gas geben aufgefallen, das ist wie ein Surren oder leichtes Rauschen. Kann sowas einfach von der Einspritzung kommen? Ist wirklich nur da, wenn am Gas gedreht wird.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#10 Beitrag von blahwas » 29. Aug 2016 17:30

Bzgl. Fleck nach dem Tanken: Ist normal, das war wohl der Überlauf. Auf den 10 km hast du weniger als 0,5 Liter verbraucht. Auf dem Seitenständer passt weniger in den Tank. Außerdem kommt der Sprit kalt aus den Bodentanks der Tanketelle und erwärmt sich im Motorrad durch die Sonne - gerade bei diesem Wetter. Kein Problem, evtl. das nächste Mal nicht ganz voll tanken (1 cm lassen), wenn so eine Parksituation abzusehen ist. Am Jahrestreffen haben auch viele gekleckert - dabei passiert i.d.R. nichts.

Die Wasserkühlung ist völlig unkompliziert, bis auf diesen Deckel halt, der nach 30.000 km oder so mal anfängt, zu früh zu öffnen. Man kann mit Leitungswasser weiterfahren, auch den Urlaub zu Ende, sollte aber in der Werkstatt die Kühlflüssigkeit tauschen lassen oder wenigstens selbst vor dem Wintereinbruch Frostschutzmittel ergänzen. Und weil man dann ggfs. nicht dran denkt, besser gleich als irgendwann.

Den Kühler kann man mit einem Gitter schützen oder durch eine Spritzschutzverlängerung. Die Spritzschutzverlängerung schützt vor Steinen, die man selbst aufwirbelt (und auch etwas den Krümmer und die Fahrerbeine vor Dreck/Wasser), das Gitter schützt außerdem auch vor Steinen, die der Vordermann aufwirbelt (eher für die Schotter-Fraktion relevant). Das Gitter reduziert zwar minimal den Luftfluss zum Kühler, das aber überhaupt kein praktisches Problem, da die Kühlleistung völlig ausreichend ist.

Das Geräusch könnte einfach das Ansauggeräusch sein. Würde ich mir keinen Kopf drum machen.
Zuletzt geändert von blahwas am 29. Aug 2016 17:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#11 Beitrag von Michael_1969 » 29. Aug 2016 18:18

Grundsätzlich kann man sagen: eine Versys 650 läuft eigentlich immer und das völlig problemlos. Ein echtes Sorgenfrei-Moped ;-)
Spritzschutz hinten und Schutzblechverlängerung vorne habe ich jedoch auch ergänzt, beides macht wirklich Sinn.
Herzliche Grüße aus der Südwestpfalz
Michael
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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#12 Beitrag von Hoinzi » 29. Aug 2016 19:32

Meine Tankanzeige ist ziemlich genau, ich bin kürzlich mit blinkender "Fuel"-Anzeige gute 20 km gefahren und habe 18,5 Liter getankt. So viel kann da wohl nicht mehr drin gewesen sein. Ich habe da irgendwas von 19 Liter Tank im Kopf.

Wenn ich meine (zu) voll tanke und dann 10 km später zuhause hinstelle, lässt die Versys regelmäßig unter sich laufen. Warmes Wetter befördert das - wie von Blahwas schon beschrieben - noch.

Bei heißem Wetter dröppelt sie auch mal etwas Kühlflüssigkeit, geblubbert hat sie aber noch nicht. Der Stand der Kühlflüssigflüssigkeit hat sich über die letzten 15.000 km nicht verändert.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#13 Beitrag von blahwas » 29. Aug 2016 21:45

Ich bin schon 40-50 km auf Reserve gefahren und habe auch schon 19,05 Liter getankt :) Aber es ist nervenschonender, das zu vermeiden...

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#14 Beitrag von toyofahrer » 31. Aug 2016 10:13

Also was die Bremsleistung betrifft - ich habe einfach von Gummileitung auf Stahlflex gewechselt und seit dem ist das Bremsverhalten deutlich besser geworden: knackiger Druckpunkt vorn und auch hinten gefühlte 100% schneller ansprechende Bremse.
Kann man sicher noch verbessern mit Hilfe anderer Bremsbeläge - werde ich dann im Winter wechseln lassen und bei Gelegenheit testen und hier berichten. So richtig kalte Winter gibt es ja anscheinend nicht mehr.
Kühlwasser - das Blubbern hatte ich auch mehrfach schon gehabt, vor allem bei Stop and Go Fahrten bei höheren Temperaturen. Der "Freundliche" hat mir geraten beim Abstellen des Möpp den Motor noch ein paar Sekunden (max. 10 sec.) im Stand laufen zu lassen und erst dann ausschalten. Seit dem nix mehr zu hören vom Kühlerblubbern. (hab noch den Originaldeckel drauf und mittlerweile knapp 50.000km runter)
Vibrierende bzw. dröhnende Verkleidung vorn - war einmal. Nach Anleitung hier im Forum entdröhnt und seit dem ist angenehme Stille da vorn.


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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#15 Beitrag von nikobin » 1. Sep 2016 12:03

Danke für die ganzen Infos!! :)
blahwas hat geschrieben:Den Kühler kann man mit einem Gitter schützen oder durch eine Spritzschutzverlängerung. Die Spritzschutzverlängerung schützt vor Steinen, die man selbst aufwirbelt (und auch etwas den Krümmer und die Fahrerbeine vor Dreck/Wasser), das Gitter schützt außerdem auch vor Steinen, die der Vordermann aufwirbelt (eher für die Schotter-Fraktion relevant). Das Gitter reduziert zwar minimal den Luftfluss zum Kühler, das aber überhaupt kein praktisches Problem, da die Kühlleistung völlig ausreichend ist.
Das Gitter hab ich eben schon mal gesehen. Aber macht es denn tatsächlich auch Sinn? Wenn man die meiste Zeit brav auf der normalen Straße bleibt?
Ist halt für mich gerade schwer abzuschätzen, ob der Kühler bei einem kleinen Steinchen, dass schnell mal rumliegt schon einen Schaden bekommen kann oder ob das erst bei größeren Steinen passiert.


Gibt es die Möglichkeit einer Temperaturanzeige vom Öl im Cockpit? Oder gibt es eh eine Warnlampe wenns zu heiß wird?
Zuletzt geändert von nikobin am 1. Sep 2016 12:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#16 Beitrag von blahwas » 1. Sep 2016 12:15

Ich helfe gerne :)

Kühlerschutz: Kawa hat sich dabei sicher etwas gedacht - ich finde man braucht das Gitter nicht. Habe mich aber für die Spritzschutzverlängerung entschieden. Die hab eich einfach angeklebt, hält jetzt ca. 70000 km. Ein Gitter würde ich nur montieren, wenn ich auf eine längere Schotter-Reise gehe. Manche machen es aber wegen der Optik.

Öltemperatur: Die Versys misst meines Wissens die Öltemperatur nicht. Es gibt aber eine Warnlampe für Kühlwassertemperatur. Um "zu heiß" muss man sich keine Sorgen machen (außer es blubbert bereits hörbar), und gegen "zu kalt" hilft die ersten 5 Minuten langsamer zu machen. Es ist nicht soviel Öl im Motor drin, dass man ihn ausdauernd warmfahren müsste. Wassergekühlte Motoren sind thermisch ja zum Glück sehr angenehm - werden schnell warm, bleiben lange warm, und überhitzen normalerweise gar nicht.

Ich habe schon eine Versys mit Thermometer im Cockpit gesehen, ich glaube das war aber die Wassertemperatur. Manche Leute nutzen Ölthermometer, die anstelle des Einfüllstutzens eingeschraubt werden - davon halte ich aber nicht so viel, weil es an der tiefsten = kältesten Stelle am Motor ist und weil gar nicht klar ist, ob der Messfühler wirklich ins Öl eintaucht oder ob er nur hier und da ein paar Spritzer abbekommt. Von der schlechten Ablesbarkeit am rechten Fuß ganz zu schweigen.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#17 Beitrag von nikobin » 1. Sep 2016 14:31

blahwas hat geschrieben:Ich helfe gerne :)
Ich fühle mich hier schon sehr gut aufgehoben! :)
blahwas hat geschrieben:Kühlerschutz: Kawa hat sich dabei sicher etwas gedacht - ich finde man braucht das Gitter nicht. Habe mich aber für die Spritzschutzverlängerung entschieden. Die hab eich einfach angeklebt, hält jetzt ca. 70000 km. Ein Gitter würde ich nur montieren, wenn ich auf eine längere Schotter-Reise gehe. Manche machen es aber wegen der Optik.
Das war die Antwort die ich hören wollte ;) Ein Ding weniger zu kaufen :D Schotter würde ich eher mit der Cagiva Elefant vom Stiefvater fahren, nicht mit der hübschen Versys :)
blahwas hat geschrieben:Öltemperatur: Die Versys misst meines Wissens die Öltemperatur nicht. Es gibt aber eine Warnlampe für Kühlwassertemperatur. Um "zu heiß" muss man sich keine Sorgen machen (außer es blubbert bereits hörbar), und gegen "zu kalt" hilft die ersten 5 Minuten langsamer zu machen. Es ist nicht soviel Öl im Motor drin, dass man ihn ausdauernd warmfahren müsste. Wassergekühlte Motoren sind thermisch ja zum Glück sehr angenehm - werden schnell warm, bleiben lange warm, und überhitzen normalerweise gar nicht.

Ich habe schon eine Versys mit Thermometer im Cockpit gesehen, ich glaube das war aber die Wassertemperatur. Manche Leute nutzen Ölthermometer, die anstelle des Einfüllstutzens eingeschraubt werden - davon halte ich aber nicht so viel, weil es an der tiefsten = kältesten Stelle am Motor ist und weil gar nicht klar ist, ob der Messfühler wirklich ins Öl eintaucht oder ob er nur hier und da ein paar Spritzer abbekommt. Von der schlechten Ablesbarkeit am rechten Fuß ganz zu schweigen.
Hab so ein Thermometer schon in der Bucht gesehen, aber fand das so weit unten auch eher unpraktisch. Deswegen gleich die Frage auf Cockpit beschränkt ;) Aber wenn es eh die Warnlampe gibt, dann passts. Hauptsache ich werd rechtzeitig gewarnt.
Wie ist es denn dann eigentlich mit Kurzstrecken, z.B. in die Arbeit? Meine tickert beim abstellen schon ganz gut vor Hitze, also reicht das evtl. schon aus und es ist nicht die Gefahr, dass sich z.B. im Endtopf Wasser bildet und rostet? (da war meine alte sehr anfällig für)

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#18 Beitrag von Hoinzi » 1. Sep 2016 14:53

An sich sollte der ganze Auspuff aus Edelstahl sein, also hoffentlich auch die Innereien. Bisher sind die Töpfe eher dadurch aufgefallen, dass sich im inneren Bleche losvibriert haben, von Rostproblemen habe zumindest ich noch nichts gehört oder gelesen.

Allerdings dürfte der in der Regel auch so heiß werden, dass da kein Wasser drin stehen bleibt.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#19 Beitrag von nikobin » 7. Sep 2016 11:10

Servus beinand!

Nachdem ich am Wochenende die erste Tour durch den Regen gemacht habe, bräuchte die kleine natürlich eine Dusche. Jetzt habe ich nur Schiss, dass ich mit dem Hochdruckreiniger an der Tanke was kaputt machen kann, da ja überall Sensoren sind (ABS etc) und generell mehr Technik als bei meiner bald 40-jährigen alten Maschine. Da habe ich einfach nur mit dem Strahl drauf geleuchtet und sie sauber gemacht.
Was gibts denn bei der Versys zu beachten, welche Stellen sollte ich gar nicht anspritzen oder nur mit einem Wassernebel waschen?

Da fällt mir noch ein: beim letzten Ölen der Kette ist auf die Schwinge darunter auch was gekommen. Aus Zeitgründen hab ich das nicht gleich weg gemacht :holy:
Kann ich da mit Bremsenreiniger sauber machen oder mag das der Lack/die Beschichtung der Schwinge nicht?
Zuletzt geändert von nikobin am 7. Sep 2016 11:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das wichtigste für Neu-Besitzer in Kürze: Versys 650

#20 Beitrag von blahwas » 7. Sep 2016 11:47

Wenn du mit dem Dampfreiniger nicht zu nah ran gehst ist das gar kein Problem. 1,50 m Abstand und nichts passiert. Meine Schwinge verträgt auch Bremsenreiniger, glaube kaum dass seit BJ 2008 schlechter wurde.

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