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 Betreff des Beitrags: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#1  BeitragVerfasst: 10. Aug 2018 22:56 
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Hi Freunde,
eigentlich hatte ich überlegt diesen Beitrag unter der Rubrik: "Gibt es ein hässlicheres Motorrad als eine KV 2012?" zu schreiben.
Aber dann, so meine Sorge, gäbe es bestimmt wieder Leser, die mir vorwerfen, DAS DING wäre ja gar kein Motorrad :think:
Dateianhang:
IMG_1097.JPG

Dateianhang:
IMG_1098.JPG

Dabei entspricht es zumindest hinten und seitlich einer ganz normalen MT-09:
Dateianhang:
IMG_1099.JPG

Aber o.k., dann halt unter Fremdfabrikate.
Eins Vorweg: Ganz im Gegenteil zum optischen Eindruck von vorne besitzt dieser High Tech Rollator eine kaum zu glaubende Agilität. Echt ein Power-Gerät, glaubt es mir :D
Aber erst zu den Daten:
3-Zylinder Motor aus der MT-09 mit 115 PS
Ackermann-Lenkung mit doppelter Upside-Down-Telegabel und Neigesystem
Schräglage bis 45 °.
TCS, QSS, A&S-Kupplung, D-MODE, Tempomat
Sitzhöhe 820
Gewicht, fahrfertig, vollgetankt 263 kg

Ich konnte die Niken während einer geführten Tour ca. eine halbe Stunde bewegen.
Anfangs ist die Neigetechik ebenso leicht gewöhnungsbedürftig wie die zunächst, besonders beim langsamfahren, gut spürbare Masse.
Aber bereits nach ca. 2 km konnte ich im ersten Kreisverkehr mit sicherem Gefühl und viel Spaß an der Freud voll reinlangen.
Uhiiiiii, da geht was, der Tripple zieht bombig ab und, das ist das Besondere, die Stabilität und damit das Sicherheitsgefühl in der Kurve sind wirklich beeindruckend. Wer bisher auf 2 Rädern seine Schräglagenangst einfach nicht überwinden konnte, wird auf der Niken wohl eine ganz neue Dimension von Kurvengeilheit erfahren - einfach reingrätschen und das Ding hält die Spur wie auf Schienen.
Der bekannte und beliebte Tripple aus der MT-09 sorgt dabei für stets satten Schub - Langweile kommt nicht auf - die Doppelgabel und das restliche Fahrwerk nicht nur für Stabilität in Kurven, sondern auch überhaupt für eine erstaunliche Ungerührtheit gegenüber jeglichen Einflüssen der Straße. Das Fahrwerk schluckt wesentlich mehr als alles was man bislang von Motorrädern gewohnt war - könnte fast langweilig werden, dachte ich zwischendurch mal, so entkoppelt von der Straße - beeindruckend ist es aber auch und lässt wirklich sehr lange Tagesstrecken erahnen.
Ich habe trotz meiner ehrlichen Überraschung über so viel dynamische Innovation aktuell nicht vor mir ein drittes Rad ans Hobby zu binden - freu mich aber über die zusätzliche Perspektive für die Rente.
Wer aber an einen den Umstieg auf einen großen Tourer denkt, sollte der Niken mal die Chance eines eigenen Eindruckes gewähren - Überraschung garantiert.
Die Niken Demo-Tour bietet dazu bis Sonntag noch Gelegenheit in Schönefeld bei Berlin und vom 17. August – 19. August beim Motorradfestival in Olsberg/Sauerland. Näheres hier:

Grüße

Umsteiger


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Zuletzt geändert von Umsteiger am 10. Aug 2018 23:04, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#2  BeitragVerfasst: 11. Aug 2018 08:37 
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Ich freue mich auch schon auf die Gelegenheit einer Probefahrt. Genug Motorradfahrer die ich kenne haben das Ding von Anfang an lächerlich gemacht, und vorgeschlagen dass man beim Auto bleibt wenn man über 3 Räder nachdenkt. Ich glaube persönlich dass sich Yamaha schon etwas dabei denkt, sowas auf den Markt zu bringen, und alle Tests die ich bisher gelesen habe, inclusive deinem, sind dem Niken gegenüber sehr positiv eingestellt.

Bleibt halt nur, dass ich kein großer Fan der 9er Tracer und ihres Fahrwerks bin, für mich ist die irgenwie viel zu Hart und kernig, also wenig komfortabel und gleichzeitig auch nicht auf Anhieb so schnell fahrbar wie man denken würde. KTM ist da sowohl vom Komfort als auch von der Sportlichkeit weit vorn. Mal sehen.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#3  BeitragVerfasst: 11. Aug 2018 08:58 
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Danke für den Bericht!

Ich finde das Ding optisch zwar befremdlich, könnte mich da aber sicherlich dran gewöhnen. Zu "doppeltem Grip vorne" sage ich sicher nicht wegen der Optik nein, zumal ich schön böse Vorderradrutscher hatte. Allerdings hat man damit nur einen Anbieter, etwas ungewöhnliche Reifendimenensionen vorne (kriegt man dafür in 10 Jahren noch Reifen?) und sie kostet mehr, als ich persönlich für ein Motorrad bezahlen möchte, auch wenn sie wegen des Alleinstellungsmerkmals und der dahinter steckenden Entwicklung das Geld sicherlich wert ist.

Zwei Fragen noch: Wie war der Wendekreis? Wie ist es auf Schlaglochpisten - die drei Räder fahren ja drei verschiedene Linien über die Schlaglöcher, ein Auto nur zwei und ein Motorrad nur eine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#4  BeitragVerfasst: 11. Aug 2018 10:20 
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- wie teuer ist das Dingen

´ne Probefahrt würde ich auch machen,und eine Überlegung für die Rente ist das allemal,aber (wenn überhaupt) nur für die Rente

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1992-1994 Suzuki DR 750 BIG 13500km
1994-1996 Yamaha XTZ 750 Super Tenere 29000km
1996-1999 Triumph Tiger 855 53000km
1999- 2016 Triumph Speed Triple 955i 110800km,verkauft an MaT5ol
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2017-??? KTM 1090 ADV R 6550 km


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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#5  BeitragVerfasst: 11. Aug 2018 10:57 
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ich zitiere aus einem Test in der FAZ:

"Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem Reifenhersteller Bridgestone ein neuer Vorderreifen in der Dimension 120/70 R 15 entwickelt."


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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#6  BeitragVerfasst: 11. Aug 2018 12:31 
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Hi,
Reifengrößen sind 120/70 R 15 vorne (extra Entwicklung für die Niken) und 190/55 R 17 hinten.
Als Grundpreis wurden jetzt 14.995 Euro plus Nebenkosten genannt.

@ Blahwas: Wendekreis ist erstaunlich moderat bzw. kam mir so vor, weil die Sicherheit nicht umkippen zu können (was natürlich rein physikalisch betrachtet auch nicht stimmt) einem erlaubt mit vollem Schwung und unbelastet einfach rum zu fahren.
Und gerade auf schlechten Straßenabschnitten ist die 2 Rad Technologie offensichtlich dem nur einen Vorderrad deutlich überlegen. Der Rat des Einweisers von Yamaha beim Briefing lautete dann auch: "Nicht ausweichen, einfach drüber, die Niken macht das locker". So war es dann auch. Er prahlte dann noch, dass sie bei Testfahrten am Großglockner wirklich alle anderen Zweiräder mit der Niken problemlos platt gemacht hätten.

Weierführende Infos und Eindrücke zu diesem ungewöhnluchen Konzept gibt es übrigens


Grüße

Umsteiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#7  BeitragVerfasst: 12. Aug 2018 10:24 
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Absolut bestechend auf dem Papier. Meine sportlich ambitionierten Mitfahrer würden mich noch mehr hassen als bisher schon :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Probefahrt mit der Yamaha Niken
Beitragsnummer:#8  BeitragVerfasst: 12. Aug 2018 12:59 
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mw416 hat geschrieben:
Bleibt halt nur, dass ich kein großer Fan der 9er Tracer und ihres Fahrwerks bin, für mich ist die irgenwie viel zu Hart und kernig, also wenig komfortabel und gleichzeitig auch nicht auf Anhieb so schnell fahrbar wie man denken würde. KTM ist da sowohl vom Komfort als auch von der Sportlichkeit weit vorn. Mal sehen.....


Das gilt für die 2018er Modelle der Tracer und da insbesondere die GT aber nicht mehr. Da hat Yamaha gegenüber den Vorgängermodellen das Fahrwerk deutlich aufgemöbelt, und bei der GT ist es sogar voll einstellbar.


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