Sicher durch den Regen

Tipps und Erfahrungen zu Fahrtechniken, Sicherheits- und Schräglagentrainings.
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RG206cc
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Re: Sicher durch den Regen

#21 Beitrag von RG206cc » 16. Jun 2020 08:47

Erfahrung ist für mich! der wichtigste Punkt. Ich war in der Vergangenheit vermutlich der schlechteste Regenfahrer unter der Sonne. :pfeif: Sobald es auch nur anfing zu regnen, habe ich mir fast in die Hose gemacht. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Ich habe jetzt schon zig tausende von Regen Kilometern hinter mir. Dieses Jahr mit Sicherheit schon 2000 wenn nicht mehr und diese Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen.

Früher fuhr ich nur bei Sonnenschein, dann habe ich angefangen mich bewusst bei Regen aufs Moped zu setzen um zu üben. Du brauchst diese Sicherheit für den Fall der Fälle wenn du auf Tour bist und du kommst in einen Schauer.

Das Wasser auf der Straße ist nicht das größte Problem, sondern wenn du extrem vom Gas gehst das der Reifen an Temperatur verliert und somit an Grip. Das ist der Fehler den die meisten (ich früher inklusive) machen. Heute Versuche ich das tunlichst zu vermeiden und ich halte die Reifen immer auf Temperatur. Mit Gefühl!! angasen und auch nicht zu zaghaft in die Bremse (auf gerader Strecke)

Wenn ihr im Regen sicher unterwegs sein wollt müsst ihr üben, üben, üben... Erst dann seht ihr was da alles möglich ist. Sich langsam hintasten, Bitumen oder Kanaldeckel verursachen bei angemessener Geschwindigkeit ein kurzes "hoppla" ;) einfach locker bleiben und nicht verkrampfen.

Und der zweite Punkt...

Euer Equipment, wer nach einer halben Stunde Regenfahrt schon völlig Durchnässt am Bike sitzt hat ein Problem. Du verkrampst und verlierst die notwendige lockerheit, gerade gute Handschuhe und Stiefel sind ein absolutes muss. Wenn die Finger kalt und Klamm werden ist jegliche Geschmeidigkeit dahin. Dann noch eine Notsituation und du bekommst ein Problem. Auf Tagestour habe ich immer zwei Paar Handschuhe dabei. Auch die besten und gepflegtesten Gore Tex Handschuhe saugen sich außen irgendwann voll. Dann geht's los, du spürst dieses klamme, feuchte und unangenehme Gefühl.

War gestern 3 Stunden bei strömenden Regen unterwegs, zwangsläufig weil mir jemand beim Ausparken mein Auto vorne zerschossen hat 8-) 8-) und genau nach 3 Stunden wurden die Handschuhe (Held Seric Gore Tex) unangenehm.

Wäre ich noch länger unterwegs gewesen wäre das der Zeitpunkt zum Wechseln auf das zweite paar.

Das hat nichts mit weichei oder ich bin ein harter Hund zu tun, ich brauche das nicht, sondern dies ist für meine Sicherheit.

Locker und geschmeidig am Motorrad ist bei Sonnenschein schon wichtig, bei Regen um so mehr. Wer verkrampft bekommt ein Problem, wenn ich merke das passiert mir mache ich eine Pause. Nicht jeder Tag ist gleich, manchmal hast eine Top Tagesform, manchmal bist schlechter drauf. Danach geht's mir dann immer besser und es geht weiter. Sich selbst ehrlich zu beurteilen und auch Mal zugeben das man heute Mist fährt ist ebenfalls wichtig. :kuscheln:

Im Regen fahren mit guter Kleidung und Reifen kann auch Spaß machen. :top: und ich habe mittlerweile meinen Spaß dabei... :]
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andre
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Re: Sicher durch den Regen

#22 Beitrag von andre » 16. Jun 2020 21:11

Regenfahrten sind einfach eine Sache der Gewohnheit und auch Routine. Überhaupt kein Grund, Angst zu haben.
Im Schwarzwald war ich mit Jannik bei absolutem Schweinewetter unterwegs, windig bis teilweise sehr windig, heftige Regenschauer bis teilweise Platzregen, Wasser was wie in kleinen Bächen quer über die Straße gelaufen ist. Dazu die bekannten Straßenverhältnisse im Schwarzwald mit Bitumenstreifen, unterschiedlichen Asphalt mit unterschiedlichen nicht immer erkennbaren Reibwerten und Dreck und Geröll auf der Straße. Wir sind schon bei Schweinewetter am Salenhof losgefahren, beide mit Lederkombi an und gleich zu Beginn mit vernünftigem Regenzeug und wasserdichten Stiefeln und vernünftigen Handschuhen. Die ersten KM bis zur Tanke war es etwas ungewohnt, vermutlich auch wegen des Regenzeugs. Nach kurzer Zeit hat man im Spiegel erkannt, wie Jannik immer lockerer wurde und einfach sein Ding gefahren ist. Bei mir war es genau so. Nach knapp 120 KM haben wir spontan beschlossen, noch eine Extra-Schleife dranzuhängen, sind noch einmal an der Linach Talsperre vorbei gefahren. Am Ende des Tages waren es knapp 175 KM und dreieinhalb Stunden. Berücksichtigt man zusätzlich zum Dauerregen noch die 3 Grad, die oben am Schauinsland waren und die bescheidenen Sichtverhältnisse, war das eine ziemlich coole Tour. Am Salenhof angekommen haben wir beide gegrinst und abgeklatscht. :)
Aber, auf einer langen An oder Abreise brauche ich so ein Wetter nicht zwingend. Regenschauer oder meinetwegen auch mal zwei oder drei Stunden Dauerregen ist kein Thema, aber wenn ich weiß, dass auch am Zielort das Wetter regnerisch ist, werde ich vermehrt meinen Anhänger nutzen.
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Re: Sicher durch den Regen

#23 Beitrag von Ackerschnacker » 16. Jun 2020 21:17

Hierzu meine Erfahrungen der letzten Jahre mit meinen Kumpels auf der jährlichen Tour durch Deutschland. Ich habe zwei Spätberufene dabei, welche erst in den letzten Jahren richtig Motorrad fahren. Wir haben allgemein - bei den dabei üblichen Regenfahrten - festgestellt, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase genau so flott ums Eck geht wie im Trockenen.
Also die Erfahrung macht einen sicheren Regenfahrer.
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Re: Sicher durch den Regen

#24 Beitrag von Ackerschnacker » 16. Jun 2020 21:20

andre hat geschrieben:
16. Jun 2020 21:11
Regenfahrten sind einfach eine Sache der Gewohnheit und auch Routine. Überhaupt kein Grund, Angst zu haben.
Im Schwarzwald war ich mit Jannik bei absolutem Schweinewetter unterwegs, windig bis teilweise sehr windig, heftige Regenschauer bis teilweise Platzregen, Wasser was wie in kleinen Bächen quer über die Straße gelaufen ist. Dazu die bekannten Straßenverhältnisse im Schwarzwald mit Bitumenstreifen, unterschiedlichen Asphalt mit unterschiedlichen nicht immer erkennbaren Reibwerten und Dreck und Geröll auf der Straße. Wir sind schon bei Schweinewetter am Salenhof losgefahren, beide mit Lederkombi an und gleich zu Beginn mit vernünftigem Regenzeug und wasserdichten Stiefeln und vernünftigen Handschuhen. Die ersten KM bis zur Tanke war es etwas ungewohnt, vermutlich auch wegen des Regenzeugs. Nach kurzer Zeit hat man im Spiegel erkannt, wie Jannik immer lockerer wurde und einfach sein Ding gefahren ist. Bei mir war es genau so. Nach knapp 120 KM haben wir spontan beschlossen, noch eine Extra-Schleife dranzuhängen, sind noch einmal an der Linach Talsperre vorbei gefahren. Am Ende des Tages waren es knapp 175 KM und dreieinhalb Stunden. Berücksichtigt man zusätzlich zum Dauerregen noch die 3 Grad, die oben am Schauinsland waren und die bescheidenen Sichtverhältnisse, war das eine ziemlich coole Tour. Am Salenhof angekommen haben wir beide gegrinst und abgeklatscht. :)
Aber, auf einer langen An oder Abreise brauche ich so ein Wetter nicht zwingend. Regenschauer oder meinetwegen auch mal zwei oder drei Stunden Dauerregen ist kein Thema, aber wenn ich weiß, dass auch am Zielort das Wetter regnerisch ist, werde ich vermehrt meinen Anhänger nutzen.
Diese Witterungsverhältnisse hatten wir vor 2 Jahren auch dort ;) :coffee:
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Re: Sicher durch den Regen

#25 Beitrag von andre » 16. Jun 2020 21:28

Ackerschnacker hat geschrieben:
16. Jun 2020 21:17
Hierzu meine Erfahrungen der letzten Jahre mit meinen Kumpels auf der jährlichen Tour durch Deutschland. Ich habe zwei Spätberufene dabei, welche erst in den letzten Jahren richtig Motorrad fahren. Wir haben allgemein - bei den dabei üblichen Regenfahrten - festgestellt, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase genau so flott ums Eck geht wie im Trockenen.
Also die Erfahrung macht einen sicheren Regenfahrer.
Genau, und für die weniger routinierten Fahrer ist es halt eine wertvolle Hilfe hinter jemanden zu fahren, dem sie wegen seines Fahrstils vertrauen! :]
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Re: Sicher durch den Regen

#26 Beitrag von Michael_1969 » 17. Jun 2020 06:30

An manchen Tagen läuft's einfach nicht so routiniert wie man's gerne hätte, besonders oft im Regen. Mir hat es daher schon viel gebracht, wenn ich mich an einen erfahrene(re)n Biker hintendran klemme, der mich zuvor sogar überholt hat. Selbst wenn der einen deutlich forscheren Fahrstil haben sollte als ich, kann ich meist dranbleiben an ihm da ich weiß, dass ich meinem Material vertrauen kann und nicht dran gespart habe. Motto: Solange der nicht aus der Kurve fliegt, tue ich's auch nicht ;)

Bin eh davon überzeugt, dass selbst Schräglagen, die ich mich im Trockenen nicht mehr traue zu fahren, locker auch noch im Regen drin wären. Kopfsache... sobald die Rübe sagt "ist zu gefährlich" ist der Mut dahin. Da beißt die Maus keinen Faden mehr ab.

Im Fahrsicherheitstrainung wurde das schon mehrfach geübt... Vollbremsung mit über 100 km/h in knöcheltiefem Wasser und über eine unter Wasser stehende Metallplatte hinweg. Was sich nach erhöhter Abfluggefahr anhört, juckt ein gut bereiftes Möppi mit ABS heute rein gar nicht. Die Bremswege unterschieden sich nicht nennenswert von denen auf knochentrockenem Asphalt. Kaum zu glauben, wenn man's nicht selbst ausprobiert hat.

Und dennoch... die Grenzen werden auch bei mir weiterhin im Kopf gesetzt. Immer wieder aufs Neue, obwohl ich's doch längst besser wissen sollte und reichlich geübt habe. Aber Hauptsache Spaß haben am Biken und immer gut heimkommen :)
Herzliche Grüße aus der Südwestpfalz
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Re: Sicher durch den Regen

#27 Beitrag von Roxin » 17. Jun 2020 07:03

Hallo,
letztes Jahr in Schottland hat es richtig wie aus Eimern geschüttet, 24h ununterbrochen. Der Scottoiler ist sogar ausgefallen. Temperatur im Regen von 7 bis 24 Grad alles dabei. Klamotten dicht und trotz Gepäck null Probleme. Das war mit dem CRA2.
Früher mit der F650 im Regen Kurven mit 120 Kmh null Probleme, da war kein Unterschied zu trocken zu spüren.

Aber jetzt bei der KV, trocken alles super, aber leichter Regen und Temperatur um die 5 Grad und das Ding ist unberechenbar. Mehrere Male beim Abbiegen weggerutscht. Da war beim Belag nichts erkennbar.
Ein anderes Mal, ich fahre morgens bei 5 Grad, Straße feucht, mit 80 Kmh auf einen Kreisverkehr zu und will bremsen. Ich greife quasi ins leere, es kommt nur das ABS, rattern, rattern, rattern, keine Verzögerung, rutscht wie auf Eis bis in den Kreisverkehr. Dann bremst es leicht.

Da hilft es mir auch nicht, wenn ein Erfahrener mit guten Reifen vor mir fährt. Die letzten 30 Jahre hatte ich nie einen Rutscher bei Regen. Ich war immer überrascht, wieviel doch bei Regen geht . Jetzt habe ich das Vertrauen in die Reifen verloren und frage mich bei nassen Straßen immer, wann sie wieder wegrutscht.

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Re: Sicher durch den Regen

#28 Beitrag von Michael_1969 » 17. Jun 2020 07:07

Und welche Reifen hast Du drauf, Roxin?
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Re: Sicher durch den Regen

#29 Beitrag von andre » 17. Jun 2020 07:55

@Roxin
...wenn es immer an der gleichen Stelle wäre, würde ich behaupten, es liegt am Straßenbelag. Gerade in einem Kreisverkehr könnte der Belag im Laufe der Zeit rutschiger geworden sein. Eigentlich gibt es heute keine so schlechten Reifen mehr, die so ein Phänomen auslösen. Sollte es jedoch an verschiedenen Stellen vorkommen würde ich wegen des fehlenden Vertrauens sofort die Reifen wechseln
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Re: Sicher durch den Regen

#30 Beitrag von Michael_1969 » 17. Jun 2020 08:05

Hatte kürzlich selbst einen Rutscher im (trockenen!) Kreisverkehr gehabt. Von Öl oder sonstigen Verunreinigungen nix gesehen. Jedoch war mein Pirelli Scorpion Trail II vorne nicht mehr der Frischeste und kurz vor der Abfahrgrenze.

Vertrauen weg = Reifen weg

Nur wenige Tage später habe ich auf den CTA3 vorne und hinten umgerüstet. Nun ist das Vertrauen wieder da.
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Re: Sicher durch den Regen

#31 Beitrag von frieda » 17. Jun 2020 09:01

Bei starkem Regen und sauberer Straße kann man tatsächlich recht flott in Kurven fahren.

Aber, ..... ich kann bei Regen nicht den Straßenzustand erkennen, Öl, Schmier, Dreck, Sand, feiner Splitt usw. und Fahrbahnzustand.

Wenn es noch nicht lange regnet oder nur nieselt kann die forsche Fahrweise, die im Dauerregen geht,

zum russisch Rolett werden, hab ich schon einige Male erlebt. Die besagten Rutscher oder Stürze die dann auch mal auf den Reifen geschoben werden,

obwohl vielleicht ein Kanaldeckel oder eine Fahrbahnmarkierung übersehen wurde.

Nasse Straße heißt NICHT pauschal flotte Fahrweise ist möglich.

Deshalb lasse ich mir bei naßen Straßen und bei Regen große Reserven.

Den Reifengrip, sprich die Aufstandsfläche, erhöhen, geht durch Luftdruck absenken. Wenn lange Regenfahrten abzusehen sind,

ist ehe keine hohe Geschwindigkeit angesagt.
Zuletzt geändert von frieda am 17. Jun 2020 09:04, insgesamt 1-mal geändert.

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blahwas
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Re: Sicher durch den Regen

#32 Beitrag von blahwas » 17. Jun 2020 09:02

Kleine Stolperfall, wenn es intensiv oder länger regnet und irgendwo Wasser über die Straße läuft, kann das gefährlich sein, weil da gerne auch Sand mitgeschwemmt wird. Wenn's - besonders in den Bergen - beim Drüberfahren spürbar uneben ist oder wenn man schon Steine liegen sieht, hat man ein erhöhtes Risiko für Reifenschäden. Dann sucht man sich besser die sauberste Stelle. Bin mit meinem Frankreichkumpel in den Cevennen simultan liegen geblieben deshalb. Anwohner berichteten von "alle 2 Monate neue Reifen für die Autos".

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Re: Sicher durch den Regen

#33 Beitrag von jax » 17. Jun 2020 10:17

Michael_1969 hat geschrieben:
17. Jun 2020 07:07
Und welche Reifen hast Du drauf, Roxin?
Bin zwar nicht Roxin, aber mir geht es genau so mit den BT31. Im Trockenen okay, bei Nässe auch, aber wehe es wird nass und kalt, dann fängt die Rutscherei an. Das war auf dem sowieso schon rutschigen Hahntennjoch auf der Anfahrt zum letztjährigen Höhentreffen so, und bei der Anfahrt zur Frankentour in den Höhenlagen auch. Jeweils 4 - 5° C. Das hatte ich bisher bei noch keinem Mopped/Reifen*, mag sein, dass es auch am Gewicht der aktuellen kV liegt.


*Ausnahme: die kleine Ur Versys mit serienmäßigen Dunlop D ?221?
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Re: Sicher durch den Regen

#34 Beitrag von Roxin » 17. Jun 2020 12:38

Bei mir T30R.
Bei der vorherigen Vstrom waren die serienmäßigen Trailwing auch nicht toll, aber es rutsche nicht.
Mit dem CRA2 dann viel besser.
Rutschen tut es an allen möglichen Stellen, die ich tausend Mal gefahren bin. Es ist nicht vorhersehbar.
Kein Belagwechsel, Gullideckel, Fahrbahnmarkierungen usw. Man fühlt sich sicher und plötzlich rutscht die Kiste.

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Re: Sicher durch den Regen

#35 Beitrag von kautabbak » 17. Jun 2020 19:29

:achtungironie:
Na nu is ma gut hier!
Bei Regen bitte zu Hause bleiben und die Liebsten bespaßen.
Bei Regen ist es sehr gefährlich und überall sehr glatt, man wird auch noch viel schlechter gesehen von allen anderen Verkehrsteilnehmern und das mit den kalten Reifen und dem kalten Asphalt, da is nich gut Kirschenessen.
Und dann noch kalt, so überall kalt, da ist es zu Hause doch am schönsten.
Bitte denkt an eure Gesundheit, es kommen immer wieder schöne Tage, da ist es viel besser zu fahren.
Und wichtig ist noch eine Saisonzulassung. Da spart man richtig, am besten so 04/10, dann ärgert man sich auch nicht, dass man wegen des Wetters nicht fahren kann. Und Salz, Salz zerfrisst das ganze Motorrad.



Ich will wenigstens bei miesem Wetter und im Winter meine Ruhe auf der Straße haben :baeh:
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Re: Sicher durch den Regen

#36 Beitrag von versys1000GT » 17. Jun 2020 19:43

kautabbak hat geschrieben:
17. Jun 2020 19:29
:achtungironie:
Na nu is ma gut hier!
Bei Regen bitte zu Hause bleiben und die Liebsten bespaßen.
Bei Regen ist es sehr gefährlich und überall sehr glatt, man wird auch noch viel schlechter gesehen von allen anderen Verkehrsteilnehmern und das mit den kalten Reifen und dem kalten Asphalt, da is nich gut Kirschenessen.
Und dann noch kalt, so überall kalt, da ist es zu Hause doch am schönsten.
Bitte denkt an eure Gesundheit, es kommen immer wieder schöne Tage, da ist es viel besser zu fahren.
Und wichtig ist noch eine Saisonzulassung. Da spart man richtig, am besten so 04/10, dann ärgert man sich auch nicht, dass man wegen des Wetters nicht fahren kann. Und Salz, Salz zerfrisst das ganze Motorrad.



Ich will wenigstens bei miesem Wetter und im Winter meine Ruhe auf der Straße haben :baeh:
Herrlich geschrieben :clap:
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Re: Sicher durch den Regen

#37 Beitrag von juschka » 17. Jun 2020 21:13

Also ich fahre mit der kV mit dem Roadtec 1 sehr sicher und empfinde Madam auch als absolut zuverlässig. Nässe, Kälte oder auch Hochsommerschauer absolut problemlos, kein Rutschen oder ABS- Thema. Waren damit regelmässig in den Alpen in allen Höhen und viele hundert km. Denke der Reifen hat noch mehr Reserven als ich. Fahre damit dann auch meinem Mann mit dem Bridgestone s22 davon, er rutscht, bei mir alles safe.
Nichts desto trotz könnte natürlichmal was sein aber dann ist es sicher eine Kombination von Dreck aller Art, Nässe, Profilstatus, Temp. uvm Ich denke nicht dass man Probleme dann nur auf den Reifen schieben kann.

Vg juschka

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Re: Sicher durch den Regen

#38 Beitrag von jax » 17. Jun 2020 21:33

juschka hat geschrieben:
17. Jun 2020 21:13
Also ich fahre mit der kV mit dem Roadtec 1 sehr sicher und empfinde Madam auch als absolut zuverlässig. Nässe, Kälte oder auch Hochsommerschauer absolut problemlos, kein Rutschen oder ABS- Thema.
Ebend, darum kommt der wieder drauf :cheers:

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Re: Sicher durch den Regen

#39 Beitrag von frieda » 17. Jun 2020 22:58

kautabbak hat geschrieben:
17. Jun 2020 19:29
Na nu is ma gut hier!
Bei Regen bitte zu Hause bleiben und die Liebsten bespaßen.
Bei Regen ist es sehr gefährlich und überall sehr glatt, man wird auch noch viel schlechter gesehen von allen anderen Verkehrsteilnehmern und das mit den kalten Reifen und dem kalten Asphalt, da is nich gut Kirschenessen.
Und dann noch kalt, so überall kalt, da ist es zu Hause doch am schönsten.
Bitte denkt an eure Gesundheit, es kommen immer wieder schöne Tage, da ist es viel besser zu fahren.
Und wichtig ist noch eine Saisonzulassung. Da spart man richtig, am besten so 04/10, dann ärgert man sich auch nicht, dass man wegen des Wetters nicht fahren kann. Und Salz, Salz zerfrisst das ganze Motorrad.



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Ich lege ma noch einen drauf, unser Omma sachte immer:

" Bleib am besten ganz von dem Ding runter, dann passiert dir auch nix " !!!

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